Druck beim Flötespiel




Wie atme ich richtig? Was mache ich falsch? Wie verbessere ich mich?

Moderator: Muri

Druck beim Flötespiel

Beitragvon Jan » 21.05.2021, 14:47

Hallo zusammen!

Ich hab da mal eine Frage..

Ich spiele eigentlich Klavier, habe früher aber auch einige Jahre Oboe gespielt. Mit dem Abi habe ich dann mit dem Unterricht aufgehört und seit ein paar Jahren auch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr gespielt. Ich hatte einen Zwerchfellbruch. Nun wollte ich eigentlich wahnsinnig gerne wieder anfangen, trau mich aber einfach nicht so richtig.. Beim Oboespiel übt man ja schon sehr viel Druck auch aufs Zwerchfell aus und ich möchte da einfach kein Risiko eingehen und das OP-Ergebnis gefährden.

Jetzt hab ich schon länger mit dem Gedanken gespielt, meine Oboe in eine Querflöte „einzutauschen“. Ich könnte mich zwar auch wieder voll und ganz aufs Klavier konzentrieren, aber ich mochte die Abwechslung durch ein Blasinstrument immer sehr.

Wie sieht das denn mit dem Druck beim Flötespiel aus? Könnt ihr mir dazu vielleicht etwas sagen?

Wünsche euch schon mal ein schönes Pfingstwochenende! Jan
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von Anzeige » 21.05.2021, 14:47

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Re: Druck beim Flötespiel

Beitragvon Sheepy_Hollow » 21.05.2021, 17:11

Lieber Jan.

ALLGEMEIN:
Die Luftführung bei Blasinstrumenten erfordert eine gewisse Anspannung des Zwerchfells. Viele Amateure nutzen zu wenig davon. Profis manchmal sogar zu viel.
Meine Lehrerin beherrscht eine spannende Technik, bei der man lernt, immer mal wieder das Zwerchfell gezielt zu entspannen. Das Erlernen ist aber dann doch etwas für Fortgeschrittene.

Der Zwerchfell-"Druck" bei der Flöte ist meiner begrenzten Erfahrung nach ungefähr so hoch wie beim Fagott aber etwas geringer als bei der Oboe (ich habe beides bei Orchesterkollegen ausprobiert). Ich empfand bei der Oboe die absolute Verspannung im Gesicht jedoch viel schlimmer...

FÜR DICH:
Niemand hier wird deinem Problem gerecht werden, ohne intensiv und individuell mit dir zu arbeiten. Deshalb solltest du in Absprache mit einem guten Lehrer (m/w/d) und einem guten Arzt (m/w/d) vorgehen und ggf. probieren. Querflöten kann man auch mieten, falls du Angst hast, unnötig Geld zu investieren. Vielleicht können wir dir einen Lehrer empfehlen. Aus welchem Landkreis kommst du?

LG

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“Faux comme une flûte” est un proverbe musical dès longtemps établi. “Je connais quelque chose de plus faux qu’une flûte, disait Mozart. – C’est? – Deux flûtes.”
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Re: Druck beim Flötespiel

Beitragvon Jan » 22.05.2021, 11:53

Vielen Dank erstmal für die Antwort!

Ja mit den Ärzten ist das so eine Sache.. Da habe ich bisher auch keine konkrete Antwort bekommen, weil die als Nicht-Oboist bzw. Nicht-Flötist das selber kaum einschätzen können..

Ich komme aus dem Raum Braunschweig/Hannover.
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Re: Druck beim Flötespiel

Beitragvon Thore123 » 22.05.2021, 16:59

Hallo Jan,
Ich kann da Sheepy nur beipflichten. Da wäre für mich ein regelmäßiger Austausch mit Experten unabdinglich.

Wenn du in der Umgebung von Hannover lebst, kann ich dir empfehlen, mal bei der Hochschule zu fragen, ob es die Möglichkeit gibt, bei den Flötenstudent:innen Unterricht zu nehmen. Ansonsten gibt die Professorin auch selbst Privatunterricht, den ich persönlich sehr empfehlen kann. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie das nur über die Plattform Play with a Pro macht und auch nicht, ob sie auch Anfängern Unterricht gibt. Da würde ich mich einfach mal erkundigen.

Gruß
Thore
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Re: Druck beim Flötespiel

Beitragvon Altepic » 22.05.2021, 18:36

Hallo Jan,
wenn Du in der Nähe von Hannover wohnst - google mal Institut für Musikerneurologie.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist das an der Musikhochschule in Hannover angesiedelt.
Die haben bestimmt Informationen dazu, bzw. die Ärzte kennen sich mit der Problematik aus.
Leiter ist wohl Prof.Dr. Eckhard Altenmüller. Selber professionell ausgebildeter Flötist bei Aurele Nicolet(?)
Hat auch auf Youtube spannende Vorträge über Musik lernen und die Reaktionen im Gehirn...
Kann ich sehr empfehlen..

Viel Erfolg!!
Altepic
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