"Flötist" beim Supertalent 2009




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"Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon King of Flute » 06.12.2010, 21:54

Habt ihr letztes Jahr beim Supertalent auch den Wolfgang Sorges gesehen. Ich dachte damals, dass ich nicht gut spiele und wusste gar nicht, dass es Leute mit so einem schlechten Ansatz gibt. Aber seht selbst

http://www.clipfish.de/special/supertal ... ly-sorges/
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von Anzeige » 06.12.2010, 21:54

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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon Aspi » 06.12.2010, 22:54

Ich glaube nicht, dass der Ansatz das Problem ist...
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon King of Flute » 06.12.2010, 23:19

Aspi hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass der Ansatz das Problem ist...


Was ist denn das Problem, Aspi? Ist es vielleicht die Überheblichkeit: "Ich seh mich irgendwo in der Liga Klaus Lage, Peter Maffay" :lol:
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon La musicienne » 07.12.2010, 00:01

Dass es nichts mit Flötespielen zu tun hat!!!
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon Christina » 07.12.2010, 08:26

Also, es soll ja Leute geben, die tatsächlich wollen, dass ihre Flöte so klingt. Mit dem klassischen Querflötenspiel, das die meisten von uns praktizieren, hat das dann zugegebenermaßen nicht ganz viel zu tun. Ich kenne mich auch mit diesen Techniken zu wenig aus, um das zu bewerten oder nach den wenigen Tönen den Ansatz von dem Kerl zu beurteilen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der nie das zeigen wollte, was man gewöhnlich unter "gutem" Flötenspiel versteht (ihr wisst schon mit sauberen Tönen usw ... :wink:). Es wäre aber vielleicht ganz clever gewesen, wenn er das vorher verraten hätte ...
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon Aspi » 07.12.2010, 11:08

Hallo King,
es gibt, grob gesehen, drei Sorten von Menschen, die bei solchen Shows mitmachen.
Die erste Gruppe hat Talent und ist wirklich gut, zu dieser Gruppe hat der Flötist sicher nicht gehört.
Dann gibt es die Gruppe der Menschen, die eine völlig unrealistische Wahrnehmung ihrer selbst haben, die sich also einbilden, sie seien gut.
Die dritte Guppe will auf jeden Fall auffallen, wenn eben nicht mit Können, dann mit so einem Mist. Die machen das also ganz bewusst, um ins Fernsehen zu kommen und bekannt zu werden.
Zu welcher der beiden letzten Gruppen der Flötist gehört, weiß er sicher nur selber. Da will ich mir kein Urteil anmaßen.
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon King of Flute » 07.12.2010, 15:22

Christina hat geschrieben:Also, es soll ja Leute geben, die tatsächlich wollen, dass ihre Flöte so klingt. Mit dem klassischen Querflötenspiel, das die meisten von uns praktizieren, hat das dann zugegebenermaßen nicht ganz viel zu tun. Ich kenne mich auch mit diesen Techniken zu wenig aus, um das zu bewerten oder nach den wenigen Tönen den Ansatz von dem Kerl zu beurteilen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der nie das zeigen wollte, was man gewöhnlich unter "gutem" Flötenspiel versteht (ihr wisst schon mit sauberen Tönen usw ... :wink:). Es wäre aber vielleicht ganz clever gewesen, wenn er das vorher verraten hätte ...


Das kann ich mir gar nicht vorstellen, dass es Leute gibt die diesen Flötenklang anstreben. Ist es diesen Leuten etwa egal, dass alle anderen von ihnen denken, dass sie nicht spielen könnenß?Ich jedenfalls habe das Ziel mit der Flöte Leute zu begeistern und sie emotional zu berühren, was mit so einem unreinen Ton gar nicht möglich ist :roll: .
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon Muri » 07.12.2010, 16:08

Es scheint eher so, als wollte er Ian Anderson imitieren. Vom Ton an sich zumindest.

Abgesehen davon bin ich davon überzeugt, dass RTL sich solche "Deppen" einkauft, damit wir unterhalten werden.
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon King of Flute » 07.12.2010, 17:17

Muri hat geschrieben:Es scheint eher so, als wollte er Ian Anderson imitieren. Vom Ton an sich zumindest.

Abgesehen davon bin ich davon überzeugt, dass RTL sich solche "Deppen" einkauft, damit wir unterhalten werden.


Es gab ja schon einige Berichte darüber, dass RTL Leute für das Supertalent einkauft. Zum Beispiel war ja dieses Jahr auch der Dicke aus Eis am Stil da. Mittlerweile glaube ich auch, dass der eingekauft wurde. Bei dem Flötist wäre ich mir da nicht so sicher, der könnte auch freiwillig da gewesen sein, um ins Fernsehen zu kommen :mrgreen: .
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon Luvanir » 07.12.2010, 18:54

Also ich bin mir zu 100% sicher, dass er genau die Art von Flötenklang angestrebt hat die auch aus der Flöte rauskam...

In dem Interview berichtet er ja auch davon, dass er (unter anderem) so Musik wie Jethro Thrull macht. Und die Techniken die er "ausführt" sind auch die Techniken die Ian Anderson verwendet. Ich selber kenn mich in dem Bereich nur eher wenig aus da ich ja auch eine "klassische" Ausbildung habe. Aber manche dieser Techniken begegnet einem auch wenn man Neue Musik macht. Wie gut er das tatsächlich macht und wie gut er Flöte spielen kann (auf "klassischer Art und Weise") kann man natürlich anhand dieser kurzen Ausschnitte nicht beurteilen.

@King of Flute: Wenn du dich tatsächlich länger mit der Flöte beschäftigen willst und auch eine Karriere als Profi anstrebst, wirst du auch mit dieser Art der Technik und des Flötenspiels Kontakte knüpfen müssen... Im Jazz und der Neuen Musik werden viele Techniken eingesetzt die im "klassischen" Verständnis nicht schön klingen (und auch gar nicht "schön" klingen sollen!!!). Oft wird da auch ein unsauberes, nebengeräuschreiches, überlüftetes Klangideal angestrebt. Aber nicht weil die Flötisten/Komponisten die Zuhörer mit der Musik ärgern wollen oder weil sie es nicht besser können, sondern weil sie neue Klangwelten und Farben erschaffen und darstellen wollen die mit der "klassischen" Technik nur begrenzt erreichbar sind. Es geht einfach um ein erweitertes, interessanteres Klangspektrum. Natürlich wird von niemanden erwartet, dass er diese Art von Musik mag. Aber man sollte ihr zumindest eine Chance geben...und als Flötenlehrer sollte man alles selber können und auch vermitteln können (bei Bedarf)! Zumindest wenn man einen professionellen Anspruch hat.
Zuletzt geändert von Luvanir am 07.12.2010, 19:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon tityre » 07.12.2010, 19:20

Genauso sehe ich das auch.

Zur neuen Musik - da habe ich mal einen schönen Vergleich gelesen (ich glaube, bei Metzmacher): Er meinte, man solle das ungefähr so angehen, als ginge man in den Wald und hört da die Blätter rauschen, den Wind pfeifen und die Vögel singen. Das sind alles keine Melodien, die wir morgen nachpfeifen können und doch ist es wunderschön.

Man muss sich halt etwas damit beschäftigen und offen sein, dann gibt es da sehr viel Hörenswertes.
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon Altetröte » 07.12.2010, 21:56

hier habt ihr mal zum Vergleich die Bourre von Ian Anderson

http://www.youtube.com/watch?v=hIIf6drhCfg

Ist schon ein Unterschied, würde ich mal sagen: Anderson spielt mit Flatterzunge und Beatboxing und ich höre sehr viel Flageolett. Aber, man hört, dass er es kann, immerhin hat er ja auch eine klassische Ausbildung als Flötist :D

(Nicht, dass ich ein Fan von dieser Art des Flötespielens wäre, aber man muss offen sein dafür, und es ist ganz bestimmt schwer zu spielen! Und dieses Supertalent machte nicht den Eindruck, als wisse er, was und von wem er etwas spielt. Irgendwie fand ich, er machte nicht den Eindruck, als wisse er überhaupt, was er tut... Ja, und da sieht man doch auch mal ganz klar, was dabei herauskommt, wenn man 20 Jahre nicht übt :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: )

Hier noch etwas von Ian Anderson - ein bißchen passend zur Zeit:

http://www.youtube.com/watch?v=325wTBeMHRM&NR=1
"Ihr wisset, dass ich die blasenden Instrumentalisten nicht leiden kann, denn sie blasen alle falsch"

Alessandro Scarlatti (zu Johann Joachim Quantz)

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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon Aspi » 07.12.2010, 22:02

Also ich habe mich damit beschäftigt und bin seit Jahrzehnten ein Fan von Ian Anderson. Das was der Mensch beim Supertalent dargeboten hat, war mieserabel. Jeder, der Ian Anderson spielen gehört hat, müsste den Unterschied hören. Ich hör doch im klassischen Bereich auch, ob ein Anfänger spielt oder ein Profi. Wobei da der Anfänger das, was er schon kann, auch gut spielen mag.
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon Luvanir » 07.12.2010, 22:54

Das er da nicht besonders gut gespielt hat will ich gar nicht in Frage stellen....(trotzdem finde ich die Ausschnitte reichlich kurz um viel zu bewerten und zu vergleichen). Vor allem weil man ja auch weiß, dass die ohne Rücksicht auf Verluste zusammenschneiden um Menschen in einem gewissen Bild darzustellen. Die Sachen werden nachher auch soundtechnisch usw aufgearbeitet (zum Teil verbessert, zum Teil verschlechtert. Und bei Sängern wird dann auch gerne ein Programm darüber gelegt, dass die Intonation ausgleicht [Autotune].....also reden wir einfach nicht drüber). Und wieviel davon letztendlich "echt" ist wissen wir auch nicht.....(über das Format "Supertalent" brauchen wir hier glaub nicht diskutieren :mrgreen: )

Dennoch denke ich, dass er eben klingen wollte wie Ian Anderson (oder andere Flötisten der Jazz/Rock-Fraktion) und nicht wie ein klassischer Flötist. Wie schon gesagt, unabhängig davon wie gut er das geschafft hat. Aber seine Intention war sicherlich kein "klassischer", reiner Flötenton. Und ich glaube, dass war das was ihm zunächst in diesem Thread unterstellt wurde.

Das er unabhängig von seinen spielerischen Qualitäten wahrscheinlich an einer fehlerhaften Selbsteinschätzung leidet scheint naheliegend....Aber das ist in solchen Sendungen ja normal und letztendlich gewünscht (sonst würds ja keiner anschauen... :roll: ). Vielleicht wars auch nur eine Wette und er fand seinen Auftritt urkomisch. Wer weiß :shock: .

Ian Anderson habe ich selber noch nicht live erlebt, aber schon manch einen Jazz-Flötisten. Und da würde jeder "Unwissende" auch erstmal glauben, dass derjenige einfach nicht Flöte spielen kann. Weil sehr viele in der Richtung mit ganz viel Luft/Nebengeräuschen usw spielen (eben genau das machen, was man eigentlich ja vermeiden will). Ich wollte eben nur darauf hinweisen, dass auch sowas beabsichtigt und gewünscht sein kann (zum Teil eben auch in der "Neuen Musik", welche ja zur "klassischen" Ausbildung gehört).
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Re: "Flötist" beim Supertalent 2009

Beitragvon Christina » 08.12.2010, 08:49

Luvanir hat geschrieben:Ian Anderson habe ich selber noch nicht live erlebt, aber schon manch einen Jazz-Flötisten. Und da würde jeder "Unwissende" auch erstmal glauben, dass derjenige einfach nicht Flöte spielen kann. Weil sehr viele in der Richtung mit ganz viel Luft/Nebengeräuschen usw spielen (eben genau das machen, was man eigentlich ja vermeiden will). Ich wollte eben nur darauf hinweisen, dass auch sowas beabsichtigt und gewünscht sein kann (zum Teil eben auch in der "Neuen Musik", welche ja zur "klassischen" Ausbildung gehört).


Genau das meinte ich. Kann ich dich vielleicht als Dolmetscherin engagieren? Irgendwie scheinst du Gedanken lesen zu können und immer genau das zu erklären, was in meinen knappen Antworten nicht so richtig rüberkommt :mrgreen:.

Wie gesagt, wie gut oder schlecht der Typ tatsächlich spielt, traue ich mich nach den kurzen Ausschnitten nicht zu beurteilen. Sicher ist er nicht der weltbeste Jazzflötist, sonst wäre er schonmal irgendwo anders aufgefallen, als ausgerechnet beim RTL-Supertalent. Aber ich bin mir sicher, dass er genau so klingen will, wie er das da gezeigt hat und dass der auf den ersten Blick unaubere Ton nicht am schlechten Ansatz liegt, sondern eine ganz bewußt ausgeführte Spieltechnik war - unabhängig davon, wie gut das jetzt von der Ausführung her war. Mein Fall ist sowas nicht. Aber ich habe mich doch (gezwungenermaßen) weit genug mit diesen modernen Spieltechniken auseinandergesetzt um zu wissen, dass das verdammt schwierig ist. Viele Menschen wissen einfach auch gar nicht, dass eine Flöte solche Geräusche erzeugen kann und verbuchen das dann unter schlechter oder falscher Technik. In dem Fall hat doch irgendwer aus der Jury sogar gefragt, ob die Flöte kaputt ist.
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