Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesucht




Welche Qf-Schulen empfehlt ihr Neulingen/Fortgeschrittenen? Gibt es einzelnen Etüden aus Schulen die vlt. sehr gut sind?...

Moderator: Muri

Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesucht

Beitragvon Mozartine » 26.09.2017, 11:14

Liebe Flötisten,

ich habe nach längerer Zeit ab Oktober zwei Anfängerinnen (8 und 9 Jahre) im Unterricht, die beide 2 Jahre Blockflötenunterricht hatten. Geplant ist erstmal ein Beginn in der Gruppe, aber zumindest die Eltern eines Mädchens tendieren zum baldigen Einzelunterricht. Beide hatten bisher zusammen Unterricht und es ist wohl so, dass eine etwas schneller lernt bzw. motivierter ist als die andere, zumindest im Blockfötenunterricht.
Da evtl. bald auf Einzelunterricht umgestellt wird, möchte ich ungern eine Schule für Gruppenunterricht nehmen. Welche Schule würdet ihr empfehlen? Ich liebe die 2-bändige "Lern Querflöte spielen" von Weinzierl/Wächter, aber ich könnte mir evtl. etwas kindgerechteres vorstellen. Würde evtl. die AMA-Querflötenschule von Winn oder die neue Magic Flute von Gisler-Haase passen? Oder doch lieber die 6-bändige Weinzierl/Wächter-Schule? Ich würde mich über Empfehlungen von Euch freuen :-)

Liebe Grüße von der Mozartine
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon Altetröte » 26.09.2017, 21:43

Ich würde eher die 6-bändige Weinzierl/Wächter Schule nehmen, oder die Schule von Gefion Landgraf "Die fröhliche Querflöte", die hat drei Bände, dazu gibt es jede Menge Spielbücher für verschiedene Besetzungen und die Stücke finde ich gut ausgesucht. Vieles ist von ihrem Mann, dem Klarinettisten Rudolf Mauz, eigens arrangiert, von ihm gibt es auch eine sehr bekannte Klarinettenschule. Und nein, ich werde für diese Empfehlung nicht bezahlt :D , ich habe aber ein paar von den Spielbüchern und finde sie sehr gut.
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon christine2017 » 27.09.2017, 11:47

Hallo,

auch ich habe damals mit der AMA-Querflötenschule angefangen; leichte Stücke, nacheinander aufbauend; sehr überschaubar.
Nach mehreren Jahren Spielpause habe ich die wieder rausgeholt und war innerhalb von Tagen durch. Also nichts Schwieriges mit Grundkenntnissen, für Anfänger gut geeignet; der Notenbereich geht von c1 bis d3; der Lehrer kann dazwischen auch gut andere Stücke zur Vertiefung einschieben. Es sind Tipps zur Musiklehre, zur Atemtechnik etc. dabei;
Allerdings weiss ich nicht, ob es einen 2. Band gibt; ansonsten fängt man halt mit jeder anderen Schule wieder von vorn an.
Mein Fazit: Lieber eine Schule wie Weinzierl/Wächter, und dafür langsamer vorgehen. Die AMA ist gut zum auffrischen.
Gruß
Christine
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon Mozartine » 27.09.2017, 12:17

Danke Euch beiden für Eure Meinungen.

Alteröte, "die fröhliche Querflöte" ist aktuell auch mein Favorit, ist mir von einer sehr erfahrenen Kollegin empfohlen worden. Da sich nun nochmal eine Interessentin für die Gruppe gemeldet hat und es dann evtl. eine Dreiergruppe geben wird, ist es natürlich genial, dass es zu der Schule ein Triobuch gibt.
Weisst Du, ob das Überblasen auch wie bei Weinzierl/Wächter relativ früh kommt?
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon TanoMano » 27.09.2017, 21:37

Die Literatur von Sandra Engelhardt auch bekannt unter "Wir Flöten quer" ist speziell auf Kinder ausgerichtet.
Ich selber habe noch nicht mit diesem Material gearbeitet, habe aber schonmal einen Workshop von Frau Engelhardt besucht,
der auf ihrem Material aufbaut.
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon Mozartine » 28.09.2017, 13:45

@TanoMano: Danke für den Tipp, die Reihe "Wir flöten quer" sieht interessant aus. Bin mir aber nicht ganz sicher, ob das nicht eher etwas für Schüler ohne Notenkenntnisse ist. Werde mir aber vermutlich mal das und "die fröhliche Querflöte" zur Ansicht bestellen und dann entscheiden.
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon tityre » 30.09.2017, 09:50

Wenn die Kinder schon Noten können, ist die Hälfte des ersten Bandes von "Wir flöten quer" für die uninteressant, obwohl das wirklich eine schöne Schule ist, aber eben für jüngere Kinder.
Die "fröhliche Querflöte" arbeitet im ersten Band praktisch nur mit Kinder- und Volksliedern. Das ist einfach Geschmackssache, ich mag's nicht so.

Die AMA Schule ist auch nicht so mein Fall. Die ist mir irgendwie zu flöten-unspezifisch. Da ist mir zu wenig Original-Flötenliteratur drin.

Mein Favorit wäre in diesem Fall die Weinzierl Schule in 6 Bänden gewesen. Sie hält sich nicht explizit mit Noten lernen auf, was in Deinem Fall ja günstig ist. Es kommen schon früh auch Themen aus der klassischen Musik und es gibt Übungen, sowie Erläuterungen zu den Stücken, zu Komponisten, zur Tonbildung, zum Überblasen, zur Handhaltung etc. (zur Erinnerung und zum Nachlesen für zuhause).
Sie ist sehr kleinschrittig aufgebaut und es gibt zu jedem Band ein Spielbuch, dadurch hat man soviel Material, dass man auch mal gut was weglassen kann, wenn das anstehende Stück mal nicht gefällt. Außerdem gibt es zu beidem immer eine CD, was ich sehr hilfreich finde zum häuslichen Üben.
Sie führt ziemlich weit, d.h. wenn die Schüler den 6. Band durchgearbeitet haben, haben sie wirklich ein gutes Rüstzeug. Sehr schön ist auch das begleitende Workbook (ich meine, so hieß das; müsste ich nachschauen), in dem noch mal zusätzliche speziellere Übungen enthalten sind (z.B. zu Flageoletttönen und solchen Sachen).
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon Mozartine » 02.10.2017, 08:09

Hallo tityre,

danke für Deine Meinung. Die 6-bändige Weinzierl/Wächter-Schule kenne ich natürlich, auch vom Unterricht. Die nehme ich neben der 2-bändigen sehr gerne. Ich vermute fast, dass ich dann doch wieder auf die gehe. Ich habe aktuell eine 10-jährige, die seit zwei Jahren mit der Unterricht hat und die habe ich gefragt, wie sie ihr gefällt. Sie sagte dass sie sie toll findet und das obwohl sie keine Notenvorkenntnisse hat (sie hatte das erste Jahr bei einer Kollegin Unterricht, die mit dieser Schule angefangen hat).
Bestellt habe ich jetzt trotzdem mal die Gruppenvariante von Weinzierl/Wächter "Lern Querflöte in der Gruppe", "Wir flöten quer" von Engelhardt, "Die fröhliche Querflöte" plus dazugehöriges Trioheft von Landgraf, die AMA-Schule von Winn und "die neue Magic Flute" von Gisler-Haase. Ich berichte Euch von meinen Eindrücken, sobald die Noten angekommen sind.
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon tityre » 02.10.2017, 10:58

Stimmt die Magic Flute ist auch nett, die hatte ich ganz aus den Augen verloren.
Was ich an der 6-bändigen Weinzierl halt sehr mag, ist, dass sie unheimlich weit führt. Da hast Du auf Jahre hinaus ein schönes Gerüst, dass Du dann nur noch je nach Bedarf ergänzen müsstest.
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon Mozartine » 06.10.2017, 09:05

Liebe Flötisten,

mittlerweile habe ich die Schulen angeschaut, verglichen und mich für ein Werk entschieden. Ich dachte ich teile meine Eindrücke der Querflötenschulen mit Euch, vielleicht sind sie für jemanden eine Hilfe:

"Lern Querflöte in der Gruppe" (Weinzierl/Wächter):
Ist dem 2-bändigen Werk "Lern Querflöte spielen" sehr ähnlich, jedoch durchgängig mit dreistimmigen Stücken ausgestattet. Im letzten Teil gibt es zusätzlich verschiedene Übungen (z.B. zu Ton oder Atmung). Meiner Meinung nach für Jugendliche mit guten Notenkenntnissen im Gruppenunterricht sehr gut geeignet mit einer guten Mischung an Spielstücken aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen. Für meine neue Gruppe zu große Lernschritte. Ungünstig auch für Schüler, die erst im Gruppenunterricht anfangen und dann relativ früh zum Einzelunterricht wechseln.

"Wir flöten quer" (Engelhardt):
Sehr kindgerecht gestaltetes 2-bändiges Werk mit vielen farbigen Illustrationen insb. für ganz junge Schüler, kann ich mir gut für Erstklässler ohne musikalische Vorbildung vorstellen. Viele Klangspiele u.ä., behutsame Einführung in das Notensystem. Ich hatte mir noch das Lehrerkommentarheft angeschaut, das benötigt man auch, denn in der Schule selbst sind keine Erklärungen zu den teils doch sehr experimentellen Übungen drin (weder für Schüler noch für Lehrer). Stückauswahl bewegt sich im Kinderliederbereich, altersbedingt kaum Erklärungen zu Technik u.ä. enthalten.

"Die fröhliche Querflöte (Landgraf):
Relativ neu aufgelegtes 3-bändiges Werk für Anfänger im Grundschulalter mit regelmäßigen farbigen Illustrationen (über die Ästhetik dieser lässt sich streiten, aber immerhin...), kleine Lernschritte, aber im Vergleich mit "Wir flöten quer" eher für Kinder ab ca. 8 Jahren angelegt. Kaum mehrstimmige Stücke, aber es gibt ein Spielbuch (soweit ich weiß Querflötenstimme mit Klavierbegleitung) und ein Trioheft, beide passend zur Schule. Die Spielstücke haben einen leichten Schwerpunkt auf Kinderliedern/Volksliedern, aber es sind durchaus einige klassische Stücke enthalten. Thema Überblasen kommt kurz am Anfang (bei den Kopfstückübungen), dann aber erst in der Mitte des Heftes auf Seite 50 und ausführlicher. Die Erklärungen zum Ansatz mit den Fotos gefallen mir gut. Schön finde ich die regelmäßig wiederkehrenden Infokästchen mit Tipps zum Gruppenunterricht und auch für die Schüler selbst, z.B. zum Thema Üben.

"Die neue Magic Flute" (Gisler-Haase):
Gefällt mir aus verschiedenen Gründen weniger gut. Mir gefällt weder Aufbau/Struktur, noch Erklärungen und Fotos zum Ansatz noch Aufmachung.

"AMA-Querflötenschule" (Winn):
Finde ich gar nicht schlecht und kann ich mir gut als Einstieg für Jugendliche und auch Erwachsene mit wenig Notenkenntnissen vorstellen. Punktet bei mir durch die vielen Farbfotos am Anfang, auf denen Ansatz, Haltung usw. sehr gut erkennbar sind (im weiteren Verlauf keine Fotos oder Illustrationen). Stückeauswahl ist ein wenig moderner, daher sicherlich ansprechend für Jugendliche. Wer auf klassische Literatur Wert legt ist hier nicht ideal bedient. Überblasen kommt auch hier erst in der Mitte des Heftes. Auch würde ich nicht alle drei Bände verwenden, sondern nach dem ersten wechseln.

Fazit:
Letztendlich kamen für mich und meine Gruppe nur die 6-bändige "Flöte spielen" von Weinzierl/Wächter (wird von mir als Standard-Werk gerne verwendet) und "Die fröhliche Querflöte" von Landgraf in die engere Auswahl. Unterschied ist denke ich die modernere Aufmachung bei "die fröhliche Querflöte", die vermutlich Kinder in Alter 8/9 Jahre stärker anspricht und der zeitlich unterschiedliche Ansatz beim Überblasen (Weinzierl/Wächter übt das traditionell im Prinzip von Anfang an während Landgraf wie die meisten anderen erst die untere Oktave festigt, bevor es zur mittleren Oktave geht). Da ich gerne mal den anderen Weg ausprobieren möchte habe ich mich für "Die fröhliche Querflöte" mit dem passenden Trioheft von Landgraf entschieden. Wobei ich vermutlich nicht alle drei Bände verwenden werde, sondern dann wahrscheinlich auf die 6-bändige Weinzierl/Wächter-Schule wechseln werde, weil sie doch sehr strukturiert vorangeht und eine unschlagbare Literaturmischung bietet.

Wenn ich mal wieder ganz junge Anfänger ohne Notenkenntnisse bekomme, werde ich mal "Wir flöten quer" ausprobieren, das Konzept kann ich mir für diesen Personenkreis sehr gut vorstellen.
Für Jugendliche und Erwachsene mit guter musikalischer Vorbildung im Gruppenunterricht würde ich es mit "Lern Querflöte in der Gruppe" von Weinzierl/Wächter probieren, im Einzelunterricht mit dem "Klassiker" "Lern Querflöte spielen".
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon Altepic » 10.10.2017, 00:46

Hallo Mozartine,

die Zusammenfassung und Recherche über die Flötenschulen für Anfänger ist toll.
Ich bin ambitionierter Hobbyflötist.

Sollte ich mal einen Schüler in dem Alter haben greife ich gerne auf diese Analyse zurück.

Ich habe "1 " Schüler (13 J.), der jetzt seit drei Jahren bei mir Unterricht hat.

Nach den ersten 14 Monaten habe ich den ersten Band der zweibändigen Weinzierl Schule ad Acta gelegt. Jetzt hat er den ersten Band der 20 leichten und melodischen Köhler Etüden fast hinter sich.
Doppelzunge wird langsam
Vibrato klappt auch allmählich.



Was macht Ihr im Forum mit Euren Schülern nach diesem Band?
bzw. mit Schülern im 4. Jahr Flötenunterricht

Händel Sonaten (die drei Hallenser)
Drouet Etüden (... vielleicht noch eine Nummer zu schwer)

Bin für Anregungen dankbar


LG Altepic
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon Mozartine » 10.10.2017, 16:01

Hallo Altepic,

gern geschehen, sind natürlich nur meine persönlichen Eindrücke.

Ich nehme nach z.B. Band 1 von "Lern Querflöte spielen" (die 2-bändige Schule) nicht den zweiten Band, sondern gehe meist je nach Können auf Flötenliteratur wie z.B. h-Moll Suite von Bach oder das 315er Andante von Mozart. Schön und mal was anderes sind die Duette von Byton namens "After Hokusai".
Parallel arbeite ich sobald die unteren beiden Oktaven erlernt sind gerne mit der Übungsreihe "Flöte üben" von Trevor Wye.
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon Musiquer » 11.10.2017, 08:34

Hallo Mozartine!

Danke für die Gegenüberstellung der Flötenschulen! Außer "Wir flöten quer" kenn ich sie alle und hab sie auch schon bei verschiedenen Schülern eingesetzt. Für die ganz kleinen Schüler (ab 6 Jahre, ohne Notenkenntnisse, teilweise können die noch nicht einmal lesen) verwende ich "piccolini" Band 1 und 2. Zwischen den Liedern sind viele Übungen (ohne Flöte) für Atmung, Mundmotorik, Körpergefühl usw drin. Die ganz Kleinen können ja noch nicht 30 Minuten nur flöten. Da ist es gut, wenn etwas Abwechslung geboten wird.
Für mich wars auch sehr interessant, dass Du, was die Altersgruppe der 8 bis 9-jährigen Anfänger betrifft, zum gleichen Ergebnis kommst wie ich: Erst den ersten Band von Landgraf, dann auf Weinzierl-Wächter Band B-F umsteigen.
Beim ersten Band von WW waren bei mir manche Schüler mit dem frühen Überblasen überfordert. Und die Bände 2 und 3 von Landgraf finde ich von der Literaturauswahl her nicht soo toll, wenn man auch zugeben muss, dass sie mehr zu modernen Formen und Rhythmen hinführen als WW. Aber ich denke, dass man das ausgleichen kann, indem man gezielt Stücke aus dem Bereich Jazz/Pop/Rock/moderne Klassik dazwischenschiebt.

Herzliche Grüße von
Musiquer
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Re: Schule für junge Anfänger mit Notengrundkenntnissen gesu

Beitragvon Mozartine » 09.10.2018, 12:08

Liebe Querflötisten,

ich wollte ein kleines Zwischenfazit zur Schule von Landgraf geben:

Mittlerweile arbeite ich mit den drei Mädels seit einem Jahr mit der Schule und ich bin soweit zufrieden. Das Überblasen kommt hier relativ spät, erst nachdem das meiste der unteren Oktave sitzt. Wie wir alle wissen, scheiden sich die Experten daran, ob man relativ früh mit dem Überblasen beginnen soll (wie bei Weinzierl/Wächter) oder erst nachdem die Schüler die untere Oktave beherrschen (das ist der Ansatz von Gefion Landgraf). Ganz ehrlich, ich konnte bei allen drei nicht feststellen, dass das Überblasen deswegen besser geklappt hat. Ehrlich gesagt konnten die meisten meiner bisherigen Schüler mit einem Jahr Unterricht schon besser überblasen, weil sie es schon länger "trainiert" hatten. Ganz ehrlich finde ich die Schule für den Gruppenunterricht nicht geeigneter als andere Schulen. Das zugehörige Trioheft überzeugt mich jetzt auch nicht. Wobei die Schüler ganz gerne daraus spielen.
Bei der nächsten Anfängergruppe mit wenig Vorkenntnissen würde ich jedenfalls doch lieber wieder zur 6-bändigen Weinzierl/Wächter Schule greifen. Da sind in der Schule mehr Duette drin und daher ist es eigentlich geschickter für Gruppen als die von Landgraf.

Liebe Grüße
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