Ich hatte heute die erste Stunde bei meinem neuen Flötenlehrer. Es war richtig gut muss ich sagen. Ich bin rausgegangen mit dem Gefühl nichts zu können, aber jetzt weiß ich, wo ich weiter machen muss. Er ist echt total kritisch, aber ich habe wieder das Gefühl was gelernt zu haben. Darf jetzt erstmal Tonübungen und Etüden spielen, juhu

Der hat aber echt seine eigene Art... Bei dem Stück, was ich vorgespielt hab, war ich total angespannt und habs nicht so hingekriegt, wie sonst. Ich hab das Gefühl ich muss wieder bei Null anfangen. Der hat bei meiner Haltung Sachen gesagt, die mir noch nie jemand gesagt hat (eher Kleinigkeiten). ABer auch sonst zur Ansatzbildung mal völlig neue Sachen gesagt. Hab anscheinend mein ganzes Gesicht angespannt und sowas. Das war mir zwar irgendwie bewusst, aber nicht so, dass ich es für "falsch" empfunden habe. Und ich war verblüfft, wie viel der sehen könnte, ohne dass ich ihm was erzählt habe: "Das ist Ihre erste Ringklappenflöte, oder? Sieht man an der Haltung" oder "Ich scheint Sie spielen viel, aber wenig Technik. Ein 100m Läufer übt ja auch nicht jeden Tag 100m laufen, sondern geht auch mal in die Muckibude. WIr machen jetzt erstmal Muckibude" ..und auch damit hatte er recht. Fühl mich jetzt echt ein wenig dumm, der hat mir so viele Fragen gestellt und mich total verunsichert. Aber wenigstens hab ich das, was er mir gesagt hat, angeblich schnell aufgefasst und umgesetzt, das beruhigt mich ein bisschen. Hab jetzt aber echt Lust wieder Tonübungen zu machen und an alles zu denken, was der mir gesagt hat.
Aber kennt ihr auch das Gefühl nichts zu können? Ist schon komisch, wenn man vom alten Lehrer gesagt bekommt man hätte einen schönen Ton und der neue Lehrer sagt dann eher das Gegenteil... Zwischen den beiden liegen Welten und ich fand meinen alten Lehrer auch immer sehr kritisch. Aber das ist gegen den neuen nichts
