"Perfekter Ton"?




Alles was zum Thema Querflöte gehört, aber nirgendwo reinpasst

Moderator: Muri

"Perfekter Ton"?

Beitragvon La musicienne » 07.02.2013, 19:49

Was stellt ihr euch unter einem perfekten Flötenklang vor? Welche Eigenschaften sollte er haben?
Oder hat jemand ein Klangbeispiel? Natürlich ist perfekt sehr subjektiv, weil jeder einen anderen Geschmack hat, aber gerade das finde ich interessant...also die Frage ist eigentlich eher wie eine Umfrage gemeint :wink:
Ich mache mir in letzter Zeit viele Gedanken darüber, welches Ziel ich für meinen Ton anstreben möchte. Bis jetzt bin ich ein Fan von einem möglichst großen, voluminösen, vollen, glasklaren, eher metallischen und lauten Ton.
Welche Idealvorstellung habt ihr?
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von Anzeige » 07.02.2013, 19:49

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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon Aspi » 07.02.2013, 21:04

Ich liebe einen glasklaren, hellen, kraftvollen Ton.
Zur Zeit bemühe ich mich aber, einen weicheren, lieblicheren Ton hinzubekommen. Das fällt mir schwerer und ist auch nicht meine Idealvorstellung. Ist bloß für die gestalterische Vielfalt.
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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon Rosewood » 07.02.2013, 21:20

Hallo miteinander
Das ist eine gute Frage. Ich denke da gibt es so viele Klangvorstellungen wie es Flötisten gibt. Mitlerweile kann ich sogar meine beiden Lieblingsflötisten, Emmanuel Pahud und James Galway anhand von Ton unterscheiden. Die haben meiner Meinung nach definitiv unterschiedliche Klangvorstellungen.
Ich experimentiere derzeit mit verschiedenen Flöten herum. Vom Schülermodell bis zur Goldflöte. Dabei habe ich mit der Zeit eine eigene Klangvorstellung entwickelt: Klar und rein ohne Luftgeräusche sollte der Querflötenton sein. Als Holzblasinstrument sollte ihr Ton nicht allzu metallisch klingen. Sehr wichtig empfinde ich den Obertonreichtum. Je mehr Frequenzen mitschwingen desto besser gefällt mir der Ton. Ich denke dann trägt er auch am besten. Kraftvoll, aber nicht unbedingt laut muss er sein.
Ich weiss nicht, hört man es heraus? Ich bin total in den Klang meiner goldenen Perle verliebt! :lol:

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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon La musicienne » 07.02.2013, 22:41

Ja ich glaube die Vorstellung haben viele :wink:

Aber ich liebe es, wenn Flötisten auch mal richtig "reinhauen" können und nicht immer so dezent und kultiviert spielen (obwohl man das natürlich auf jeden Fall auch können muss). Manchmal finde ich es schade, wenn man im Orchester die Flöte nur als Klangfarbe hört und sie nicht wirklich heraussticht an wichtigen Stellen.
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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon Christina » 07.02.2013, 22:56

Hmm, schwierige Frage ... mein perfekter Flötenton ist klar, weich, warm, tragfähig, obertonreich. Auf keinen Fall schrill oder rauschig. Wichtig finde ich einen wandlungsfähigen aber trotzdem noch individuellen Klang, den ich an die Stimmung des jeweiligen Musikstücks anpassen kann. Ganz schön viele Wünsche auf einmal, oder?
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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon Altetröte » 07.02.2013, 23:27

Von allem etwas :D

Mein perfekter Ton ist weich, aber trotzdem brillant und tragfähig. Obertonreich und kräftig in der Tiefe, ohne hart oder metallisch zu klingen. Flexibel, farbenreich und auch in der Dynamik weich und voll, auch im pp und in der dritten Oktave.
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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon Kerstin » 17.02.2013, 14:47

lebendig.

mit lebendig meine ich, dass der Klang nicht so perfekt-astrein-immer gleich-steril-etc. sein soll, sondern je nach Musikstueck und Phrase, Charakter des Stuecks etc. auch mal rauchig, traurig, froehlich, aggressiv, mit und ohne Vibrato,ja auch mal schrill, schwer, leicht.. ... tja das ganze Leben mit seinen Hoehen und tiefen umfassend, aber eben bewusst (also nie schrill, weil man das e3 nicht anders kann, sondern nur dann weil man es Floetist in diesem einen Lied gerade so braucht und will). 

Sehr lebendig gelungen finde ich, wie zB Galway das Lied Danny Boy spielt (ich kann den Link nicht kopieren, aber bei youtube ist es von einem user NowHere516
eingestellt)
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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon Muri » 17.02.2013, 18:58

Ich finde das kann man gar nicht so festmachen. Abhängig vom Stück mag ich es manchmal auch, wenn der Ton richtig schrill klingt und in den Ohren wehtut ;) Ich finde auch Lustgeräusche nicht schlimm, im Gegenteil, ein wenig Luftgeräusche mag ich sogar. Einmal im Radio habe ich einen Flötisten gehört (weiß leider nicht wer), der einen ziemlich hohen Luftanteil im Ton hatte, aber dermaßen kernig, dass es trotzdem toll klang.
Ich mag auf jeden Fall nciht, wenn der Ton so brav klingt.
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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon La musicienne » 17.02.2013, 22:07

Muri hat geschrieben:Ich mag auf jeden Fall nciht, wenn der Ton so brav klingt.
Ohja, das geht gar nicht! Es muss auf jeden Fall was persönliches, individuelles dabei sein. Und viele Farben :)
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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon Tanja » 17.02.2013, 22:42

Mir fällt es schwer, in Worte zu fassen, was für mich ein "Perfekter Ton" ist...
Der Ton sollte klar sein, nicht zu dunkel, aber auch nicht zu hell, kernig, aber trotzdem mit einer gewissen Leichtigkeit (zu "schwer" sollte eine Flöte nicht klingen, finde ich), rund, voll, warm, wandlungsfähig...

Für mich ist ja immernoch Emmanuel Pahud der größte Flötist. Sein Ton hat all das, was für mich einen perfekten Ton ausmacht. Das ist der Ton, den ich für mich selbst wünsche, obwohl ich weiß, dass ich das niemals erreichen werde. Ich erwische mich auch immer wieder dabei, wie ich alle möglichen Flötisten mit ihm vergleiche und bisher habe ich noch niemanden gefunden, den ich besser finde. Im direkten Vergleich finde ich z.B. dass James Galway zu "schwer" klingt...
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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon Altetröte » 18.02.2013, 10:39

Muri hat geschrieben:...Ich finde auch Lustgeräusche nicht schlimm, im Gegenteil...Ich mag auf jeden Fall nciht, wenn der Ton so brav klingt.


:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon Muri » 18.02.2013, 13:30

Ups, Luftgeräusche meinte ich natürlich :D
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Re: "Perfekter Ton"?

Beitragvon Altetröte » 18.02.2013, 17:38

Was Du gemeint hast, ist schon klar, aber was Du GEDACHT hast, das würde mich doch gerade mal brennend interessieren... :lol:
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