Flötenköpfe Pearl




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Flötenköpfe Pearl

Beitragvon Sandpiper » 19.11.2016, 14:51

Hallo zusammen,

zufällig habe ich vor ein paar Tagen eine Pearl 695 mit Forzakopf in die Hände bekommen und war erstaunt wie leicht die geht. Kann man pauschal sagen, das die beiden Köpfe (Forza bzw Largokopf) der Reihe 695/795 leichter zu spielen sind als echte Profiköpfe?

Beim Azumi Z-Kopf trifft diese Aussage ja tatsächlich zu.

Und noch eine Frage: ist der Largo wirklich sanfter im Klang als der Forzakopf?
Hat jemand damit Erfahrung?

Ich freue mich auf hoffentlich zahlreiche Antworten
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von Anzeige » 19.11.2016, 14:51

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Re: Flötenköpfe Pearl

Beitragvon Doringo » 21.11.2016, 22:34

das kann man keine pauschale Antwort geben , jeder Spieler hat andere Lippen usw ,
ich selber besitze eine Pearl Silver Kopf und einen handgemachten Yamaha EC Kopf in Silber
der Yamaha Kopf ist stark unterschnitten , hat eine völlig andere Anblas Kante
er spielt sich viel leichter bei viel voluninöseren Klang , die höhen kommen viel leichter ,
sowas kann man nur selber ausprobieren und sich dann eine Meinung bilden
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Re: Flötenköpfe Pearl

Beitragvon Sheepy_Hollow » 22.11.2016, 13:09

Hallo Sandpiper,

von Pearl habe ich bewusst die Köpfe Forte und Uesawa probiert. Bei Forte musste man weiter ausdrehen, bei Uesawa weiter ein, wegen den unterschiedlichen Kaminhöhen. Allerdings sollte man sich nicht von der Vorstellung fehlleiten lassen, dass ein Kopf nur leicht zu spielen sein sollte. Mir geht es so beim Kopf der 200er-Reihe von Yamaha: er lässt sich leicht spielen und der Ton ist dabei schön, aber eben nicht wirklich wandelbar. Hier solltest du dir wirklich viel bzw. genug Zeit nehmen, um Köpfe auf Herz und Nieren zu testen (Sweetspot finden, Artikulation, Oktavsprünge, Legato, Klangfarben, Ansprache).

Bei Powell und bei Muramatsu hatte ich wie bei Yamaha auch sofort einen schönen Ton, aber alles andere hat mir nicht so gefallen. Besonders bei den Powell-Köpfen hatte ich mit dem Rest arge Schwierigkeiten (Artikulation und Ansprache).

Frohes Testen :D

LG

Sheepy

PS: Die Pearl 695 ist laut Website handgemacht und unterscheidet sich deutlich zur 665 und auch zur Azumi. Hier darf man auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Da die Zielgruppe dieses Instruments aber nicht Profis sondern gute Amateure bzw. Semi-Profis sind, lässt zumindest vermuten, dass sich die Köpfe "leichter" spielen lassen. Was hier leichter bedeutet ist auch immer Interpretationssache.
“Faux comme une flûte” est un proverbe musical dès longtemps établi. “Je connais quelque chose de plus faux qu’une flûte, disait Mozart. – C’est? – Deux flûtes.”
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Re: Flötenköpfe Pearl

Beitragvon Doringo » 26.11.2016, 14:49

Sheepy_Hollow hat geschrieben:Hallo Sandpiper,

PS: Die Pearl 695 ist laut Website handgemacht und unterscheidet sich deutlich zur 665 und auch zur Azumi. Hier darf man auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Da die Zielgruppe dieses Instruments aber nicht Profis sondern gute Amateure bzw. Semi-Profis sind, lässt zumindest vermuten, dass sich die Köpfe "leichter" spielen lassen. Was hier leichter bedeutet ist auch immer Interpretationssache.



handgemacht ist ein weitgefasster Begriff
die sind vielleicht mit Hand in den letzten Arbeitsschritten zusammengebaut worden
aber weder das Kofpfstück noch die Mechanik ist wirklich mit der Hand herrgestellt worden
in diesen Preisklassen werden die Flöten nichtmal in Japan produziert sondern in Taiwan oder Südkorea in Massenproduktion ,
handgemacht von allen Teilen und Arbeitsschritten werden Flöten nur in den ganz oberen Preisklassen
jede Flöte ist so einzigartig ,
diese werden auch in Japan selber dann herrgestellt
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Re: Flötenköpfe Pearl

Beitragvon Sheepy_Hollow » 26.11.2016, 19:45

Doringo hat geschrieben:handgemacht ist ein weitgefasster Begriff
die sind vielleicht mit Hand in den letzten Arbeitsschritten zusammengebaut worden
aber weder das Kofpfstück noch die Mechanik ist wirklich mit der Hand herrgestellt worden
in diesen Preisklassen werden die Flöten nichtmal in Japan produziert sondern in Taiwan oder Südkorea in Massenproduktion ,
handgemacht von allen Teilen und Arbeitsschritten werden Flöten nur in den ganz oberen Preisklassen
jede Flöte ist so einzigartig ,
diese werden auch in Japan selber dann herrgestellt


Deshalb schrieb ich ja, dass die 695-Reihe laut Website handgemacht ist.
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Re: Flötenköpfe Pearl

Beitragvon Sandpiper » 30.11.2016, 07:18

Danke für eure Antworten.

Inzwischen habe ich eine Dolce mit Forza- bzw. Largo Kopstück und eine mit dem neuen Brezzakopf getestet.

Der Brezzakopf soll zwischen Largo und Forza liegen und ist aus 958er Silber. Der war schon ganz schön. Eigentlich das, was ich gesucht habe. Gutwillig, laut und leise ist machbar und er hatte auf meiner Muramatsu auch noch einen recht guten Klang. Eben ein Kopf zur Entspannung.

Der Forzakopf ging leicht, aber beinahe zu leicht.

Und der Largo hatte bei mir leider überhaupt keinen Klang.

Ihr habt aber recht, das Rohr konnte mit meinem nicht mithalten. Da hätte ich dann doch lieber nur einen Kopf gekauft. Nur leider gibt den Neuen noch nicht ohne Rohr.
So habe ich also ein bißchen schweren Herzens alles wieder zurückgeschickt.

Aber ganz ausgestanden ist die Sache noch nicht, der Brezzakopf war gut.
Vielleicht gibt es ihn irgendwann einzeln. 8)

Ganz liebe Grüße
Sandpiper
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