Jetzt klappert es - wer weiß Rat?




Alles was zum Thema Querflöte gehört, aber nirgendwo reinpasst

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Jetzt klappert es - wer weiß Rat?

Beitragvon Pusteblume » 04.01.2012, 21:50

Hatte hier neulich in einem anderen Thread erzählt, dass meine Flöte manchmal nicht richtig spielt und die Töne nicht richtig kommen. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass was nicht stimmt.

Also heute war ich in einer guten Instrumentenwerkstatt. Habe sie von meinem Querflötenlehrer empfohlen bekommen, der dort seine Flöten auch immer hin bringt.
In der Tat war es so, dass die ganzen Klappen nicht richtig geschlossen haben und das bei einer neuen Flöten (Altus 1107), die ich erst im September gekauft hatte.
Ja, ich weiß. Normalerweise hätte ich die Flöte zu Musik-Bertram zurück schicken müssen. Da ich aber bald einen Auftritt habe und dafür noch intensiv üben muss, kann ich es mir zeitlich nicht erlauben, die Flöte für mehrere Tage weg zu geben. Um mal schnell dort vorbei zu fahren, wohnen wir auch zu weit weg.

Der Instrumentenbauer hat nun die Flöte wieder gerichtet und das innerhalb von einem Tag, so dass ich die Flöte abends wieder abholen konnte. Er musste sie dafür auseinander nehmen und hat die Polsterklappen eingebrannt (was immer das bedeutet). Jetzt hört sich die Flöte deutlich besser an. Die Töne kommen wieder schön und klar und die Flöte lässt sich super leicht spielen.
Das einzige was mir nun nicht so gefällt, ist, dass nun die Klappen ständig Klappergeräusche beim runter drücken machen. Besonders deutlich hört man das bei schnellen Stücken.
Ich habe zwar die Flöte noch vor Ort ausprobiert und das Klappern auch gleich bemängelt. Der Instrumentenbauer meinte, dass das damit zu tun hat, dass nun die Klappen richtig fest schließen. Vielleicht würde es zusätzlich auch ein bisschen daran liegen, dass ich vorher die Klappen viel fester drücken musste, um sie zu schließen und dass nun noch so in der Handbewegung hätte. Er meinte auch, dass sich das auch noch etwas geben würde. Ich sollte jetzt einfach mal ein bisschen ausprobieren und könnte aber gerne jederzeit wieder kommen, wenn was immer noch nicht in Ordnung ist.
Hmmm, bin jetzt doch etwas unsicher. Sind die Klappgeräusche beim Schließen der Klappen normal und ich habe sie vorher nur nie gehört, weil die Klappen nie richtig geschlossen haben? Gibt sich das Klappergeräusch beim Schließen der Klappe wirklich noch? Drücke ich wirklich aus Gewohnheit noch zu fest? Oder muss die Instrumentenwerkstatt doch noch mal drüber gucken? Was meint ihr?
Leider kann ich die Altus auch nicht wirklich mit meiner alten Yamaha vergleichen. Die Yamaha braucht dringend eine Generalüberholung und braucht komplett neue Polster. Da schließt erst recht nichts mehr.

Ich habe in 3 Wochen mein Vorspiel und jeder Tag zum Üben ist mir eigentlich wichtig. Meinen Flötenlehrer sehe ich erst wieder Ende nächster Woche, so dass ich ihn auch nicht um Rat fragen könnte. Daher wollte ich einfach nochmal hier nachfragen, was ihr darüber denkt.

Danke für eure Hilfe :D :D

Liebe Grüße, Pusteblume
Pusteblume
 
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von Anzeige » 04.01.2012, 21:50

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Re: Jetzt klappert es - wer weiß Rat?

Beitragvon Christina » 05.01.2012, 09:34

Hallo Pusteblume!

Das ist ja echt ärgerlich, dass du so viel Stress mit deiner Flöte hast. Ich habe genau das gleiche Modell und meine zickt eigentlich nie rum.

Normal finde ich das Klappern auch nicht, jedenfalls nicht, wenn es so deutlich auftritt, dass es stört. Ich würde an deiner Stelle dem Instrumentenbauer vertrauen und mal einige Tage abwarten, ob sich das gibt. Wenn nicht stände ich nach einer Woche wieder bei ihm auf der Matte ...
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Re: Jetzt klappert es - wer weiß Rat?

Beitragvon Pusteblume » 05.01.2012, 15:54

Vielen Dank für deine Antwort Christina :D

Ja, das ist wirklich dumm und auch eine ganz blöde Situation.
Meine Eltern hatten heute auch nochmal bei Bert*m angerufen, da wir die Flöte ja erst Ende September dort gekauft hatten.
Man sagte uns, dass das ganz normal sei, dass schon nach so kurzer Zeit die Klappen nicht mehr richtig schließen und sogar schon nach 4 Wochen hätte passieren können. Das was diese Instrumentenwerkstatt gemacht hätte (Flöte komplett auseinander gebaut, Polster eingebrannt) wäre absolut übertrieben gewesen, ein Einstellen und Nachjustieren der Mechanik hätte völlig gelangt.

Meine Eltern hatten dann nochmal mit dieser Werkstatt gesprochen. An dieser Stelle will ich auch nochmal betonen, dass mein Flötenlehrer von diesem Mann absolut begeistert ist und mir diese Werkstatt empfohlen hat. Dieser Mann ist ein Holzblasinstrumentenbauer und ist Meister.
Er verkauft keine Instrumente wie Yamaha, Altus, etc. Ist kein Vertragspartner zu irgend jemand , sondern eine reine Werkstatt. Ich gehe also stark davon aus, dass er Ahnung von dem hat, was er macht. Kam auch absolut so rüber.
Dieser Mann meinte, dass ein Nachjustieren der Mechanik überhaupt nichts gebracht hätte. Die Polster waren nicht in Ordnung. Sie waren franselig, krumm und schief. Ein Polster war auch eingedellt. Normalerweise hätte er sogar ganz andere Sachen gemacht (was genau weiß ich jetzt leider nicht). Die Reparatur hätte im Normalfall sogar deutlich länger gedauert und wäre auch deutlich teurer gekommen.
Aber da die Zeit so gedrängt hat, hat er die Polster leicht eingebrannt.
Er hat sich wirklich gewundert, dass die Flöte schon nach so kurzer Zeit solche Mängel hatte. Meinte auch, dass er das so von diesem Fachgeschäft gar nicht kennt und er selbst diesen Laden sogar immer wieder gerne empfiehlt, wenn es um einen Flötenkauf geht. Er selbst ist dort auch Kunde.
Er war auch gerne bereit, dass Betr*m sich mit ihm in Verbindung setzt, um zu erklären, was mit der Flöte los war.

Wie auch immer, die Flöte lässt sich jetzt wieder gut spielen. Wegen dem Klappengeräusch soll ich am Samstag nochmal zu ihm kommen. Da will er gucken, ob er noch ein bisschen was machen kann. Hoffe, er kriegt das weg. Es sind auch nicht alle Klappen die dieses Geräusch machen. Stören tut mich hauptsächlich die beiden Klappen, die ich mit der linken Hand mit dem Ringfinger und dem Mittelfinger drücke.

Da ich nun leider bei einer anderen Werkstatt war, meinte Bertr*m natürlich nun, dass damit schlimmstenfalls meine Garantie kaputt ist. Ist das denn so?
Aber was hätte ich denn tun können? Das Geschäft liegt nicht bei uns um die Ecke und für das Hin- und Herschicken fehlt einfach die Zeit. Ich habe Anfang nächster Woche ein Konzert, wo ich mitspiele und dann 2 Wochen später auch noch mal ein wichtiges Vorspiel, für das ich noch jeden Tag übe.
Um das Geld, was wir beim Instrumentenbauer bezahlt haben, geht es gar nicht. Es geht nicht darum, dass wir von Bertr*m das Geld für die Reparatur ersetzt bekommen.
Ich mache mir halt nur so Gedanken, dass ich die Garantie nicht verloren habe, falls künftig noch was dran ist.
Das Fachgeschäft war natürlich nicht darüber begeistert, dass ich nicht zu ihnen gekommen bin. War auch irgendwie blöd, dass man am Telefon sagte, dass das übertrieben war, was an der Flöte repariert wurde.
Der Instrumentenbauer war aber meine einzige Möglichkeit. Und ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass er was Unnötiges gemacht hat.

Das da irgendwas nicht mit der Flöte stimmt, hatte ich zwar schon etwas früher gemerkt. Dachte halt erst, dass das vielleicht an mir liegen könnte. Mal ging es gut, dann wieder nicht. Erst letzte Woche war es dann plötzlich besonders blöd auf der Flöte zu spielen, so dass ich dann aber eine schnelle Lösung finden musste.
Ich hatte eigentlich keine andere Chance, als mir hier jemanden zu suchen, der hier in der Nähe ist.

Wie denkt ihr über diese Situation? Würdet ihr euch da auch Gedanken machen? Ich hoffe halt, dass jetzt die Flöte wirklich langfristig in Ordnung ist und dass ich keine großen Probleme habe.
Wie oft bringt ihr eure Flöte denn zum Nachstellen? Lässt man eine Flöte regelmäßig durchgucken oder gibt man sie nur dann in Reparatur, wenn wirklich was nicht funktioniert?

Ach ja, und wie lange hat denn so eine Flöte überhaupt Garantie?

LG, Pusteblume
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Re: Jetzt klappert es - wer weiß Rat?

Beitragvon Carrie » 06.01.2012, 14:52

Hallo Pusteblume,

da ich selbst schon in einer renommierten Flötenbauerwerkstatt gearbeitet habe, mich daher also auch nicht unbedingt als ahnungslos auf diesem Gebiet bezeichnen möchte, möchte ich dir gerne meine Meinung tippen :)

Was Bertram dir erzählt hat, stimmt :) (Und nein, ich bin weder Kundin noch Mitarbeiterin von denen ;) )
Es ist völlig normal, daß eine komplett neu gekaufte Flöte nach kurzer Zeit nicht mehr deckt und nachjustiert werden muß. Die Polster werden zum ersten mal feucht, quellen etwas auf und dadurch kommt es zwangsweise zu Veränderungen. Einmal ordentlich nachjustieren lassen, dann hast du für längere Zeit Ruhe.
(Übrigens ein Grund, warum wir in der Werkstatt die Flöten der Kundschaft gespielt haben, damit eben genau dieses Polster aufquellen und wieder undicht werden noch in der Werkstatt passiert und nicht 2 Wochen später beim Kunden.)
Was der andere Herr gemacht hat halte ich für übertrieben und Geldmacherei. Wenn die Flöte jetzt klappert ist das nicht gerade ein positives Zeugnis für ihn - eher das Gegenteil. Ich würde da nicht mehr hingehen, egal was der Flötenlehrer sagt. Allerdings kann es zum nachjustieren teilweise auch hilfreich sein, die Mechanik teilweise abzunehmen, z.B. wenn ein Überdruck in der E-Mechanik beseitigt werden soll.
Hast du die angeblich franseligen und krummen und schiefen Polster gesehen? Ich kann mir das ehrlich gesagt bei einer neuen Azumi nicht vorstellen. Das klingt für mich nach Ausreden.

Wo wohnst du denn (gerne per PN)? Vielleicht gibts ja doch noch jemanden in deiner Nähe, der sich die Flöte nochmal ansehen kann. Ansonsten würde ich jetzt das Vorspiel spielen (wenn sie soweit hoffentlich läuft) und sie dann nochmal zu Bertram schicken, damit die danach schauen.

Eine viel gespielte Flöte würde ich alle ein bis zwei Jahre mal nachölen und nachjustieren lassen, die Flöten von den Kollegen im Berufsorchester sind allerdings teilweise nach einem Jahr schon "durch" und gehen zur Generalüberholung - aber das zahlt ja auch das Theater.

Die Garantie beträgt, glaube ich, zwei Jahre, betrifft aber nicht die Polster ;) Bin mir da aber nicht ganz sicher, da würde ich an deiner Stelle einfach nochmal bei Bertram nachfragen.

LG
Carrie
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Re: Jetzt klappert es - wer weiß Rat?

Beitragvon Pusteblume » 06.01.2012, 23:30

Hallo Carrie,

danke für deine Antwort.
Habe dir eine PN geschrieben.

Liebe Grüße,
Pusteblume
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Re: Jetzt klappert es - wer weiß Rat?

Beitragvon Pusteblume » 08.01.2012, 14:54

Hallo,
wollte euch nur kurz schreiben, dass die Klappengeräusche zum Glück jetzt auch wieder verschwunden sind.
Ich war gestern nochmal in der Werkstatt bei diesem Instrumentenbauer gewesen. Was genau der Flötenbauer gemacht hat, weiß ich leider nicht. Auf alle Fälle hört man jetzt kein Klappern mehr. Geld musste ich dafür auch nicht nochmal zahlen.
Die Flöte spielt jetzt einfach wieder perfekt :D, was hoffentlich auch jetzt für lange Zeit so bleibt.

Liebe Grüße,
Pusteblume
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