Piccolo?




Alles was zum Thema Querflöte gehört, aber nirgendwo reinpasst

Moderator: Muri

Piccolo?

Beitragvon hummelchen74 » 10.02.2009, 17:49

Ich hab ja schon mal gepostet, das ich gern Querflöte lernen möchte. Jetzt habe ich die Möglichkeit von einer Bekannten eine Piccolo-Flöte zum Probespielen zu bekommen. Sie spielt zur Zeit nicht.
In wie weit ist der Unterschied von einer Piccolo zur "normalen" Querflöte. Also sind die Griffe gleich? Ist es eine Alternative um mal auszuprobieren?
Klar die Tonhöhen sind anders und die Flöte ist kleiner. Aber wie ist es mit dem Ansatz. Kann ich wenn ich Piccolo spielen kann auch gleich die andere spielen???
Sorry, aber ich hab so gar keine Ahnung. Ich werd doch mal in der Musikschule anrufen..
Gruß
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von Anzeige » 10.02.2009, 17:49

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Re: Piccolo?

Beitragvon Luvanir » 10.02.2009, 20:00

Hi du,

die Griffe bei der Piccolo und der "normalen" Querflöte sind identisch. Beim Ansatz gibt es Gemeinsamkeiten und eben auch Unterschiede, daher eignet sich die Piccolo nicht unbedingt zum Einstieg ins Querflötenspiel bzw. als "Übeersatz" für die Große. Du wirst dich normalerweise mit der Piccolo noch schwerer tun als mit der Großen, ein klanglich zufriedenstellendes Ergebnis auf der Piccolo zu erzielen ist gar nicht so einfach. Insgesamt ist die ganze Tonerzeugung bei der Großen einfacher, also auch weniger frustrierender.

Gerade der Ansatz ist ja am Anfang das größte Problem, also macht es kaum Sinn es sich schwerer als unbedingt nötig zu machen. Normalerweise benötigt die Piccolo auch mehr Spannung im Ansatz als die Große, und da die meisten Anfänger sowieso dazu neigen mit zu viel Spannung/Druck/zu fest zu spielen ist es vielleicht nicht wirklich ratsam damit einzusteigen. Im schlimmsten Fall schadet dir also der Einstieg über die Piccolo, im besten Fall bereitet er dich etwas auf das Spiel auf der "Großen" vor. Dazu kommt natürlich das die Piccolo bedingt durch die Höhe weitaus durchdringender ist als die Große und das es daher schneller Probleme mit Nachbarn, Familie etc geben könnte.

Letztendlich gilt: Die Piccolo ist nicht einfach nur eine kleine Querflöte,
Darauf musst du dich einstellen falls du mit ihr anfängst.

Wenn du Piccolo spielen willst kannst du natürlich direkt damit anfangen, wenn du dich nur mit der Piccolo auf die Große vorbereiten möchtest, würde ich dir davon dringend abraten. Die Wahrscheinlichkeit, dass du wenn du einigermaßen Piccolo spielen kannst, gleich auf der Großen genauso spielen kannst sehe ich als sehr gering an (funktioniert anders rum nämlich auch schlecht...).
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Re: Piccolo?

Beitragvon hummelchen74 » 11.02.2009, 08:17

Super, vielen Dank für die super Ausführliche Antwort!
Ich hab mir jetzt erst mal ein Buch über Querflöten gekauft: Querflöte und Piccolo Hugo Pinksterboer und werde das in Ruhe durchlesen und schauen, was für mich das richtige ist. Das gibt es ja wirklich viele Unterschiede, offene Klappen, geschlossene Klappen, Mechanik, Stimmung, Fuß, vorgezogenes G, versilbert, vollsilber... :shock: Alles noch Böhmische Dörfer für mich! Außerdem werde ich mal einen Termin in der Musikschule machen.
Weiß nur noch nicht, wie ich es meinem Mann beibringen soll :wink:
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Re: Piccolo?

Beitragvon Christina » 11.02.2009, 08:28

Ich sehe das genau so wie Luvanir und hätte ähnliche Bedenken. Normalerweise geht man gerade den umgekehrten Weg: erstmal einige Jahre "normale" Flöte um den Ansatz aufzubauen und dann irgendwann die Piccolo dazu. Wie bereits gesagt sind die Griffe gleich, mal abgesehen davon, dass der Piccolo die untersten beiden Klappen fehlen, da ist also beim d' Ende während die Flöte noch bis zum c' (oder mit anderem Fuß sogar h) spielen kann. Ich persönlich merke allerdings beim Spielen von der Grifftechnik her schon einen Unterschied und denke, dass ich mit der Piccolo etwas schneller bin ... kann aber auch Einbildung sein.

Der Faktor "Höhe und Lautstärke" ist übrigens nicht zu unterschätzen. Ich übe zum Beispiel mit der Piccolo gerade besonders hohe Töne in der dritten Oktave, um bestimmte Märsche im Orchester spielen zu können. Zu Hause traue ich mich das gar nicht, weil ich da spätestens nach 15 Minuten Probleme mit meinen Nachbarn bekomme ... alle anderen Instrumente, die ich spiele werden ohne Schwierigkeiten tolleriert. Zum Glück habe ich eine Ausweichmöglichkeit, aber die hat nicht jeder. Piccolo ist gerade in der hohen Lage sehr durchdringend und man hat relativ schnell die "Schmerzgrenze" erreicht.

Frage ist auch, was du später mit dem Instrument machen willst. Die Einsatzmöglichkeiten für die große Querflöte sind wie ich finde größer. Piccolo ist ja eigentlich nur dann interessant, wenn man in irgendeinem Orchester oder so spielt. Selbst da gibt es nicht für alle Stücke Piccolostimmen, so dass die meisten Flötisten ganz nach Bedarf abwechseln.

Wenn es dir nur darum geht, mal ein Instrument zum Ausprobieren zu bekommen, um zu sehen, ob du überhaupt Spaß daran hast, frag doch mal bei einer Musikschule oder einem Musikverein in deiner Nähe nach. Oft haben die Möglichkeiten, Instrumente auszuleihen oder bieten auch "Schnupperstunden" an, wo man die Flöte mit entsprechender Anleitung mal testen kann.
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Re: Piccolo?

Beitragvon La musicienne » 12.02.2009, 19:09

Christina und Luvanir kann ich vollkommen zustimmen.
Ich spiele seit ca. 2 Wochen auch Piccolo (und seit ca. 5 Jahren die große Flöte). Es gibt da schon Unterschiede besonders vom Ansatz her. Auf der Piccolo sprechen die Töne bei mir zwar gut an, bin aber lang nicht so flexibel wie auf der großen, was aber hoffentlich durch die Übung noch kommen wird.

Ich persönlich würde auch raten, mit der großen Flöte anzufangen und erst wenn man einigermaßen sicher ist, Piccolo dazulernen, da die Piccolo vllt. schon etwas heikler ist...

A propos: Da es hier einige gibt, die schon um einiges mehr Erfahrung mit der Piccolo haben, als ich, muss ich mal was fragen: Mir ist aufgefallen, dass speziell die Töne klingend es´´´, e´´´, f´´´ und fis´´´ bei mir eine andere, unklarere oder rauschende Klangfarbe haben. Woran könnte das liegen? Gibtd da irgendwelche Tipps?

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Re: Piccolo?

Beitragvon Christina » 13.02.2009, 12:51

Oh je, da ist wohl mal wieder eine Ferndiagnose gefragt ... schwierig, aber ich gebe einfach mal einige Vermutungen ab. Kein Anspruch auf Vollständigkeit, aber vielleicht hilft es ja weiter:

Zunächst mal ist mir nicht ganz klar, welche Töne du genau meinst. Klingend es''' zum Beispiel wäre ja, da die Piccolo eine Oktave höher klingt als notiert, ein gegriffenes es''. Oder meinst du tatsächlich den Griff in der 3. Oktave - das wäre dann für einen Anfänger auf der Piccolo schon recht hoch und es würde mich nicht weiter wundern, wenn die Töne nicht direkt sauber kommen.

Gut, also eine Möglichkeit, wenn irgendwelche Töne nicht richtig ansprechen oder von der Qualität her extrem abweichen ist natürlich immer, dass evtl. irgendwas an der Flöte nicht 100% dicht ist. Was für eine Piccolo hast du denn? Ist die ganz neu oder schon älter? In deinem Fall halte ich Probleme mit der Flöte zwar für eher unwahrscheinlich, weil dann vermutlich auch noch andere Töne Schwierigkeiten machen würden, aber vielleicht hast du ja die Gelegenheit, das Instrument mal von jemand anderem (Lehrer?) anspielen zu lassen, um das ganz sicher auszuschließen.

Ich würde eher vermuten, dass du dich nach nur zwei Wochen ansatzlich einfach noch nicht ausreichend auf die Piccolo einstellen konntest. Da kommt es dann eben vor, dass bestimmte Töne nicht so sauber rauskommen. Sicher kannst du dich noch an deine Anfangszeit mit der großen Flöte erinnern, da wirst du vielleicht bei einigen Tönen ähnliche Schwierigkeiten gehabt haben. Die Piccolo ist, wie oben schon erwähnt wurde, nicht einfach nur eine kleinere Querflöte, auch wenn das oft wegen der sehr ähnlichen Spieltechnik so gesehen wird. Bei meinen Schülern beobachte ich, wenn sie mit der Piccolo anfangen, oft, dass sie einfach eine falsche Klangvorstellung haben und es dadurch nicht schaffen, den Ansatz entsprechend auf den zu spielenden Ton einzustellen. Das führt dann manchmal zu ähnlichen Ergebnissen, wie du sie beschreibst.

Ich würde dir empfehlen, erstmal viele Ton- und Ansatzübungen mit langen Tönen zu machen. Übungsvarianten dazu wirst du von der normalen Flöte sicher reichlich kennen. Experimentier mit Faktoren wie Lippenstellung und -spannung, Blasdruck, Luftgeschwindigkeit, Anblaswinkel, Stütze usw. herum und probier aus, wie sich das auf die Qualität - besonders deiner "Problemtöne" - auswirkt. Die Chance ist groß, dass du damit nach und nach eine deutliche Verbesserung erzielst.
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Re: Piccolo?

Beitragvon La musicienne » 13.02.2009, 14:26

@Christina: Danke für deine ausführliche Antwort! :wink:
Ich meine das gegriffene es´´, also klingend es´´´ u.s.w.
Es ist ein wahrscheinlich etwas älteres Leihinstrument von meiner Musikschule, Yamaha 62 oder so...ich weiß nur, dass die Flöte generell zu tief ist (in allen Lagen) aber sonst hat sie keine Mängel, soweit ich weiß. Sie wurde ja auch überprüft von meinem Lehrer.
Also die Töne in der 2.Oktave und in der 4.Oktave bis zum h4 kommen alle ziemlich klar, meines Erachtens. Bloß bei den paar speziellen Tönen in der 3.Oktave scheitert es irgendwie.
Das mit der falschen Klangvorstellung kann natürlich schon der Fall sein bei mir, weil ich halt den "metallischen" klaren Ton der anderen Flöte gewohnt bin. Wie sich ein idealer Ton bei einer Piccolo aus Holz allerdings anhören sollte, hab ich bis jetzt noch keine so genaue Vorstellung. Naja dann werd ich mal auf die Suche nach Piccolo-Aufnahmen gehen! :wink:

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Re: Piccolo?

Beitragvon Christina » 14.02.2009, 09:33

Nee, das mit der Klangvorstellung hab' ich anders gemeint ... ich wollte dir jetzt nicht unterstellen, dass du keine Ahnung hast, wie eine Piccolo klingt :wink: .

Also, vielleicht kennst du das ja, dass es leichter ist, einen Ton genau und sauber anzuspielen, den man sich möglichst präziese vorstellen kann. Das bedeutet, egal ob auf der Flöte, Piccolo oder was auch immer sollte ich eigentlich, bevor ich meinen Ton anspiele, ziemlich genau wissen, wie der klingen wird - Tonhöhe, Klangfarbe usw. Dadurch gelingt es mir dann mit zunehmender Spielerfahrung immer besser, meinen Ansatz unbewusst so auf den Ton einzustellen, dass er auch tatsächlich so klingt wie ich ihn haben will. Bei einem Anfänger auf der Piccolo ergibt sich teilweise das Problem, dass er aufgrund des Notenbildes eine völlig andere Tonvorstellung hat, er sieht eine Note und stellt sich automatisch vor, wie sie auf der normalen Flöte klingen würde. Und wen wundert's: das ist er ja schließlich seit einigen Jahren so gewohnt. Für die Piccolo ist dieser "gedachte" Ton natürlich viel zu tief (im Durchschnitt ziemlich genau eine Oktave :wink: ) und entsprechend passt der unbewusst gebildete Ansatz nicht wirklich zu dem, was man dann spielen will - mit einem Ergebnis, das oft ähnlich ausfällt, wie die Probleme, die du beschrieben hast.

Wenn es wirklich daran liegt, kann ich dir allerdings nicht sagen, warum du ausgerechnet nur bei diesen speziellen Tönen Probleme hast. Aber es gibt halt immer Töne, die etwas leichter sauber ansprechen als andere ...
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Re: Piccolo?

Beitragvon La musicienne » 20.02.2009, 15:59

Naja, ich glaub nicht, dass es daran liegt, dass alles eine Oktave höher klingt. Daran gewöhnt man sich eigentlich relativ schnell find ich, mir fällt das nicht mal mehr auf :wink: . Aber ich werde diese Töne dann eben extra üben. Trotzdem danke!
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Re: Piccolo?

Beitragvon La musicienne » 28.02.2009, 14:14

Hallo,

ich hätte noch mal eine Frage zum Üben....obwohl ich jeden Tag Picclo und große Flöte übe, dauert es jedes Mal wenn ich von der einen zur anderen Flöte wechsle ewig (vllt eine Stunde), bis der Ton/Klang auf der jeweiligen Flöte wieder normal ist, also bis ich mein Ansatz eben umgestellt habe.

Wird das immer so bleiben?? Wie ist es bei euch?

Wär es zu empfehlen, Piccolo und große Flöte nicht direkt hintereinander zu üben, sondern an unterscheidlichen Zeiten?

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Re: Piccolo?

Beitragvon Christina » 28.02.2009, 17:13

Hallo!

Also, ich würde eigentlich die Übungszeiten nicht völlig voneinander trennen. Es ist ja der Regelfall, dass man zum Beispiel im Orchester zwischen beiden Instrumenten wechseln muss - von einem Stück zum anderen oder auch mehrmals im gleichen Stück. Dann muss man auch in der Lage sein, den Ansatz relativ schnell umzustellen. Das geht nur, wenn man es auch sonst mal geübt hat. Wenn ich denn mal Piccolo übe, fange ich meistens damit an und mache dann anschließend noch etwas Flöte hinterher zur "Entspannung" quasi.Allerdings muss ich gestehen, dass ich auf der Piccolo eigentlich relativ selten übe, außer wenn ich, wie jetzt gerade, mitten in irgendwelchen Konzertvorbereitungen stecke und den Ansatz dafür aufbauen muss. Meistens habe ich einfach so wenig Zeit, dass ich froh bin, wenn es für die Flöte reicht ... aber das ist ein anderes Thema.

Es ist normal, dass du eine gewisse Anpassungszeit brauchst, wobei ich eine Stunde schon extrem lang finde. Pass auf, dass du durch die Piccolo nicht einen zu festen Ansatz aufbaust. Das Risiko besteht relativ leicht, weil man da ja schon mit etwas mehr Druck und Spannung spielt. Aber du spielst ja auch noch nicht so lange Piccolo, sicher wirst du die Umstellung mit zunehmender Übung schneller schaffen.

Ich finde es bis heute relativ anstrengend, wenn ich ständig zwischen beiden Instrumenten hin und her springen muss. Allerdings klappt die Umstellung mittlerweile innerhalb weniger Takte, sofern beide Flöten gut warmgespielt sind. Mir fällt allerdings auf, dass mir der Wechsel von der Flöte zur Piccolo schwerer fällt als andersrum. Auf der Flöte fühle ich mich jeweils sofort wieder zu Hause und habe auch direkt meine gewohnte Tonqualität. Bei der Piccolo dauert es auch mal etwas länger, bis ich zum Beispiel die ganz hohen Töne sauber erreiche. Das ist immer dann etwas kritisch wenn ich "nur mal eben die eine Solostelle da" auf der Piccolo spielen soll und den Rest des Stückes Flöte.

Liebe Grüße
Christina
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Re: Piccolo?

Beitragvon La musicienne » 01.03.2009, 10:58

Also das Problem mit dem schnellen Wechseln im Orchester hab ich zum Glück nicht. Die Besetzung in unserem Orchester wird wahrscheinlich zwei Flöten und eine Piccolo extra sein.
Ich hab beim Üben auch die Gewohnheit immer zuerst Piccolo und dann Flöte zu spielen, aber vllt sollte ich auch mal öfter hin und her wechseln, um flexibler zu werden.
Noch was: Was sind so die höchsten Töne, die man auf der Piccolo spielen können sollte, die bei klassischer Orchesterliteratur üblicherweise vorkommen ?
Ich frag nur, weil in 2 Wochen in meinem Orchester die Proben anfangen und ich noch keine Noten gekriegt hab. Deshalb will ich mich schon mal bisschen vorbereiten, da ich ja keine Ahnung hab, was da so auf mich zukommt...

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Re: Piccolo?

Beitragvon Christina » 01.03.2009, 12:14

Da habe ich nicht viel Erfahrung, da ich ja in einem Blasorchester spiele und wir wenig klassische Literatur haben. Meine Piccolostimmen unterscheiden sich in der Höhe eigentlich kaum von den typischen Flötennoten. Bis zum (notierten) f''' oder g''' kommt relativ häufig vor, in Ausnahmefällen auch mal bis zum b''', das ist aber echt selten, höher musste ich glaube ich noch nie.

Wirst du dann im Orchester denn nur Piccolo spielen oder habt ihr die Möglichkeit, mal abzuwechseln? Bei uns ist meistens die Piccolostimme nicht so beliebt, weil man da oft weniger zu tun hat als mit der Flöte. (Ist natürlich nicht immer so, es gibt auch wirklich schöne Stücke, die ich gerne auf der Picccolo spiele.) Von unseren zur Zeit sechs Querflöten spielen drei auch Piccolo und wir teilen die Stücke so untereinander auf, dass jede mal drankommt. Damit sind eigentlich alle ganz zufrieden und die Stimme wird immer mit besetzt. Aber nur noch Piccolo ... ich glaube das wäre nicht so mein Fall!
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Re: Piccolo?

Beitragvon La musicienne » 02.03.2009, 19:02

Es ist sinfonisches Orchester, ich nehm also an, dass es bei unserem nächsten Programm zwei Flöten und eine Piccolo geben wird. (Bin aber noch ganz neu dort und hab im Orchester noch nie Piccolo gespielt.) Während dem ganzen Frühlingsprojekt muss man aber dann schon die gleiche Stimme spielen, also wird die Piccolo- stimmme nicht untereinander abgewechselt, glaub ich mal. Ich kenn nur ein Mädchen aus dem Orchester, das auch Piccolo spielt, aber die hat nicht bei jedem Projekt Zeit. Deshalb wurde ich gefragt, ob ich das machen könnte, obwohl ich ja ganz neu bin...mich wundert das irgednwie schon, dass die nicht einfach irgendeine von den etwas erfahreneren Flöten fragen! Also ich bin für den Anfang ja eher froh wenn ich nicht gerade eine der Hauptstimmen hab und nicht ständig spielen muss...bin schon gespannt wie´s wird! Ich hoff irgendwie immer noch, dass die mich erstmal 2.Flöte spielen lassen statt Piccolo, weil ich auf der Flöte halt viel erfahrener und flexibler bin und mich sicherer fühle. Schließlich gibts in dem Orchester schon gewisse Anforderungen...
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Re: Piccolo?

Beitragvon La musicienne » 07.03.2009, 23:58

Ach bin ich froh :) ...heute kamen die Noten fürs Orchester und ich muss nicht Piccolo spielen*uff* sondern erste Flöte, naja wenigstens nicht so schlimm wie Picc...hab aber trotzdem viel zu tun, eine Woche hab ich jetzt Zeit meine Stimme zu üben, bis dann die erste gemeinsame Probe ist und ich die ganze Sinfonie eigenlich können muss/sollte!
Dann hab ich ja zum Glück doch noch etwas mehr Zeit zum Piccolo Lernen, wenn bei dem Werk vorläufig mal keine dabei ist.
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