Querflöte einspielen?




Alles was zum Thema Querflöte gehört, aber nirgendwo reinpasst

Moderator: Muri

Querflöte einspielen?

Beitragvon Susan » 01.09.2008, 21:21

Hallo!

Ich habe heute meine neue (=erste) Querflöte bekommen.
Ich hatte sie bestellt (über ein Fachgeschäft) da es ein vergünstigtes Angebot war & mein Budget seeehr winzig.

Nun wurde mir gesagt, das sei auch eine sehr gute Flöte die vor allem stabil sei und lange halten werde.
Toll! :D

Bis jetzt hatte ich Gelegenheit, sie eine dreiviertel Stunde zu spielen & verglich sie dabei natürlich mit der geliehenen Yamaha 211.
Die Yamaha muss ich auch spätestens nächste Woche der Musikschule zurückgeben.
Jetzt fiel mir auf, dass ich auf der Yamaha, die ich ja nun seit April spiele & die schon etwas älter ist alle Töne bis zum tiefen C problemlos spielen kann.

Meine neue Flöte hat einen Silberkopf (höherer Blaswiderstad? ) und die Teile sind auch wesentlich fester verbunden als bei der Yamaha.
Und auf der konnte ich zuerst nur bis zum tiefen D spielen, dann nach der deiviertel Stunde auch bis zum Cis. Dafür musste ich allerdings üben; tiefes C klappt noch gar nicht, die Flöte klang auch während der Übungssession immer besser.

Von Geigen(saiten) kenne ich es, dass sie erst nach dem Einspielen nach einigen Tagen ihren vollen Klang entfalten, ist das bei Querflöten auch so?

Oder muss ich mich evtl. erst an das andere Kopfstück gewöhnen (evtl. anderer Ansatz)?

Wie gesagt, die Flöte soll nicht schlecht sein & vergünstigt war sie auch nur aufgrund angeblicher Schönheitsfehler, die aber sehr schwer zu sehen sind.

Was muss man denn sonst beim Übergang vom versilberten zum Vollsilberkopfstück beachten?

Lieber Grüße von
Susan
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von Anzeige » 01.09.2008, 21:21

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Re: Querflöte einspielen?

Beitragvon Christina » 02.09.2008, 08:51

Hallo Susan!

Also, direkt "einspielen" wie z.B. ein Holzinstrument, das sich erst an die feuchte Atemluft gewöhnen muß oder auch Saiten (Geige kenn' ich nicht, ist aber bei der Gitarre so), die sich an den Zug anpassen und sich vorher immer wieder verstimmen, musst du eine Querflöte nicht. Allerdings ist es so, dass sich jede Flöte etwas anders spielt und es darum gut möglich ist, dass du einige Zeit brauchst, um dich an das neue Instrument zu gewöhnen. Da reicht zum Beispiel ein geringfügig anderes Mundloch und die Flöte spricht ganz anders an, als du es gewohnt bist. Auch das Material spielt natürlich eine Rolle. Das sollte aber in den nächsten Tagen immer besser werden.

Eine andere Sache ist das mit den tiefen Tönen. Die sind auf der Flöte ja sowiso nicht so ganz einfach zu spielen. Gerade cis und c sprechen oft ziemlich schwer an. Und ich glaube, du spielst ja auch noch nicht so lange (oder verwechsle ich dich da jetzt?). Wenn das Problem anhält, lass evtl. mal deinen Lehrer die Flöte anspielen, es kann sein, dass die Mechanik am Fußstück etwas nachgestellt werden muss. Für das c solltest du mal versuchen, mit dem kl. Finger gleichzeitig die cis-Klappe und die Rolle für das c zu drücken. Bei vielen Flöten kommt der Ton dann.

Ansonsten Glückwunsch zur neuen Flöte, ich wünsch' dir ganz viel Spaß damit! Was für eine ist es denn?

Viele Grüße
Christina
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Re: Querflöte einspielen?

Beitragvon *klara* » 02.09.2008, 10:02

Huhu,
Also ich kann mich Christina da nur anschließen.

Man brauch eine Zeit um sich an eine andere Querflöte zu gewöhnen.
Ich hatte das Glück, dass es für mich nur eine kleine Umstellung von meiner alten Querflöte auf die neue war ;)

Aber, ich habe mal, als ich bei meiner Freundin war (da hatte ich noch meine alte Querflöte), ihre spielen müssen, weil sie sich selbst mal davon überzeugen musste wie "toll" meine Querflöte ist.

Sie ist als wir dann gemeinsam ein Lied spielen wollten, auf meiner Querflöte schier verzweifelt. In dem Fall lag es vermutlich aber nicht daran, dass sie ganz anders zu spielen war, sondern ganz einfach an der Querflöte :lol:

Allerdings bin auch ich erschrocken im ersten Moment.
Ich habe am Anfang keinen geraden Ton rausgekriegt, bis mir dann meine Freundin sagte, dass man bei ihrer Querflöte weiter weg von der Mundlochplatte müsse, weil die Querflöte sonst ganz verstimmt klinge. Nunja.. wo sie Recht hat, hat sie Recht --> die Querflöte hat gut geklungen ;)

Also, ich finde, jeder hat ja sowieso seinen "persönlichen" Ansatz und jeder kann mit einer bestimmten "Stellung" zur Mundlochplatte (ich hoffe, dass das jetzt verständlich und richtig erklärt ist :oops: ) am besten spielen.
Das findet sich mit der Zeit aber eigentlich von alleine, du findest ja heraus, wie es am besten klingt, du dich am wohlsten fühlst usw. ;)

glg
Klara

PS: An die Erfahrenen hier, wenn ich hier irgendwas falsch geschrieben habe, bitte korrigieren :oops:
Nicht jedes Ende ist ein Ziel.
Das Ende der Melodie ist nicht deren Ziel,
Aber trotzdem:
Hat die Melodie nicht ihr Ende erreicht,
So hat sie auch ihr Ziel nicht erreicht.
Ein Gleichnis.
(Friedrich Nietzsche)
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Re: Querflöte einspielen?

Beitragvon Susan » 03.09.2008, 00:31

Danke für Eure Antworten!

Ja, heute ging es schon ein bisschen besser: ich hatte aber auch niccht viel Zeit zum Spielen.

@ Christina Eine Viento 250 R (mit Ringklappen halt) Oringinalpreis 600 € (ich hab sie glücklicherweise günstiger bekommen, muss gerade sparen wie alle zur Zeit...). Keine Ahnung, ob man die dann Anfängerinstrument oder Mittelklasseflöte einstufen würde (wahrscheinlich ersteres).

Jedenfalls ist das jetzt eine Flöte, die ich die nächsten 15 Jahre spielen kann (auch von der Verarbeitung her).

Es kursieren ja so viele Leitlinien und Warnungen zum Thema Flötenkauf, dass ich glücklich bin, mir mit dieser Flöte die meisten Optionen offen gelassen zu haben (z. B. einige moderne Techniken soll man ja mit geschlossenen Klappen nicht spielen können...).

Ich hab mir mal aus Spaß ein paar Prospekte aus dem Geschäft mitgenommen & hinterher im Internet die Preise nachgeschlagen.
Die Preise für Pearlflöte schießen ja ziemlich schnell steil in die Höhe (Entschuldigungsanfängerinstrument für 500€ und dann geht es sehr steil bergauf).
Es werden ja durchaus auch Schüler(!)instrumente für 2000 bis 4000 € angeboten...*schluck*.
Andererseits heißt es im "Pocketinfo", dass die meisten Flötisten auf allen Instrumenten ähnlich klingen, weil es hauptsächlich auf die Technik ankommt.

Wenn man sich die Preise für die Azumi 1000, 2000 & 3000 ansieht, scheinen einige gute Amateurflöten ja doch auch günstiger zu werden (Azumi 3000 Vollsilberrohr & -kopf für ca. 1500 € - da heißt es im Pocketinfo auch, dass dort die Preise für Silberkopfflöten (!) anfangen.

Mir reicht es halt zu wissen, dass ich auf dieser Flöte noch "wachsen" kann und nicht gleich in zwei Jahren eine neue brauche.

Übrigens interessant finde ich folgendes:

Hier
http://de.youtube.com/watch?v=dKR5BOgdiTQ
spielt Nina Perlove eine wohl seeehr teure Goldflöte.
Der Klang gefällt mir gar nicht, klingt zu "luftig" für mich.

Diese Flöte dagegen ist "nur" aus Vollsilber und auch nicht *so* teuer (ich meine mal was von 4000 $ gehört zu haben, muss aber nicht stimmen) und DEN Klang hätte ich gern (auch das Stück, ist aber wohl nicht verfügbar :) ).
http://de.youtube.com/watch?v=ekekiZaZBKw

Da soll ja eine Goldflöte wesentlich "besser" sein, aber Jennifer Cluffs Klang (oder der ihrer Flöte?) gefällt mir hier um Klassen besser.

Was meint ihr?

Liebe Grüße von Susan

Übrigens bin ich regelrecht froh, NICHT Probe gespielt zu haben, denn dann hätte ich wohl alle Flöten als "schlecht" abgelehnt, weil ich nicht damit vertraut war (und wäre es in einer halben Stunde wohl auch nicht geworden).
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Re: Querflöte einspielen?

Beitragvon Christina » 03.09.2008, 07:40

Ich finde es ziemlich schwierig, den Klang zu vergleichen. Andere Flötistin, anderes Instrument, anderes Stück, andere Umgebung ... wie will man da entscheiden, woran es wirklich liegt ...

Sicher ist deine Aussage zum Teil richtig, dass der Klang hauptsächlich vom Flötisten abhängt. Aber das Instrument spielt doch auch eine große Rolle, finde ich. Wenn ich zum Beispiel auf der Anfängerflöte eines meiner Schüler spiele, dann bin ich zwar durchaus dazu in der Lage, das Teil vernünftig klingen zu lassen. Aber ich muss mich wesentlich mehr anstrengen, um meine gewohnte Klangvorstellung umzusetzen, als wenn ich auf meiner eigenen Flöte spiele. Und um dieses andere Spielgefühl geht es ja in erster Linie, wenn ich mich für eine Flöte entscheide. Ich suche mir das Instrument aus, bei dem es mir am leichtesten fällt, meine persönlichen Tonvorstellungen umzusetzen. Gerade darum finde ich es so wichtig, eine Flöte, die ich evtl. kaufen möchte, auch mal anzuspielen. Das geht nicht gegen dich, Susan, wenn du mit deinem Kauf auch so zufrieden bist, ist das okay. Aber ich würde niemals eine Flöte kaufen, auf der ich noch keinen einzigen Ton gespielt habe, nur Aufgrund Material, Preis, Aussehen oder was auch immer!

Dass ich mich in der kurzen Zeit, die ich eine Flöte im Geschäft ausprobieren kann, nicht vollkommen an das Instrument gewöhne, ist völlig klar. Aber ob mir die Ansprache und die "Reaktion" der Flöte auf meine Spielweise gefällt oder nicht, das merke ich in der Regel ziemlich schnell. Gerade wenn ich verschiedene Flöten abwechselnd spiele, was ich ja beim Ausprobieren mache, kann ich da die unterschiedlichen Eigenschaften ziemlich gut vergleichen.
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