Ringklappen




Alles was zum Thema Querflöte gehört, aber nirgendwo reinpasst

Moderator: Muri

Ringklappen

Beitragvon Anja » 12.09.2016, 11:33

Hallo,

mit dem Lehrbuch "Magic Flute 1" (alte Ausgabe) bin ich, nachdem ich vor ca. 3 Monaten richtig angefangen habe, zu lernen, inklusive der aktuellen Downloads aus dem Internet fast durch, wobei das letzte Kapitel echt schwer ist und eine Menge an Übungen beinhaltet, die ich noch durchnehmen muss. Die vor ca. 18 Jahren gekaufte Armstrong 107 E hat jetzt also doch noch genau das geleistet, für das ich sie einst vorgesehen hatte :wink: Nach wie vor ist ihr Klang in meinen Ohren aber doch eher nicht wirklich schön und sie dazu ist sie auch noch sehr laut. Zudem klappert die Mechanik laut hörbar, was aber auch an meinen ungeübten Fingern liegen mag. Mich bringt das Klappern allerdings momentan eher durcheinander. Kurzum: Ich ziehe es in Erwägung, eine "etwas bessere" Flöte zu kaufen.

Ich denke, eine wirklich sehr gute Flöte zu erstehen, ist zu früh. Ich kann mir kein ausreichendes Bild darüber machen, was eine "passende" Flöte für mich sein könnte und was nicht. Von daher habe ich jetzt eine Trevor James CF mit Silberkopfstück in die engere Auswahl aufgenommen. Mir gefällt bei dem Angebot, dass man sie mit zwei Kopfstücken zu kaufen bekommt und ich so mehr Dinge habe, die ich dauerhaft ausprobieren kann. Das zweite Kopfstück ist dabei aus Holz. Ich habe die Flöte beim Online-Händler Zauberflöte Mannheim gefunden. Zwar gibt es die Flöte auch ohne Ringklappen, im aktuellen Angebot ist aber nur eine mit Ringklappen.

Da ich insbesondere mit der linken Hand Probleme habe, werde ich die Ringklappe für den linken Ringfinger wohl niemals öffnen können (also den Plasikkeinsatz herausnehmen). Von daher wollte ich eigentlich nur eine Querflöte mit geschlossenen Klappen kaufen. Zuerst fand ich das mit den geschlossenen Klappen beim Spielen übrigens sehr merkwürdig, da ich ja an Blockflöten gewöhnt bin. Nun gibt es also dieses Angebot mit Ringklappen und mir stellen sich die folgenden Fragen:

Ist es möglich, das so ein Plastikverschluss zeitlebens in der Flöte verbleibt? Oder sind diese Plastikverschlüsse nur als kurzzeitige Verschlüsse zu sehen, bis der / die Flötenspieler/in sich an die offenen Klappen gewöhnt hat?

Die Verschlüsse der Klappen für die rechte Hand brauche ich vermutlich nicht, aber für die linke Hand glaube ich, dass ich nicht die Löcher dauerhaft verschlossen bekomme ohne dass die komplette Hand wieder anfängt zu schmerzen. Sollte ich eine Querflöte mit Ringklappen oder doch besser ganz ohne Ringklappen kaufen? Wie lange kann man theoretisch einen Plastikverschluss in einer Klappe belassen oder kann es damit irgendwann zu Problemen kommen? Kann man die Plastikverschlüsse ein paar mal rein und rausmachen oder ist das nicht möglich?

Vielen Dank für Eure Antworten vorab!
Anja
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von Anzeige » 12.09.2016, 11:33

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Re: Ringklappen

Beitragvon tityre » 12.09.2016, 11:55

Ich wüsste nicht, was dagegen spräche, die Stöpsel für immer drin zu lassen. Und in den anderen Fingern kannst Du dann trotzdem vom besseren Spielgefühl profitieren.

Ich kenne eine Flötistin, die Stein und Bein schwört, dass eine Flöte mit offenen Klappen immer besser klingt, auch wenn die Stöpsel drin sind. Ich kann das so nicht bestätigen, aber vielleicht sind meine Ohren nicht gut genug.

Für offene Klappen spricht auf jeden Fall, dass die Flöte sich später besser weiter verkaufen lässt, weil heute doch die allermeisten gleich mit offenen Klappen spielen; ist einfach zeitgemäß.
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Re: Ringklappen

Beitragvon La musicienne » 12.09.2016, 12:01

Hallo Anja,
die Plastikstöpsel kannst du so oft raus und reinmachen wie du möchtest. Es gibt auch Leute, die einzelne Stöpsel immer drin lassen. Mich persönlich allerdings würde das Kunststoffgefühl des Stöpsels stören. Normalerweise werden die Stöpsel als Übergangslösung verwendet und dann nacheinander entfernt, bis jeder Finger sich an die Ringklappen gewöhnt hat und sauber deckt.
Vielleicht kannst du die Flöte mit Ringklappen eine Weile ausprobieren und testen wie du damit zurecht kommst.
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Re: Ringklappen

Beitragvon Altetröte » 12.09.2016, 14:48

Wenn Du eine Klappe auf Dauer zustöpseln möchtest, gibt es dafür auch feste Plug-ins aus Silber, das fühlt sich wie eine geschlossene Klappe an. Aber ich würde auch erst einmal versuchen, ohne Stöpsel zu spielen.
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Re: Ringklappen

Beitragvon Anja » 12.09.2016, 20:26

Danke für Eure Rückmeldungen!!

Dass es sogar Stöpsel aus Silber gibt, damit die Flöte dann wenigstens gut aussieht, darauf wäre ich so erstmal nicht gekommen, obwohl es sich ja sehr logisch anhört. Dass sich das Plastik nicht so gut anfühlt auf Dauer, kann ich mir vorstellen. Habe heute nochmal genau meine Finger beobachtet. Bei der linken Hand ist es wirklich problematisch, wenn ich länger spielen will. Ich brauche definitiv die vorgezogene G-Klappe, sonst ist die Klappe für mich nicht dauerhaft zu erreichen. Danke Euch für die Tipps :D

Ich muss jetzt nochmal in mich gehen...
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Re: Ringklappen

Beitragvon tityre » 13.09.2016, 13:45

Nerd hat geschrieben:Mein Lehrer hat mir heute, nachdem ich wie von ihm meine Flöte mit vorgezogener G-Klappe gegen eine Inline-Flöte getauscht hatte, eiskalt, bis auf den Stöpsel in der G-Klappe, alle rausgedrückt mit den Worten, spätestens wenn es 3-4 Tage gequitscht hat, hältst du die Löcher dicht. :roll:

Den Stöpsel der G-Klappe liess er drin weil ich früher mit vorgezogener G-Klappe spielte, kündigte aber an, sobald ich mich an die "neue" Anordnung gewöhnt habe, diesen auch zu entfernen.

Ist also meistens nur eine Übungssache. Und ehrlich gesagt fühlt es sich besser an und die Fingerkuppen haben einen besseren Halt als auf geschlossenen oder zugestöpselten Klappen, zumindest fühlt es sich für mich so an.


Da möchte ich widersprechen. Man kann die Stöpsel ein winziges Stück tiefer drücken und hat dann ein Gefühl, dass dem Spielgefühl auf offenen Klappen recht nahe kommt.

Weiterhin ist es nicht bei jedem Spieler möglich, alle Stöpsel zu entfernen; es ist also nicht immer nur Übungssache. Vielleicht gibt es physiognomische Besonderheiten oder auch gesundheitliche Einschränkungen, die das unmöglich machen. Anja hatte ja z.B. von Schmerzen geschrieben.

Ich würde weiterhin zu offenen Klappen raten, einfach, weil Du damit alle Freiheiten hast und die Flöte sich, wie bereits erwähnt, besser weiter verkaufen lässt. Und wenn man optische Probleme hat (mich würde es jetzt nicht wirklich stören), bleibt ja immer noch die Lösung mit den Silberstöpseln.
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Re: Ringklappen

Beitragvon joy » 13.09.2016, 16:23

Anja hat geschrieben:Dass es sogar Stöpsel aus Silber gibt, damit die Flöte dann wenigstens gut aussieht, darauf wäre ich so erstmal nicht gekommen, obwohl es sich ja sehr logisch anhört. Dass sich das Plastik nicht so gut anfühlt auf Dauer, kann ich mir vorstellen.


Meine Stöpsel, die ich allerdings nie benutze, sind aus durchsichtigem Silikon und haben einen Durchmesser von ca. 8 mm. Ich habe mal probeweise die beiden Ringklappen für die linke Hand zugestöpselt. Wenn ich direkt davor stand, war der Unterschied natürlich gut zu sehen. Aber schon aus ca. 2 m Entfernung habe ich keinen Unterschied mehr zu den anderen geschlossenen Klappen gesehen. Den Unterschied zu den Ringklappen sah man natürlich schon, aber den hat man ja sowieso, da die Querflöte insgesamt nur 5 Ringklappen hat.

Ich habe es nicht bereut, mir direkt eine Querflöte mit Ringklappen gekauft zu haben. Einfach, weil ich damit mehr Möglichkeiten habe und gleich eine gute Fingerhaltung trainiere.
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Re: Ringklappen

Beitragvon Anja » 13.09.2016, 21:56

So, nachdem ich meinen Kontostand eingehend geprüft habe, ist die Flöte nun bestellt :D Wenn sie mir gar nicht gefällt, gibt es ja im Shop immer noch Azumis, die sicherlich ohne Fehl und Tadel sind, was den Klang anbetrifft und eine Woche bekommt man sogar das Geld zurück erstattet, wenn man die Flöte nicht kaufen möchte.

Da ich in den letzten 2-3 Monaten ein selbst-initiiertes Powertraining hinsichtlich des Querflötens absolviert hatte, habe ich während dieser Zeit meine Blockflöten nicht mehr angeschaut, um die anderen Griffe für die Querflöte dauerhaft in meinem Kopf klar zu bekommen. Alles im Hinblick darauf, dass ich die Griffe draufhaben muss, wenn mein Urlaub zu Ende ist und der Stress wieder losgeht. Also ging es jeden Tag Knall auf Fall voran, denn ich habe ja schon einmal mit dem Lernen aufgehört, weil mir das Ganze zu langweilig war, weil ich zu wenige Noten spielen konnte. Also hieß es jetzt mal, Zähne zusammenbeißen und schön konzentriert arbeiten.

Jetzt muss ich allerdings das Überblasen erstmal tüchtig üben, denn es bereitet mir echte Probleme, wenn ich ein hohen Ton (fis oder g) direkt anblasen muss. Seltsamerweise ist a kein Problem (???). Darum habe ich alle möglichen bei mir vorhandenen Notenhefte durchgeschaut und bin jetzt bei Abba gelandet, um das Überblasen ausreichend abwechslungsreich üben zu können :) Einfache Melodien und immer einmal in der unteren Oktave und dann in der nächst höheren zu spielen! Genau das, was ich brauche :)

Meine zweite Oktave klingt absolut schauderlich, wie sich nach dieser kurzen Trainingszeit vermutlich jeder denken kann und meine Ohren freuen sich jedes Mal, wenn wir wieder bei der unteren Oktave angekommen sind, die inzwischen gut anzuhören ist. Also habe ich heute doch wieder zu meiner wundervollen Huber-Tenorflöte gegriffen, die ich allerdings wohl das letzte mal zu Weihnachten gespielt habe - wegen der Belastung für die Hände - um nochmal kurz zu hören, wie es in der höheren Oktave eigentlich klingen müsste 8) Was für ein Teil und das obwohl sie ein gutes Stück an Ausdruck verloren hat, weil sie nicht oft genug gespielt wurde?! Das ganze Holz vibriert, die Luft vibriert unter den Fingen. Ich hatte es fast schon vergessen, wie gut sich Melodien anfühlen können (und sollten). Alles spricht also zumindest schonmal klar für Ringklappen!

Ich weiß nicht, ob man es generell so machen sollte, aber der Vergleich von der Tenorflöte und der Querflöte ist gigantisch. Die Armstrong klingt einfach "matt". Wirklich keinerlei Brillianz. Die untere Oktave ist passabel, aber so sehr ich mich auch angestrengt habe, auch nur einem einzigen Ton der zweiten Oktave Leben einzuhauchen. Es hat schlicht nicht geklappt. Es wird zwar durchaus besser, wenn ich mich richtig ins Zeug lege, aber es ist doch weit entfernt von einem guten Ton. Das ist auch der Eindruck, den ich damals beim Vorspielen durch den Musikus im Geschäft hatte: Sie hat ein enttäuschendes Klangbild. Also hoffe ich jetzt, dass die neue Flöte wenigstens ein klein wenig besser klingt, wenn sie schon 10 mal so viel kostet, wie die alte im letzten Jahrtausend 8)

Aber die Armstrong hat auch ihre guten Seiten: Sie hat immerhin einen sehr guten, stabilen und quasi unkaputtbaren Flötenkasten mit wundervollem lila Samt ausgelegt. Das hatte ich mir auch damals schon als Trost zurecht gelegt :? und schließlich ist sie gut versichert, wenn sie weiterhin in der Gartenlaube lebt.
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Re: Ringklappen

Beitragvon tityre » 13.09.2016, 22:13

Viele Schulen empfehlen, von Anfang an zu Überblasen; heutzutage ist das wohl die übliche Vorgehensweise. Ich habe jedoch auch schon gelesen, man solle damit erst beginnen, wenn die erste Oktave sehr stabil und sicher ist. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie ich es gelernt habe, aber vielleicht solltest Du Dir einfach ein bisschen mehr Zeit lassen. Es könnte ja auch sein, dass man das individuell unterschiedlich handhaben muss. Nicht jede Methode muss für jeden passen.

Hast Du schon mal mit Flageolett-Tönen experimentiert? Es gibt ein Video mit der Emily Beynln, in dem die das anz toll erklärt.

Und ist Dir im Kopf klar, was Du verändern musst, damit der hohe Ton kommt?

Dass Töne unterschiedlich ansprechen ist nicht ungewöhnlich.
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Re: Ringklappen

Beitragvon Anja » 13.09.2016, 23:32

Also theoretisches Wissen besitze ich nur absolut minimal. Aber zum Glück kann man ja alles ergooglen und so erfahren, was ein Flageolett ist :-)

http://www.flutexpansions.com/flageolett

Scheint ja ziemlich kompliziert zu sein?! Ein weiterer Grund, irgendwann doch mal Unterricht zu nehmen, scheint mir.

Dazu hatte ich mir aber vor ein paar Tagen ein Video angeschaut und habe es gestern /vorgestern zum ersten mal ausprobiert. Es braucht also wirklich noch etwas Zeit :wink: Deswegen bin ich ja auch froh, erstmal durch Band 1 der Magic Flute "durch" zu sein. Jetzt habe ich Muße, endlich so lange daran zu üben, wie es halt braucht.

Du meinst das Video "Emily Beynon about Harmonics for Flutists"? Das ist wirklich eine sehr gute und verständliche Erklärung. Danke! Ich hatte mir bisher eine Elisabeth Velez Urie aufgeschrieben, die auch sehr verständliche Videos herstellt.

Momentan bin ich bei Tönen, die nicht auf Anhieb funktionieren, meistens erstmal einfach nur "laut". Von daher kann ich es besser trainieren, wenn ich den Ton für etwas spielen muss, bei dem ich mir exakt vorstellen kann, wie es sich richtigerweise anhören müsste. Da ist Abba das momentane non-plus-ultra :? auch wenn es sonst nicht so ganz mein Ding ist. Die Irish Folk-Stücke, die ich sonst spiele, haben meistens zu viele hohe Töne, die "wichtig" sind für die Melodie. Bei Abba stört es nicht weiter, wenn es sich erstmal zur Hälfte schrecklich anhört :) - Ich hoffe, die Abba-Fans sind mir nicht böse 8)

Das ist auch echt mein Kritikpunkt an dem Lehrbuch "Magic Flute 1" in der alten Edition. In den dort abgedruckten Stücken ist vom Prinzip her nur immer eine extrem schwierige Stelle. Das mag zwar einen Schüler glücklich machen, dass es dann trotzdem noch einigermaßen spielbar ist, aber es reicht nicht, um das Überblasen zu üben. Ich finde es da besser, einfach etwas zu spielen, was erstmal überhaupt nicht funktioniert, weil ich die Technik eben noch nicht beherrsche. Dann ist der Druck, es richtig zu machen viel höher und der Fortschritt auch viel besser hörbar.

Um es dann aber auch noch richtig unvorteilhaft weiter im Buch zu erläutern, werden nach den eher einfachen Sachen (oder einfach ignorierbaren Sachen) schnell noch drei Etüden ins Buch eingeschoben, ohne zu erklären, was Etüden sind. Die sind dann hammerhart (und zudem auch nicht als Beispiel auf der CD!) und danach kommt als letzes Stück "Cancan", was ja durchaus wieder erlernbar ist - bis auf eben wieder eine schwierige Stelle, bei der man das hohe g auf Anhieb braucht. Das passt einfach für mich von der Lernreihenfolge nicht.

Die ganze Zeit hat das Buch für mich vortrefflich funktioniert (mal abgesehen von dem es-dur-Kapitel, was irgendwie wie ein Fremdkörper wirkt und ebenfalls viel weitgreifender geübt werden muss - jedenfalls von mir - denn in den nachfolgenden Stücken wird der Inhalt des Kapitels dann kaum noch benötigt und wurde damit auch prompt von mir wieder als "unwichtig" vergessen), aber die letzten zwei Kapitel haben zu viele Informationen auf zu engem Raum mit zu wenigen Beispielen. Da ist es gut, dass das Buch erstmal zu Ende ist und ich genug Informationen sammeln konnte, um jetzt nach eigenem Ermessen weiter alles auzuprobieren und nach und nach zu automatisieren.

Au Backe. Abgedriftet. Armer Forenmaster!
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Re: Ringklappen

Beitragvon minuetto » 14.09.2016, 00:44

Liebe Anja,
erstmal ganz herzlichen Glückwunsch zu Deiner neuen Flöte :D
der Klang (timbre) der Querflöte ist schon ziemlich anders als der der Blockflöte, für Blockflötenspieler vielleicht sogar etwas "gewöhnungsbedürftig" (hatte mir seinerzeit während längerer Zeit überlegt, eine Voice-flute (d'-Flöte) zu kaufen, die hat den größten Tonumfang, ist ein klein wenig kürzer als eine Tenorflöte).
Bei der Querflöte muss der schöne obertonreiche Klang vermehrt geübt/erarbeitet werden (könnte mit der unterschiedlichen Tonerzeugung/Blastechnik zusammenhängen). Dein Lehrbuch kenn ich nicht, vielleicht wird dort der Aspekt der Tonbildung etwas vernachläßigt (vielleicht warst Du auch etwas zu sehr mit "Vorwärtskommen" und Griffen beschäftigt und hast daher etwas andere Schwerpunkte gesetzt, was bitte nicht als Kritik an Deinem Vorgehen zu werten ist).
Deine Tonbildungsübungen am/mit dem Abba Lied werden Dich auf jeden Fall ein gutes Stück weiterbringen. Kann durchaus sein, dass Du (zu einem späteren Zeitpunkt) sogar dazu übergehen wirst, das Lied durch (fast) alle Tonarten zu transponieren.
Weiterhin viel Freude mit Deinen Flöten.
Gruß, minuetto
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Re: Ringklappen

Beitragvon joy » 14.09.2016, 11:58

Anja hat geschrieben:Jetzt muss ich allerdings das Überblasen erstmal tüchtig üben, denn es bereitet mir echte Probleme, wenn ich ein hohen Ton (fis oder g) direkt anblasen muss. Seltsamerweise ist a kein Problem (???). Darum habe ich alle möglichen bei mir vorhandenen Notenhefte durchgeschaut und bin jetzt bei Abba gelandet, um das Überblasen ausreichend abwechslungsreich üben zu können :) Einfache Melodien und immer einmal in der unteren Oktave und dann in der nächst höheren zu spielen! Genau das, was ich brauche :)

Meine zweite Oktave klingt absolut schauderlich, wie sich nach dieser kurzen Trainingszeit vermutlich jeder denken kann und meine Ohren freuen sich jedes Mal, wenn wir wieder bei der unteren Oktave angekommen sind, die inzwischen gut anzuhören ist. Also habe ich heute doch wieder zu meiner wundervollen Huber-Tenorflöte gegriffen, die ich allerdings wohl das letzte mal zu Weihnachten gespielt habe - wegen der Belastung für die Hände - um nochmal kurz zu hören, wie es in der höheren Oktave eigentlich klingen müsste


Kennst du die Notenschleuder? Da kannst du dir Lieder oder Musikstücke raussuchen, die dich interessieren und diese in alle möglichen Tonarten transponieren. Du kannst auch z. B. eingeben, welches der höchste Ton sein soll. Als ich die 2. Oktave geübt habe, hat mir das sehr geholfen. Ich habe mir damals viele Lieder in mehreren Tonarten ausgedruckt, je nachdem, was ich gerade üben wollte. Und als ich dann bei der 3. Oktave war, sind mir irgendwann beim Stöbern in meinen Noten diese ausgedruckten Noten in die Finger gekommen und ich habe einige davon oktaviert in die 3. Oktave gespielt. Oder nacheinander in 3 Oktaven.

(Und nebenbei: Wenn du mit der Tenorblockflöte auch Probleme mit der linken Hand hast, hast du dann mal Knicktenöre oder Comfort-Tenöre probiert? Die Knicktenöre sind geknickt, sodass man sie besser greifen kann und die Comfort-Tenöre haben auch eine Klappe für die linke Hand und Klappen für die rechte Hand, siehe z. B. hier.)
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Re: Ringklappen

Beitragvon Doringo » 15.09.2016, 20:56

der Klang einer Ringklappenflöten wird aber wenn alle Plastikstöpsel drinne sind schlechter ,
ohne die Plastikstöpsel hat die Flöte einen viel volleren Klang ,
so hat es mir auch mein Lehrer gesagt , ich wollte es nicht glauben aber es ist wirklich so ,
ich spiele selber eine handgefertigte Yamaha 894 mit Ringklappen und In line ,
mit Plastikstöpseln ist der Klang viel flacher ,
es gibt auch Stöpsel die sind unten aus Metall ,
aber wenn man die Stöpsel sowieso nicht rausmachen möchte kann man gleich eine Flöte mit geschlossenen Klappen kaufen
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Re: Ringklappen

Beitragvon elfin » 16.09.2016, 15:01

Doringo hat geschrieben:der Klang einer Ringklappenflöten wird aber wenn alle Plastikstöpsel drinne sind schlechter ,
ohne die Plastikstöpsel hat die Flöte einen viel volleren Klang ,
so hat es mir auch mein Lehrer gesagt , ich wollte es nicht glauben aber es ist wirklich so ,
ich spiele selber eine handgefertigte Yamaha 894 mit Ringklappen und In line ,
mit Plastikstöpseln ist der Klang viel flacher ,
es gibt auch Stöpsel die sind unten aus Metall ,
aber wenn man die Stöpsel sowieso nicht rausmachen möchte kann man gleich eine Flöte mit geschlossenen Klappen kaufen


Hast du den Thread hier vor deinem Beitrag überhaupt gelesen?
Als Anfänger ist der Klang, der minimal schlechter wird mit den Stöpseln, erst mal völlig nebensächlich. Die Frage beim Kauf einer neuen Flöte ist ja das Potential was in ihr steckt, was ich hoffentlich irgendwann mal voll ausschöpfen kann.
Abgesehen davon will die Threaderstellerin nur EINEN Stöpsel dauerhaft drin lassen wegen Schmerzen der linken Hand. Das wird wohl kaum den Klang später mal hörbar beeinflussen...

Ich bin ebenfalls Anfängerin und habe vor ein paar Monaten eine Altus RBE gekauft (Ringklappen, H-Fuß) und habe bisher nur einen Stöpsel raus gemacht um mich langsam an die Fingerhaltung zu gewöhnen.

Viel Spaß mit deiner neuen Flöte und bin gespannt was du weiter berichtest :)

LG
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Re: Ringklappen

Beitragvon tityre » 16.09.2016, 16:20

Und ich habe zu dieser Klangfrage mit und ohne Stöpsel sowieso eine ganz andere :mrgreen: , aber meine sehr persönliche Meinung, aber das habe ich schon mal irgendwo erklärt.

Wichtig ist, dass Du die Flöte ohne Schmerzen spielen kannst und ich schwöre Dir, Du wirst nicht hören, ob da jetzt ein Stöpsel noch drin ist oder nicht.

Und darüber hinaus, bin ich ein großer Fan davon, das Instrument an mich anzupassen, statt mich an die Flöte anzupassen (da kann man dann auch noch trefflich über inline Flöten diskutieren).
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