(sehr) alte Leute und hohe Töne




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(sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Aspi » 29.04.2013, 19:01

Morgen werde ich einer 90-jährigen Dame vorspielen. Meine Mutter (82) mag die hohen Querflötentöne gar nicht und eine Nachbarin erzählte mir vor kurzem, dass sie aus einem Konzert in der Kirche gehen musste, weil ihr die hohen Flötentöne regelrecht weh taten.
Habt ihr das auch schon von älteren Menschen gehört?
Ich habe jedenfalls ein kleines Programm hauptsächlich in der tiefen und unteren Hälfte der mittleren Oktave zusammengestellt und bin gespannt. Ich werde die Frau fragen, wie sie die Töne empfindet.
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von Anzeige » 29.04.2013, 19:01

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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon tityre » 29.04.2013, 19:27

Ich habe eine Tante, die über 80 ist und die mir auch schon mal erzählt hat, dass diese Töne an ihren "Nerven sägen". Gleiches gilt auch für alles Moderne; Hindemith ist schon zu gewagt. Viele ältere Menschen haben auch Hörgeräte, da ist das mit den hohen Tönen auch schon mal schwierig.
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Zauberfloete » 02.05.2013, 14:58

menschen mit hörgeräten haben da denk ich schon ihre probleme.

ich kenne aber auch jüngere so um die 30-50 die finden die höheren flötentöne auch nicht soo toll.

finde es gut dass du dein programm dementsprechend gewählt hast und tiefer spielst :wink:
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Aspi » 02.05.2013, 16:35

Ich habe nicht viel gespielt, nur die erste Oktave ging, schon ab e2 waren die Töne unangenehm. Der Bolero von Ravel kam gut an.
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Altetröte » 02.05.2013, 21:05

Bolero solo und nur in der unteren Lage? Respekt!
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Aspi » 02.05.2013, 21:37

Die untere Lage klingt bei meiner Flöte ganz herrlich, warm und voll. Vom Bolero spielte ich nur das Stück, das auch in den Flötenschulen ist, bei Dapper und bei Weinzierl/Wächter. Den Rest spiele ich auch, dann aber höher und von Klaviernoten.
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Altetröte » 03.05.2013, 17:34

Ah ok :D

Ich habe mir die Schule mal ausgekramt und den Bolero angeschaut, das ist ja wirklich ganz nett und schön kurz :wink:
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Aspi » 03.05.2013, 17:55

Ja, das kommt bei flötenunerfahrenen Leuten immer gut an, tut nicht in den Ohren weh und die meisten kennen es irgendwie. Ist mein Standardstück, wenn jemand mich das erste Mal spielen hören möchte. Anhand der Reaktion entscheide ich dann, was und ob ich weiter spiele. Das nächste ist dann die Pavane von Fauré, aber nur, wenn ich Interesse spüre.
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Altetröte » 03.05.2013, 23:00

Die mag ich auch sehr, aber ich habe Probleme mit der Luft bei den langen Trillern I(Asthma halt) und ich finde sie intonationsmäßig sehr heikel. Aber ich finde fast alles von Fauré sehr schön. Ich habe schon ein paar Sachen in der Kirche mit Orgel gemacht, das klingt sehr schön.
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon flutegirl » 28.05.2013, 21:25

Ich kenn das sehr gut von wegen alte Leute und so.
Als meine Grossmutter noch gelebt hat, habe ich ihr öfter ein pasr Sachen vorgespielt, weil sie es so geliebt hat. Aber ich habe immer möglichst Stücke gewählt, die nicvt zu hoch sind, weil sie sie nicht vertragen hat.
So kam es, dass ich oft dieselben Lieder wieder gespielt habe. Aber ihr hat es gefallen, sonst hätte sie sich ja nicht gewünscht, dass ich auch an ihrer Beerdigung spiele...
Jedenfalls bin ich generell bei älteren Leuten oder Fremdem vorsichtig, was hohe Töne angeht. Denn vorallem wenn man sie nicht ganz sauber spielt, klingen sie nicht so toll... Und es gibt viele Leute, die doe ganz hohen Töne nicht mögen oder nicht ertragen.
Leben ist wie Zeichnen ohne Radiergummi.
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Zauberfloete » 31.05.2013, 10:44

von welchen tönen sprecht ihr denn, wenn ihr sagt ganz hohe töne???
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Aspi » 31.05.2013, 13:50

Ich vermeide nach Möglichkeit die dritte Oktave, wenn ich Leuten vorspiele, die nicht öfter mit Flötenmusik in Berührung kommen. Die würde ich auch als hohe Töne bezeichnen.
Wie es sich in der Praxis bei mehreren Leuten über 80 rausgestellt hat, sind schon Töne ab G2 unangenehm.
(Hoffentlich geht es mir nicht auch mal so, ich liebe gerade die hohen glasklaren Flötentöne)
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Zauberfloete » 03.06.2013, 15:19

oh ja schön gespielt sind diese töne schön.

sorry für mich sind hohe töne zwar auch in der 3. oktave aber die auf der spielmannsflöte in der 3. oktave. die auf der konzertflöte klingen da noch wohlklingend für mich. :D
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon E-Mechanik » 04.06.2013, 07:04

Ich denke, es kommt auch ein bißchen darauf an, wie man in der dritten Oktave spielt. Ich finde, gerade in der dritten Oktave kann man mit einem guten Ansatz wunderschön weich, sanft und ätherisch spielen. Es kann aber umgekehrt auch ganz schön spitz und scharf klingen, gerade bei Anfängern.
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Re: (sehr) alte Leute und hohe Töne

Beitragvon Zauberfloete » 06.06.2013, 13:45

ja da hast du recht.

wie gesagt bei meine spielmannsflöte ist ja von der tonhöhe eher wie eine piccolo. deswegen bin ich höheres gewohnt.

aber du hast recht, schlecht gespielt kann es schon gruselig klingen
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