Stimmkork verstellt




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Stimmkork verstellt

Beitragvon Aspi » 02.03.2019, 10:14

Der Stimmkork meiner Yamaha 311 hatte sich im Laufe der Jahre verschoben. Nachdem er wieder in der richtigen Position ist, stimmt die Intonation besser, aber die Töne besonders der 2. Oktave sprechen nur sehr schwer an. Es ist furchtbar anstrengend, ordentliche klare Töne hervorzubringen. Die Flöte hatte zuvor einen klaren kernigen Klang.
Kann sich das jemand erklären? Was kann ich tun? Es macht so gar keinen Spaß mehr zu spielen.
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von Anzeige » 02.03.2019, 10:14

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Re: Stimmkork verstellt

Beitragvon Sheepy_Hollow » 02.03.2019, 12:45

Hallo Aspi,

hier wären meine Empfehlungen:

1. Lass einen anderen (Profi-) Flötisten darauf spielen. Sollte das Problem gleich bleiben, stell
2. den Kork auf die ursprüngliche Position zurück und wiederhole Schritt 1. Sollte das Problem gleich bleiben, dann solltest du
3. zu einem Querflötenbauer gehen.

Zunächst musst du halt den Faktor Mensch irgendwie ausschließen. Ich war immer wieder überzeugt davon, dass man auf meiner Flöte vieles nicht machen kann, bis meine Lehrerin genau das eben schon machen konnte. Du musst dann versuchen, dich dem Problem anders zu stellen, als du es bisher gemacht hast. Ganz oft geht das, indem man sich NICHT auf das Problem konzentriert.

Wenn deine Flöte das Problem ist, dann lässt sich diese relativ leicht reparieren, außer du hast beim Verstellen des Stimmkorks den Flötenkamin auf der Unterseite beschädigt. Je nach Bauart beeinflusst die Unterseite des Kamins nämlich auch die hohe Lage! Aber auch dann ist noch nichts schlimmes passiert, weil ein Yamahakopf relativ günstig zu ersetzen ist. Also ärgerlich, aber es könnte auch der Teuere Lafinkopf sein für 15.000 € :lol: .

Ich vermute, du hast den Korken von der Krone zur Mundlochplatte geschoben, weil du den Korken über die Jahre beim Putzen mit dem Wischerstab zur Krone geschoben hast? Wenn ja, dann dichtet er eventuell einfach nicht mehr ab, weil Flötenköpfe vom Körper zur Krone konisch verlaufen (also enger werden). Der Austausch sollte zwischen 10 und 20 Euro kosten. Hier der Schnelltest ab 3 Minuten und 10 Sekunden:
https://youtu.be/GZOcii0JKYg?t=190

Also lass den Kopf nicht hängen und doktor nicht zu viel alleine dran rum.

LG

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Re: Stimmkork verstellt

Beitragvon Aspi » 02.03.2019, 13:50

Danke für Deine Antwort. Ich hab die Flöte jetzt erst mal beiseite gelegt und auf meiner alten Billigflöte gespielt. Daran merke ich auch, dass ich es mir nicht nur einbilde oder plötzlich mein Ansatz nicht mehr stimmt.
Ich schaue am Montag noch mal mit meiner Flötenlehrerin, ob wir das Problem behoben kriegen, Ansonsten muss die Flöte sowieso mal zum Flötenbauer, sie ist lange nicht mehr gereinigt und überprüft worden.
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Re: Stimmkork verstellt

Beitragvon Sheepy_Hollow » 02.03.2019, 15:43

Aspi hat geschrieben:Ansonsten muss die Flöte sowieso mal zum Flötenbauer, sie ist lange nicht mehr gereinigt und überprüft worden.


Das sollte man seiner Flöte einmal jährlich gönnen, wenn man regelmäßig spielt. Sonst kann man sich Tonübungen eigentlich sparen. :wink:
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Re: Stimmkork verstellt

Beitragvon Altepic » 02.03.2019, 22:39

Ja... ist vermutlich der Stimmkork.
Der wird mit der Zeit trocken und muss dann ausgetauscht werden. Ist keine große Sache!
Da kann die Flötenlehrerin auch nichts machen.

Viel Spaß beim spielen!!
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Re: Stimmkork verstellt

Beitragvon Aspi » 03.03.2019, 17:04

Ich berichte dann, ob ich nach Erneuern des Stimmkorks wieder ordentlich auf der Flöte spielen kann. Leider passt der Kopf meiner Zweitflöte nicht auf die Yamaha, so dass ich in der Zwischenzeit die klappernde Mechanik in Kauf nehmen muss. Ist aber schon tröstlich, dass es nur der Stimmkork ist und nicht eine plötzliche Spielunfähigkeit meinerseits eingetreten ist :lol:
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Re: Stimmkork verstellt

Beitragvon christine2017 » 12.03.2019, 18:55

Hallo Aspi,

vor einigen Wochen hatte ich das Problem, dass ich kein ordentliches h1 mehr rausbrachte und ich überhaupt in der 2. Oktave das Gefühl hatte, einen LKW anschieben zu müssen.

Ich habe mir dann irgendwann mal meine Federn der Flöte angesehen; die vordere war nach ganz nach oben gerutscht. Nach vorsichtigem Zurückschieben in die dafür vorgesehene Rinne kamen die Klänge wieder klar. Ich weiss nicht, wie es passieren konnte, daher nur mal so als Vorschlag - alle Federn prüfen. Notfalls im Vergleich mit einer anderen Flöte.

LG

Christine
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