Teach yourself...




Alles was zum Thema Querflöte gehört, aber nirgendwo reinpasst

Moderator: Muri

Re: Teach yourself...

Beitragvon anmasi » 13.07.2009, 21:28

Ich denke,das zu mindestens das erlernen der 1.Okave kein wesentliches Problem darstellt und man dieses mit Hilfe eines guten Lehrbuches hinbekommt.So habe ich es zumindestens gemacht.
Und dann ist die Frage,was man selbst für Ansprüche an das Flötenspiel hat.Ich kam zumindestens von diesem Zeitpunkt ohne Unterricht nicht mehr zurecht.Mein Ziel war und ist es Flöte spielen zu können.Dazu gehört selbstverständlich auch ein guter Ton und den bekommt man meineserachtens nur durch guten Unterricht beigebracht.Ebenso die sonstigen Feinheiten die zu einem schönen Flötenspiel gehören.
Wie gesagt,jeder setzt andere Prioritäten.
Liebe Grüße Anmasi
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von Anzeige » 13.07.2009, 21:28

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Re: Teach yourself...

Beitragvon Christina » 13.07.2009, 22:27

Tja, die altbekannte Diskussion ... Ich persönlich denke nicht, dass man in jedem Fall unbedingt einen Lehrer braucht. Wer entsprechende Vorerfahrungen hat, am besten schon ein anderes Blasinstrument wirklich gut beherrscht und keine zu hohen Ansprüche an seine Spielfähigkeiten stellt, kann es unter Umständen auch alleine versuchen. Auch dann würde ich aber immer dazu raten, sich wenigstens einen fortgeschrittenen Flötisten zu suchen, der etwas "Starthilfe" bezüglich Haltung und Ansatz gibt und auch später mal hin und wieder kontrolliert, wie sich die ganze Sache entwickelt. Es geht ja nicht nur darum, irgendwelche Griffe zu lernen. Das wird so ziemlich jeder mit einer Grifftabelle oder einem gescheiten Lehrbuch schnell hinbekommen. Mit etwas Experimentieren wird auch beinahe jeder in absehbarer Zeit in der Lage sein, halbwegs saubere Töne aus der Flöte herauszubringen. ABER: gerade bezüglich solchen Dingen wie Ansatz, Anstoß, Atmung, Haltung, ... ist der Weg, der einem Anfänger intuitiv am einfachsten erscheint, oft nicht der, der auch langfristig gesehen zu den besten Ergebnissen führt. Nicht selten gewöhnt man sich da Dinge an, durch die spätere weiterführende Techniken erschwert oder sogar unmöglich werden. Ein guter Lehrer könnte das schon frühzeitig erkennen und entsprechend gegensteuern.
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Re: Teach yourself...

Beitragvon anmasi » 14.07.2009, 10:42

Liebe Christina,
nichts anderes meinte ich mit meinem Beitrag.
Liebe Grüße Anmasi
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Re: Teach yourself...

Beitragvon doc » 14.07.2009, 13:14

Hallo, so lange es geht, möchte ich weiterhin den Flötenweg als Solo-Expedition gehen, solange die Richtung stimmt und ich noch vorankomme.

Andererseits war es auf der Klarinette und auch auf dem Saxophon so, daß erst Unterricht einen wichtigen Durchbruch brachte. Bei dem Saxophon z.B. hatte sich eine grauenhafte Hand- und Fingerhaltung eingeschlichen, und die mußte erst mal schlicht gesehen werden. Und wenn mich mein Teach nicht wie selbstverständlich ermuntert hätte, die Fleageolett-Töne "mitzunehmen", würde ich immer noch schlechte, unsichere, Palmkeys spielen.

Daher: Never say: "Never". :-)
-- Liebe Grüße aus der Stadt mit dem riesigen Bahnhofskappellschen.
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Re: Teach yourself...

Beitragvon Christina » 14.07.2009, 13:45

Hey doc,

wie gesagt, ich halte es nicht für ausgeschlossen, auch autodidaktisch einen einigermaßen zufriedenstellenden Stand zu erreichen - wenn die Voraussetzungen stimmen. So hast du ja z.B. vor der Querflöte schon Klarinette und Sax gespielt. Ich mache den umgekehrten Weg und lerne nach der Flöte im Alleingang noch Saxophon. Und ich glaube, wir sind beide mit dem, was wir inzwischen erreicht haben, schon halbwegs zufrieden. In beiden Fällen sind aber durch die anderen Holzblasinstrumente schon gewisse Grundlagen da. Es gibt einfach Punkte (Haltung, Grifftechnik, Atmung) die man mehr oder weniger direkt von einem Instrument auf das andere übertragen kann, auch wenn es selbstverständlich überall seine Besonderheiten gibt. Aber das ist eben eine völlig andere Situation, als wenn jemand zum ersten Mal mit einem Blasinstrument zu tun hat. Dann würde ich auf jeden Fall immer für den Anfang zu einem Lehrer raten. In unserem Fall mag es bis zu einem gewissen Punkt auch so gehen. Obwohl ich schon manchmal denke, dass es ganz angenehm wäre, wenn einem einfach mal jemand einen Tipp geben könnte, wenn es mal wieder irgendwo hakt ... :wink:

LG Christina
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Re: Teach yourself...

Beitragvon Susan » 14.07.2009, 18:02

Ich habe ja nach einem Jahr Klarinettenunterricht (2 x/Monat und grottenschlecht gespielt :roll: ) und 1/2 Jahr Querflötenunterricht 2 x/Monat autodidaktisch weiter gemacht.

Die Grundlagen waren also mit Lehrer gelernt, die schwierigsten Anfangshürden (Anblasten, 2., 3. Oktave) genommen bzw. korrigiert worden.

Dann gibt es diese tollen youtube-Lehrvideos von Jennifer Cluff und Nina Perlove, die mir, auch als ich noch Unterricht hatte, sehr viel (bei-)gebracht haben.

Mein Ziel war es nur, grundsätzlich mit der Flöte "Musik im Wohnzimmer" machen zu können, also Noten lesen & auf Griffe anwenden können, wissen, wie man am Ton arbeitet und grundsätzlich Stücke einübt und dann eben Stücke lernen/spielen können, wobei der Ehrgeiz für "ganz große" also hyperschwierige Musik nicht da ist.

Ich habe noch Geigenunterricht, bei dem ich hin und wieder auftretende Fragen stellen kann, die bei mir meist Rhythmus/Notenlesen betreffen.

Ich denke, autodidaktisches lernen bzw. Flötespielen ohne Lehrer klappt wenn man
- die Anfänge gemeistert hat (Anblastechniken)
- sich nicht gerade auf irgendwelche Aufnahmeprüfungen oder Konzerte vorbereiten muss, wo man Korrektur braucht
- weiß, wie man übt und Fehler analysiert/angeht (Grundlagen üben/wiederholen, langsam spielen etc.)
- Spaß hat, alleine zu spielen und kein Feedback braucht und
- Lust hat, hin und wieder oder regelmäßig reine Technikübungen zu machen.

Bei mir ist letzteres der Fall, weil ich mit der Flöte v. a. lerne, also auch gerne schwere Übungen angehe, einfach um zu sehen, wie ich da durch & weiter komme.

Man sollte schon wissen, was man von der Flöte erwartet
- nur für sich "Lieder" oder leichte Stücke spielen
- technisch anspruchsvolle Stücke spielen bzw. lernen
- nur spielen/nur lernen
- nur spielen oder auch Neues (Technik, völlig unbekannte, schwere Stücke, in die man sich "einfinden" muss...) lernen
- eben hin und wieder zum Zeitvertreib spielen oder hin und wieder auch intensive Lernphasen bzw. Übephasen einlegen.
U. U. kann man ja auch gelegentlich Einzelstunden bei einem Lehrer nehmen, wenn man gar nicht mehr weiter kommt.

Wenn man sich klar ist, was man erwartet und das mit dem autodidaktischen lernen verbinden kann, steht dem m. E. nichts im Wege.

Liebe Grüße von
Susan
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Re: Teach yourself...

Beitragvon ginas » 15.07.2009, 20:42

Hallo,

für mich kommt es nicht in Frage ohne Lehrer Querflöte zu lernen.

Ich glaube ohne Lehrer würde ich nur ein Niveau erreichen das mir auf dauer nicht genügt.
Und zum anderen gibt es immer Momente wo man nicht weiterkommt und Hilfe braucht.
Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Es kann zum Beispiel an der falschen Wahl der Noten liegen,
die einen momentan überfordern. Und da denke ich kann einem der Lehrer gut helfen.

Liebe Grüße

Ginas
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Re: Teach yourself...

Beitragvon La musicienne » 16.07.2009, 09:53

Hallo,

für mich kommt es ebenfalls nicht in Frage ohne Lehrer Flöte zu lernen.
Ich eigne mir daheim zwar trotzdem sehr viel selber an, aber ich hab zu hohe Ansprüche an meine Technik und Musikalität und ich brauche immer wieder ein Feedback, das mir hilft mich selber einzuschätzen und die Dinge, wo es fehlt zu verbessern.
Manchmal schleichen sich eben Fehler ein, die man zunächst gar nicht bemerkt und man kommt trotzdem sehr gut damit zurecht. Aber irgendwann, rächt sich alles, wenn man an einem Punkt angekommen ist, wo damit nicht mehr durchkommt.

viele Grüße la musicienne
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