Ausgeleierte Mechanik




Was sind die besten Flöten? Auf welchen spielt ihr? Auf welcher würdet ihr gerne mal spielen?

Moderator: Altetröte

Ausgeleierte Mechanik

Beitragvon <Laura> » 22.08.2019, 13:12

Hallo zusammen,

ich weiß noch nicht, ob ich hier Rat suche oder mich einfach nur ausheulen will :lol:

Meine Flöte, eine Silberrohrflöte einer gängigen Marke (die auch den einen oder anderen Thread hier hat zum Thema schwache Mechanik :| Spitzdeckel, H-Fuß, E-Mechanik, Ringklappen) ist ca. 10 Jahre alt und viel (ca. 2-3h täglich, an Wochenenden mehr, Auftritte, Wettbewerbe, Orchester, Ensemble, usw.) gespielt. Vor ca. 2 Jahren begann es, dass bestimmt Töne schwerer ansprachen, ein Service in einer spezialisierten Werkstatt konnte Abhilfe schaffen. Das ganze hielt einige Monate, dann begann es erneut: Töne sprachen schwerer an, Bindungen wurden schwieriger zu spielen, bestimmte Töne hatten ein Grundrauschen. Wieder Service (Zitat "Auf der Flöte konnten Sie noch spielen??"), Flöte wurde vorläufig spielbar gemacht und eine Generalüberholung angeraten, die dann einige Monate später auch durchgeführt wurde. Wenige Wochen nach der GÜ ging es wieder los: schleichend wurde die Ansprache schlechter, etc. Flöte wurde nachjustiert, funktionierte, deckt schleichend wieder schlechter, nachjustiert, etc. Inzwischen hält die Nachjustierung nur mehr wenige Tage. In der Werkstatt erklärt man mir, dass die Mechanik ausgeleiert ist und sich durch das Spielen in sich selbst verstellt, jedes Mal arbeiten wir mind. 1-2 Stunden daran, jedes Mal sind es andere Polster und Klappen, die wir "behandeln" müssen. Jedes Mal funktioniert die Flöte am Ende top, nur um schon 2 Tage später wieder deutlich schlechter zu sein. (Aber hey, ich hab inzwischen echt viel über die Mechanik und den Aufbau der Polster gelernt :lol: )

Ich hab jetzt 3 verschiedene renommierte Werkstätten durch und bin ehrlich gesagt mit meinem Latein am Ende. Jetzt ist guter Rat teuer. Eine vierte Werkstatt aufsuchen (eine hätte ich noch im Kopf, ist allerdings auch mit einem Tagesausflug verbunden - und ich weiß auch nicht, wie viel Geld ich tatsächlich noch in Reparaturen stecken möchte, wenn das Ergebnis dann wieder nur so kurzlebig ist) oder neu kaufen und akzeptieren, dass die gute Silberrohrflöte ausgedient hat? Womöglich die komplette Mechanik austauschen lassen (auch hier: Kosten-Nutzen?)? Als neue Flöte ist finanziell momentan nur eine Silberkopfflöte drin - ich will aber eigentlich kein "Downgrade" und wollte bei einer Neuanschaffung (geplant für in ca. 7-8 Jahren, wenn die Silberrohrflöte eine 2. GÜ benötigen würde und ich auch etwas Zeit hatte, um den entsprechenden Betrag anzusparen) sogar eher umsteigen auf Vollsilber. Option 2 wäre, ein neues Unterteil zu kaufen (der Kopf ist ja klasse und funktioniert), aber hier das perfekte Setup zu finden (va intonatorisch - die aktuelle Marke möchte ich aus verständlichen Gründen nicht mehr) ist auch wieder eine längere, mühsame Reise.

Ich "rette" mich aktuell durch abwechselndes (mehr oder weniger dauerhaftes) Leihen der (Ersatz)Flöten von 2 Musikkollegen, merke aber, dass mich die Situation zunehmend nervt und mir das Spielen immer weniger Spaß macht. Nicht, weil die Leihflöten schlecht sind (im Gegenteil, alles Profiflöten, "mindestens" Vollsilber), aber ich muss mich dauernd umstellen - mal inline, mal offset, Ringklappen, Deckelklappen, mal Marke X, mal Marke Y, mal mit Kopf Z, der wieder ganz anders anzuspielen ist. Konstant an Technik und Ton zu arbeiten ist mir (schon seit Monaten) nicht möglich, ich mache ständig nur "Schadensbegrenzung" und versuche, irgendwie das Niveau und meine Klangvorstellung halbwegs zu halten/erreichen. Ich gebe zu: es frustriert mich und da hilft auch der Hinweis von meinem Lehrer, dass ich eben flexibler werden muss, nur begrenzt weiter :roll:

Last but not least würde mich interessieren, ob jemand schon mal ein derartiges Nachgeben der Mechanik erlebt hat, dass die Flöte wirklich quasi unspielbar wird (bei einer doch nicht ganz billigen Markenflöte).

Danke fürs Lesen und Ausheulen :wink:
Wie kann es sein, dass die Vernunft, die diese Welt erhellen soll, besiegt wird vom Zauber der Musik?
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Re: Ausgeleierte Mechanik

Beitragvon Sheepy_Hollow » 22.08.2019, 13:54

Hey Laura,

mit deinem Problem bist du nicht alleine. Wir leiden mit dir!

<Laura> hat geschrieben:ich weiß noch nicht, ob ich hier Rat suche oder mich einfach nur ausheulen will :lol:

Für beides ist das Forum perfekt :wink: .

<Laura> hat geschrieben:Meine Flöte, eine Silberrohrflöte einer gängigen Marke (die auch den einen oder anderen Thread hier hat zum Thema schwache Mechanik :| Spitzdeckel, H-Fuß, E-Mechanik, Ringklappen)

Geht es um eine Pearl 765 oder 795? Bei der Marke existiert das Problem bei allen Modellen, von Anfänger zur High-End-Profi-Flöte.

<Laura> hat geschrieben:Ich hab jetzt 3 verschiedene renommierte Werkstätten durch und bin ehrlich gesagt mit meinem Latein am Ende. Jetzt ist guter Rat teuer. Eine vierte Werkstatt aufsuchen [...]?

Telefonier' mal mit Meister Uesawa:
http://www.uesawa.de/

Er kann verschiedenste Polster einsetzen. Ich frage mich gerade, ob man dein Problem mit weichen Polstern lösen könnte? Straubinger und harte Filz-Polster sind klanglich zwar toll, dafür muss die Flöte aber eine super Mechanik haben. Vielleicht kann dich ein guter Flötenbauer beraten. Das funktioniert aber live am besten! Mein Tipp wäre: Lass weiche Silikonpolster verbauen. Die sollten die Tonlöcher verschließen, auch wenn die Flöte sich (leicht) verstellt.

Wenn deine Flöte mit Filzpolstern besetzt wurden, die mittels Feuchtigkeit und/oder Wärme angepasst wurden, dann decken diese ganz selbstverständlich nach ein paar Monaten nicht mehr. Diese Polsterungsart ist häufig bei Schülerflöten vertreten, z. B. bei der Pearl 505, 665, 765 aber auch bei Yamaha 212, 312, 412. Man bekommt eben was man bezahlt.

<Laura> hat geschrieben:[...]da hilft auch der Hinweis von meinem Lehrer, dass ich eben flexibler werden muss, nur begrenzt weiter :roll:

Meine Professorin hat das auch mal zu mir gesagt und sie hat recht: Keine Flöte hält lange genug einen perfekten Zustand. Du musst also deine Flöte kennen lernen. Das einzige, was man machen sollte, ist sie jährlich warten lassen und sie sehr vorsichtig und pfleglich behandeln. Außer du hast das Geld, deine Flöten jedes Jahr generalüberholen zu lassen. Übrigens ist es normal, dass die Flöte sich nach der Generalüberholung verstellt. Deshalb sollte man Sie nach spätestens 6 Monaten wieder zum Flötenbauer geben, damit er die Flöte nachjustiert!

Das Problem ist, dass man zu sehr verkopft. Ich übe Ton immer dann intensiv, wenn ich die Flöte von der jährlichen Wartung hole. Natürlich übe ich auch jetzt Ton, aber ich verbessere hauptsächlich die Atmung und schiebe die "Schuld" nie auf die Flöte, sondern auf mich und meinen Körper. Das ist in 90 % der Fälle auch richtig.

<Laura> hat geschrieben:viel (ca. 2-3h täglich, an Wochenenden mehr, Auftritte, Wettbewerbe, Orchester, Ensemble, usw.) gespielt.

Das ist sehr viel. Hier musst du wirklich mindestens 1x im Jahr zum Flötenbauer. Ein guter Flötenkopf hilft auch dabei, von undichten Polstern "abzulenken". Deshalb ist Pearl auch immer noch recht beliebt: Die Kopfstücke sind nämlich super, wie z. B. das Forte. Ich hatte mal eine Powell-Flöte, die nach der Überholung gut gedeckt hat und nach wenigen Tagen kaum noch spielbar war. Wenn die Flöte und die Mechanik zu alt und abgenutzt ist, dann kann das schon passieren. Wie gesagt, da hilft entweder eine neue Flöte, andere Polster oder eine Möglichkeit, das Ganze zu kompensieren (z. B. durch gute Spieltechnik und ein super Kopfstück).

Du findest bestimmt eine tolle Lösung für dein Problem!

LG

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Re: Ausgeleierte Mechanik

Beitragvon <Laura> » 22.08.2019, 14:09

Sheepy, erwischt, eine Pearl 795 :lol:
Danke für die deine Antwort! Mit dem Thema Polster muss ich mich definitiv nochmal auseinandersetzen. Hr. Uesawa ist ein guter Tipp, leider ziemlich weit weg von mir (und ich kläre solche Dinge am liebsten vor Ort mit Anspielen, etc.). Aber vielleicht kann er aus der Ferne schonmal Tipps geben bzw. abschätzen ob es sich lohnt, die Flöte zu ihm zu schicken.


Sheepy_Hollow hat geschrieben:Hey Laura,

mit deinem Problem bist du nicht alleine. Wir leiden mit dir!

<Laura> hat geschrieben:ich weiß noch nicht, ob ich hier Rat suche oder mich einfach nur ausheulen will :lol:

Für beides ist das Forum perfekt :wink: .

<Laura> hat geschrieben:Meine Flöte, eine Silberrohrflöte einer gängigen Marke (die auch den einen oder anderen Thread hier hat zum Thema schwache Mechanik :| Spitzdeckel, H-Fuß, E-Mechanik, Ringklappen)

Geht es um eine Pearl 765 oder 795? Bei der Marke existiert das Problem bei allen Modellen, von Anfänger zur High-End-Profi-Flöte.

<Laura> hat geschrieben:Ich hab jetzt 3 verschiedene renommierte Werkstätten durch und bin ehrlich gesagt mit meinem Latein am Ende. Jetzt ist guter Rat teuer. Eine vierte Werkstatt aufsuchen [...]?

Telefonier' mal mit Meister Uesawa:
http://www.uesawa.de/

Er kann verschiedenste Polster einsetzen. Ich frage mich gerade, ob man dein Problem mit weichen Polstern lösen könnte? Straubinger und harte Filz-Polster sind klanglich zwar toll, dafür muss die Flöte aber eine super Mechanik haben. Vielleicht kann dich ein guter Flötenbauer beraten. Das funktioniert aber live am besten! Mein Tipp wäre: Lass weiche Silikonpolster verbauen. Die sollten die Tonlöcher verschließen, auch wenn die Flöte sich (leicht) verstellt.

Wenn deine Flöte mit Filzpolstern besetzt wurden, die mittels Feuchtigkeit und/oder Wärme angepasst wurden, dann decken diese ganz selbstverständlich nach ein paar Monaten nicht mehr. Diese Polsterungsart ist häufig bei Schülerflöten vertreten, z. B. bei der Pearl 505, 665, 765 aber auch bei Yamaha 212, 312, 412. Man bekommt eben was man bezahlt.

<Laura> hat geschrieben:[...]da hilft auch der Hinweis von meinem Lehrer, dass ich eben flexibler werden muss, nur begrenzt weiter :roll:

Meine Professorin hat das auch mal zu mir gesagt und sie hat recht: Keine Flöte hält lange genug einen perfekten Zustand. Du musst also deine Flöte kennen lernen. Genau das ist es - ich kenne meine Flöte in- und auswendig und kann die Justierungsprobleme auch eine gewisse Zeit lang "überspielen". Nur mich ständig mit anderen Flöten auseinanderzusetzen, finde ich sehr anstrengend :? Das einzige, was man machen sollte, ist sie jährlich warten lassen und sie sehr vorsichtig und pfleglich behandeln. Außer du hast das Geld, deine Flöten jedes Jahr generalüberholen zu lassen. Übrigens ist es normal, dass die Flöte sich nach der Generalüberholung verstellt. Deshalb sollte man Sie nach spätestens 6 Monaten wieder zum Flötenbauer geben, damit er die Flöte nachjustiert! Flöte wurde nach der GÜ natürlich standardmäßig nachjustiert, da achtet die Werkstatt sehr darauf.

Das Problem ist, dass man zu sehr verkopft. Ich übe Ton immer dann intensiv, wenn ich die Flöte von der jährlichen Wartung hole. Natürlich übe ich auch jetzt Ton, aber ich verbessere hauptsächlich die Atmung und schiebe die "Schuld" nie auf die Flöte, sondern auf mich und meinen Körper. Das ist in 90 % der Fälle auch richtig.
Ich habe auch lange das Problem immer nur bei mir gesucht und kann es in gewissem Rahmen natürlich auch kompensieren. Als ich die ersten Male in der Werkstatt war, meinte der Flötenbauer es könne ja gar nichts mehr gehen und ich hab noch immer fröhlich Wettbewerb gespielt... Ab einer gewissen Punkt schlägt das aber um und das Kompensieren kostet zu viel Kraft (höherer Fingerdruck, mehr Luft nötig,...) und macht immer weniger Spaß, inzwischen bin ich da natürlich auch nochmal viel sensibler und aufmerksamer :roll:


<Laura> hat geschrieben:viel (ca. 2-3h täglich, an Wochenenden mehr, Auftritte, Wettbewerbe, Orchester, Ensemble, usw.) gespielt.

Das ist sehr viel. Hier musst du wirklich mindestens 1x im Jahr zum Flötenbauer. Ein guter Flötenkopf hilft auch dabei, von undichten Polstern "abzulenken". Deshalb ist Pearl auch immer noch recht beliebt: Die Kopfstücke sind nämlich super, wie z. B. das Forte. Auch hier erwischt: ist ein Forte-Kopf :wink: Ich hatte mal eine Powell-Flöte, die nach der Überholung gut gedeckt hat und nach wenigen Tagen kaum noch spielbar war. Wenn die Flöte und die Mechanik zu alt und abgenutzt ist, dann kann das schon passieren. Wie gesagt, da hilft entweder eine neue Flöte, andere Polster oder eine Möglichkeit, das Ganze zu kompensieren (z. B. durch gute Spieltechnik und ein super Kopfstück).

Du findest bestimmt eine tolle Lösung für dein Problem!

LG

Sheepy


Danke auf jeden Fall schonmal für den Zuspruch! :D
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Re: Ausgeleierte Mechanik

Beitragvon Altepic » 23.08.2019, 18:21

Hallo Laura,

.. Sheepy hat in allem Recht.
Ich bin jetzt nicht der Pearlflötenspieler. Daher kann ich diese spezifischen Probleme nicht beurteilen.

... aber wenn die Mechanik ausgeleiert ist, wie oft willst Du die dann noch neu polstern lassen? Das kostet ja auch!

Ja.. ich habe schon zwei Flöten niedergespielt.

Die erste war eine chinesische Noname Flöte. Die ist in die Mülltonne gewandert.
Die zweite war eine Gemeinhardt Vollsilberrohr - immerhin auch über 1200,- DM damals - die wollte kein Flötenbauer mehr generalüberholen.
Jetzt ist sie eingeschmolzen!

Die hatte einen schönen Klang und wurde in der Oberstufe und im Musikkorps ähnlich belastet wie Du Deine Pearl bearbeitest auch täglich 2-3 Std.
Das sind 700 bis über 1000 Std. pro Jahr auf einer Intermediate Flöte.
Klar ist die nach ein paar Jahren bei dieser Nutzung verschlissen. Da solltest Du schon in ein höherwertiges Instrument investieren. ... und jährlich warten lassen.

Ich habe meine Yamaha 471 nach 26 Jahren immer noch als Ersatzflöte. Inzwischen generalüberholt mit neuen Federn, Polstern und neu versilberter Mechanik (Ist wie neu)
und habe seit einiger Zeit eine Powell 16 Jahre alt , Vorläufer des Conservatory Modells - für 1/3 vom Neupreis des Nachfolgemodells.

Also überlege Dir mal, ob es nicht eine gute gebrauchte für einige Zeit tun kann. Du findest immer Angebote auf Vioworld, Musicalchairs, ebay, Holzbläser - Berlin
Manchmal muß man dabei auch etwas Geduld haben

Viele Grüße
Altepic
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Re: Ausgeleierte Mechanik

Beitragvon Thore123 » 23.08.2019, 22:35

Ich habe das gleiche Problem mit meiner Pearl und finde es grässlich :x
Die Mechanik ist laut, ungleichmäßig und einfach nur ätzend :roll:
Ich hatte die Flöte vor 4 Monaten beim Flötenbau er zum Einstellen und sie war kurze Zeit später wieder verstellt.
Ich leide also mit dir, zumal die Flöte gerade jetzt wo ich zwei Konzerte an einem Wochenende habe, nicht mehr richtig deckt.
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Re: Ausgeleierte Mechanik

Beitragvon <Laura> » 26.08.2019, 12:47

Altepic, danke für deine Erfahrungen. Nach den Erfahrungen in meinem Umfeld lohnt sich die Überholung einer Intermediate Silberrohrflöte durchaus - es ist ja doch keine ganz günstige Schülerflöte. Geplant war, sie nun noch einige Jahre zu spielen (ich hatte grob so 5-7 Jahre im Kopf), und dann umzusteigen. Dass die Mechanik nun so schnell nachgegeben hat, war nicht ganz absehbar, im Vorfeld waren vor allem die runtergespielten Polster ein Thema. Der Rat zu einer Profiflöte ist sicher gut gemeint, ist aber im Moment wie im Eingangspost erwähnt keine Option - einerseits finanziell, andererseits, weil sich in den nächsten 1-2 Jahren mein Ansatz nochmal grundlegend ändern wird und ich, wenn ich so viel Geld ausgebe, eine "Flöte für den Rest meines Lebens" möchte. (Abgesehen davon, mag ich meine Flöte halt einfach sehr gern und würde mich nur ungern von ihr trennen :lol: )

Thore, geteiltes Leid ist halbes Leid :mrgreen: Ich fühle mit dir! Manchmal möchte man die Teile halt einfach am liebsten in die Ecke knallen...


Vielleicht ein kurzes Update, wie der aktuelle Stand ist. Der Flötenbauer, der die GÜ durchgeführt hat, wird das Flötchen in den nächsten Tagen nochmal sehr genau unter die Lupe nehmen und schauen, ob und was noch machbar ist. Zu Hr. Uesawa habe ich Kontakt aufgenommen, der ist aber natürlich entsprechend ausgebucht und von mir auch nicht gerade einen Katzensprung weg - da bin ich mir nicht sicher, ob der Aufwand dafür steht.
Damit ich meine verbleibende Flötenzeit noch ausnutzen kann, habe ich mich jetzt mit einer Kollegin auf eine "Dauerleihgabe" ihrer Zweitflöte geeinigt, damit ich vorübergehend mal auf einem fixen Instrument konstant zum Üben komme :wink: In einigen Wochen steht bei mir dann ohnehin eine (gesundheitlich bedingte) Flötenauszeit an, da werde ich dann (je nach Aussage des Flötenbauers) nochmal genauer über eine Lösung nachdenken.
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Re: Ausgeleierte Mechanik

Beitragvon Sheepy_Hollow » 26.08.2019, 14:02

<Laura> hat geschrieben:Der Rat zu einer Profiflöte ist sicher gut gemeint, ist aber im Moment [...] keine Option [...], weil sich in den nächsten 1-2 Jahren mein Ansatz nochmal grundlegend ändern wird und ich, wenn ich so viel Geld ausgebe, eine "Flöte für den Rest meines Lebens" möchte. (Abgesehen davon, mag ich meine Flöte halt einfach sehr gern und würde mich nur ungern von ihr trennen :lol: )

[...]

Vielleicht ein kurzes Update, wie der aktuelle Stand ist. Der Flötenbauer, der die GÜ durchgeführt hat, wird das Flötchen in den nächsten Tagen nochmal sehr genau unter die Lupe nehmen und schauen, ob und was noch machbar ist. Zu Hr. Uesawa habe ich Kontakt aufgenommen, der ist aber natürlich entsprechend ausgebucht und von mir auch nicht gerade einen Katzensprung weg - da bin ich mir nicht sicher, ob der Aufwand dafür steht.
Damit ich meine verbleibende Flötenzeit noch ausnutzen kann, habe ich mich jetzt mit einer Kollegin auf eine "Dauerleihgabe" ihrer Zweitflöte geeinigt, damit ich vorübergehend mal auf einem fixen Instrument konstant zum Üben komme :wink: In einigen Wochen steht bei mir dann ohnehin eine (gesundheitlich bedingte) Flötenauszeit an, da werde ich dann (je nach Aussage des Flötenbauers) nochmal genauer über eine Lösung nachdenken.


Hey Laura,

das klingt alles sehr vernünftig und wohlüberlegt. Meine Lehrerin hält mich auch immer dazu an, weder eine Flöte noch ein Kopfstück zu kaufen, solange ich nicht sehr viel (mehr) übe und quasi die nächste "Stufe" erreicht habe (gerade übe ich beruflich bedingt weniger). Anderenfalls läuft man Gefahr sich in ein Flötchen zu verlieben, dessen Potential man falsch eingeschätzt hat oder man setzt Prioritäten falsch.

Außerdem darf man nicht unterschätzen, wie viel Zeit und Nerven es kostet, einen neuen Kopf oder eine neue Flöte einzuspielen und kennen zu lernen. Ich habe bei meiner Flöte circa 2 Jahre und wöchentlich Unterricht bei einer Professorin gebraucht, um sie besser zu verstehen :lol: .

Auch das dauerhafte leihen einer Ersatzflöte ist eine echt tolle Idee, die auch finanziell sehr attraktiv ist. Das entspricht auch dem Sharing-Trend.

Du wirst bestimmt deinen Flöten-Weg finden!

LG

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Re: Ausgeleierte Mechanik

Beitragvon <Laura> » 06.09.2019, 10:58

Sodala, nachdem ich die Leihflöte relativ schnell wieder zurückgegeben habe (was nicht an der Flöte oder Verleiherin lag, sondern an mir :wink: ) und ich die letzten Tage auf meiner notdürftig geflickten alten Jupiter-Schülerflöte verbracht habe (und zunehmend genervt war), darf ich heute mein Flötchen wieder aus der Werkstatt holen :D Ich bin überzeugt, dass sie heute beim Anspielen wieder tadellos funktionieren wird, das große Fragezeichen ist - wie lange hält der Zustand :?: Mal sehen, was der Flötenbauer mir heute noch dazu sagt, aber es wäre schön, wenn ich zumindest die beiden Konzerte in den nächsten 2 Tagen darauf absolvieren könnte.
Am besten, sie hält noch die 2 Wochen bis zu meiner Pause durch, danach ist dann eh mal für gut 1 Monat Schluss mit Flöte :mrgreen:

Edit: Wir denken, dass wir sämtliche Probleme finden und lösen konnten, mein Flötenbauer hat wirklich fast ne Woche nochmal sehr akribisch an dem Flötchen gearbeitet. Bisher läuft es - und ich bin gefühlsmäßig endlich wieder in der Musik "zu Hause" angekommen und klanglich langsam wieder in die Richtung unterwegs, wo ich hin möchte :D Wirklich eine Erleichterung nach den letzten Wochen!
Wie kann es sein, dass die Vernunft, die diese Welt erhellen soll, besiegt wird vom Zauber der Musik?
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