Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten




Was sind die besten Flöten? Auf welchen spielt ihr? Auf welcher würdet ihr gerne mal spielen?

Moderator: Altetröte

Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Barockfan » 27.03.2017, 14:22

Spielt jemand eine Bernhard Hammig Flöte und kann von seinen Erfahrungen berichten ?

Ich bin auf der Suche nach einer Silberflöte, entweder mit oder ohne Vollsilbermechanik und mit oder ohne H-Fuss. auf B.H. gestossen und werde mir seine Flöten auf der Musikmesse anschauen. Im Internet klang die Mezzoflöte mit Goldkopf sehr ansprechend. :mrgreen: Schön, wenn mir jemand schon vorher von seiner Flöte - egal welches Modell- berichten könnte.

Zur Zeit spiele ich eine Aidis Neusilberflöte mit Ringklappen. Deren Silberrohrflöte ging wegen mangelnder Haltbarkeit zurück. Jetzt möchte ich was "Gescheites", worauf man länger als 90 Minuten spielen kann, bevor der Ton weg ist. :|
Und es darf auch was kosten.
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von Anzeige » 27.03.2017, 14:22

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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Sheepy_Hollow » 27.03.2017, 14:43

Mehnert wird gerade ziemlich gehypt, vielleicht solltest du die auch mal testen. Wenn dich Silberflöten interessieren, dann ist für dich ein Besuch bei Musik Bertram oder Adams in den Niederlanden sinnvoll, weil du dort sehr viele Flötenmarken testen kannst. Das Flöten Festival in München hast du ja um einen Monat verpasst (dort gab es fast jede Marke, die ich kenne zum Testen)...

Ach und die Marken Altus, Muramatsu und Miyazawa sind im Silberrohrbereich extrem beliebt (und für mich die Offenbarung im "günstigen" Bereich: Burkart Resona 150 (Silberkopfflöte für 2.000 €, die fast so gut spielt wie meine Vollsilberflöte!!!).
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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Barockfan » 27.03.2017, 15:28

Ja, Adams hat mir gestern eine Flötistin empfohlen, die spielt eine Powell Goldflöte, die sie dort gekauft hat. Meine Schmerzgrenze wäre so bei 8.000 Euro, da sollte sich schon was finden. Muramatsu etc. kann ich dort ausprobieren, aber halt nicht die Hammig Flöte. Ich wohne nahe der Niederlande, so dass Adams gut erreichbar für mich ist.
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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Altepic » 27.03.2017, 15:38

Hallo Barockfan,

mein Flötenlehrer schwört auf Bernhard Hammig Flöten.

Du bewegst Dich bei Bernhard Hammig aber im oberen Preisbereich.
Vollsilberkorpus mit Neusilbermechanik liegt bei ca. 6000,- €

Bei Vollsilberflöten inkl. Silbermechanik ab 12.000,- €

Ich schließe mich mit meiner Empfehlung Sheepy an. Wenn Du so viel ausgeben möchtest fahr zu Flutissimo nach St. Augustin oder Musik Adams in Holland.
Da kannst Du echt ausprobieren.

Viel Spaß beim Kauf

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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Goldflöte » 27.03.2017, 16:13

Hallo,

Habe auch vor, BH-Föten anzuspielen. Mal schauen.

Von 21 bis 23 April gibt es Flötenfestival bei Adams. Weiß aber nicht, welche Marken dort ausgestellt werden.

München, auch wenn dort ein Flötenfestival gibt/gab, liegt leider wenig zentral.

LG
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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Sheepy_Hollow » 27.03.2017, 17:02

Altepic hat geschrieben:Wenn Du so viel ausgeben möchtest fahr zu Flutissimo nach St. Augustin


Flutissimo habe ich verdrängt, obwohl ich viel Spaß an deren Stand beim Flöten Festival hatte. An deiner Stelle würde ich so viele Flöten jeweils so lange wie möglich testen (in jedem Musikgeschäft, das du finden kannst). Ich habe mir damals eine Minimalzeit gesetzt, die ich meiner Suche nach der "Traumflöte" widmete. So kannst du ausschließen, dass du einen Affekt-Kauf tätigst.

Wenn du dich dann für eine handgemachte Flöte made in deiner Nähe entscheiden solltest (deutsche oder niederländische oder französische Marken), dann würde ich darüber nachdenken hinzufahren und persönliche Wünsche zu äußern. Herr Gosse hat mir zum Beispiel gesagt, dass ich (fast) alle Änderungen an der Flöte haben kann, die ich wünsche (z. B. Länge oder Größe einzelner Klappen, Biegung von Hebeln etc). So bekommst du eine Flöte, die (ergonomisch und spiel-technisch) genau zu dir passt :D

Flötentesten und -aussuchen ist so toll, ich wünsche dir viel Freude dabei :lol:
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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Barockfan » 27.03.2017, 17:58

Sind die das bei Adams oder Flutissimo gewöhnt, dass man kommt, laaange probiert und wieder geht, ohne etwas gekauft zu haben ? :?: Entweder weil die Traumflöte nicht dabei war, oder ich noch mal überlegen möchte. Ich muss eh probieren, ob welche Flöte auch immer mir gut in meinen (passend zu meiner Grösse) kleinen Händen liegt. Und wenn sie noch so toll ist. Wenn es für mich ergonomisch nicht stimmt, nutzt mir die schönste Flöte nix.

Ich habe auch noch nie eine Flöte mit H-Fuss in der Hand gehabt. Die Flötistin gestern hat mir geraten, auf jeden Fall Lochklappen (spiel ich eh) und H-Fuss zu nehmen, weil das den Klang anscheinend noch verbessert, auch wenn man gar kein H benötigt.

Wichtig ist mir ausser dem Klang auch, dass die Flöte es aushält, wenn man mehrere Stunden spielt. Und nicht dauernd etwas nicht funktioniert wie bei der Aidis Silberflöte. (Dafür waren 1.800 Euro zu teuer). Das sollte innerhalb meines Budgets s.o. möglich sein denke ich. :mrgreen:
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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Altetröte » 27.03.2017, 22:42

Meine Wunschflöte war mal die Vollsilberflöte von Bernhard Hammig mit H-Fuß und ein paar Gimmicks. Ich hatte sie auch ausprobiert und es ist wirklich eine tolle Flöte, die ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Allerdings würde Dein Budget dafür nicht reichen, ich hatte damals (2014) ca. 12.000 € veranschlagt und wäre damit so gerade eben hingekommen. Wie es der Zufall so wollte, fiel mir dann aber eine Mehnert Flöte in die
Hände und bei der bin ich dann geblieben, auch das ist ein traumhaftes Instrument. Sie hat auch Ringklappen und einen H-Fuß aber keinen hoch g-/a Triller, den ich gern noch gehabt hätte, aber sei's drum, ich bin sehr zufrieden :)
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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Barockfan » 22.06.2017, 13:25

Jetzt wollte ich doch noch berichten, wie das ganze ausging.

Seit zwei Monaten bin ich stolze Besitzerin einer Haynes Q3 Vollsilberflöte mit E Mechanik und 14k Goldkamin. Sie hat "gewonnen" auch gegenüber teureren Flöten. Ich habe beim ausprobieren bei Adams in den Niederlanden gemerkt, dass mir die amerikanischen Flöten mehr liegen als die Japaner. Dazu habe ich mir noch einen 9kt Gelbgoldkopfstück von Bernhard Hammig gegönnt. War gebraucht und sooooo günstig :mrgreen: :mrgreen:

Jetzt habe ich eine Flöte mit viel Wumms und das Bernhard Hammig Kopfstück für den feineren Klang und bin restlos glücklich, auf der Flöte kann ich mich weiterentwickeln. Da bleiben denke ich kaum Wünsche offen, egal ob alte Meister oder etwas modernes, es ist für alles gesorgt. Zwar habe ich mein Budget überzogen, aber man lebt ja nur einmal.... :mrgreen:
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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon joy » 22.06.2017, 13:40

Herzlichen Glückwunsch zur neuen Flöte und viel Spaß damit. :)
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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Goldflöte » 23.06.2017, 14:21

Von mir auch Glückwunsch!

Was für Kopfstück von BH hast Du jetzt? Mit dem NC-Cut oder normal?

Ich würde auch noch gerne erfahren, welche Eigenschaften, im Vergleich zu den Japanern, Dich bei Haynes überzeugen konnten. Oder war es einfach nur das Gefühl? Ich fange langsam mich umzuschauen und stelle fest, daß Erfahrungswerte enorm hilfreich sein können. Zu mindest bei der Vorauswahl.

LG
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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Barockfan » 24.06.2017, 12:24

Das BH Kopfstück hat den traditionellen Cut.
Z.B. beim Z-Cut einer Azumi hat man sehr leicht einen Ton. Der ist dann aber auch schneller zu Ende, sprich nicht so variabel. Ich habe lieber mehr Blaswiderstand und damit mehr Möglichkeiten. Wenn ich mit 1,58 m genug Puste habe, sollte das eigentlich jeder hinkriegen. Die Azumi Besitzerin hat das Haynes Kopfstück an ihrer Flöte ausprobiert und spart jetzt auf einen neuen Kopf :mrgreen:

Bei Adams hatte ich mein Preislimit von 12.000 Euro angegeben. Herr Swinkels hat dann ausgepackt. Altus flog als erstes raus. Sagte mir gar nichts. Miyazawa, Sankyo sagte mir auch nicht zu. Powell war sehr schön und eine Pearl. Doch als ich die Haynes in der Hand hatte… Spielt sich gleichmässig von unten bis oben, hat eine Mörder erste Oktave und ein Volumen, mit dem man auch einen kleineren Konzertsaal befeuern kann (kürzlich ausprobiert). Ich hatte dann noch eine Muramatsu probiert, die um einiges teurer ist, aber bin immer wieder zur Haynes zurückgekehrt. Die hat einfach leise Töne, aber auch viel “Wumms“ , sprich eine gute Dynamik und liegt mir gut in der Hand. Durch den H-Fuss und das Vollsilber ist sie etwas schwerer, aber da gewöhnt man sich ganz schnell dran.

Nach 2,5 Stunden war dann klar für mich, ich brauche nicht noch mal nach Hause und überlegen, sondern habe die Flöte gleich mitgenommen, zu Hause habe ich gemerkt, dass ich aus Versehen eine ohne E-Mechanik gekauft habe, habe die dann umgetauscht, aber den Kopf behalten.

Also wie du siehst: So genau kann ich das gar nicht sagen. Es ist so ein Gefühl beim Spielen, dass einfach alles passt. Und die Flöte verträgt auch langes Spielen. Ich kann nur sagen, ausprobieren ausprobieren, und wenn man fühlt die passt, zuschlagen und auch genau diese Flöte kaufen.

BH: ich war auf der Musikmesse und habe mit Herrn Hammig gesprochen wegen eines Goldkopfes und mit seiner Flöte ausprobiert. Er hat mir dann den Gelbgoldkopf und einen neuen Rotgoldkopf zugeschickt. Ich habe den Gelbgoldkopf genommen, denn der passt schön mit der Haynes zusammen.
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Re: Erfahrungen mit Bernhard Hammig Flöten

Beitragvon Goldflöte » 13.07.2017, 12:21

Vielen Dank für Deinen Bericht. :D
LG
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