Erfahrungen mit Powell-Flöten




Was sind die besten Flöten? Auf welchen spielt ihr? Auf welcher würdet ihr gerne mal spielen?

Moderator: Altetröte

Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Jenna1807 » 10.07.2012, 14:21

Mich würde mal interessieren, ob jemand von euch schon mal auf einer Powell-Flöte gespielt hat.
Mittlerweile hat diese Firma ja auch bezahlbare Flöten auf dem Markt.
Ich war ganz überrascht, dass Flutissimo Powell im Sortiment hat.
Meine Lehrerin spielt ja eine Powell und ich bin total begeistert. Ok, die liegt preislich gesehen jenseits von gut und böse :wink:
Aber ich bin jedesmal happy, wenn ich das Goldstück spielen darf.
Hat jemand von euch schon mal die Flöten angespielt? Vielleicht sogar Powell Signature oder Sonaré?
Die anderen kann man ja nicht bezahlen :evil:
die Jenna
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von Anzeige » 10.07.2012, 14:21

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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Flutissimo » 15.07.2012, 11:04

Schönen guten Morgen,

natüüüüüüürlich hat Flutissimo auch Powell im Angebot! :-)) Welche möchtest Du gern spielen? :-)
Es ist fast alles da.

Die Qualität von Powell ist wirklich gut. Es gibt bei Powell folgende Serien:

Powell "Sonaré" : Ab Silberkopf-Modell bis Silberrohr - auch vergoldet erhältlich (handmade USA), Mechanik aus Taiwan
Powell "Signature": Vollsilberflöte (quasi die "Einsteigerflöte" im Vollsilberbereich), Handmade USA
Powell "Conversatory": Vollsilber in verschiedenen Varianten, Handmade USA
Powell "Traditionell": Höchste Qualität in vielen verschiedenen Varianten erhältlich, Vollsilber und Gold bis 19,5 Karat, Handmade USA

Es gibt zu allen Modellen in allen Serien verschiedene Kopfstücke.

Viele Grüße
Bernd
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Sheepy_Hollow » 08.08.2012, 16:25

Hallo Jenna,

mich freut es, hier mal weiterhelfen zu können. Ich selbst spiele auf einer Sonaré 705. Dies ist eine Silberrohrflöte mit Neusilberklappen. Das Kopfstück ist das gleiche, wie bei der Powell Signature und ist somit handgemacht bzw. handgeschnitten. Anfangs war es für mich eine enorme Umstellung von meiner Yamaha Yfl-211, aber es macht sich bezahlt. Mittlerweile bin ich an dem Punkt, andem ich zu einer Profi-Flöte wechseln möchte. Deshalb habe ich diverse Flötenmarken ausprobiert. Dazu war ich u. a. beim Flöten Haber in München und haber Burkartflöten, Powellflöten, Altusflöten und auch eine Brannenflöte ausprobiert.

Ich habe nicht nur das Conservatorymodell probiert, sondern auch das Traditionelle (beide in Silber und in Aurumite) und die Signature. Den besten Klang habe ich mit einer Silber-Conservatory-Flöte erzielt, auf der wir einen Silberkopf mit Goldmundlochplatte + Kamin gesteckt hatten. Das war wirklich umwerfend.

Mein Fazit nach diesen Tests (Miyazawa, Yamaha, Pearl, Powell, Sankyo, Altus, Burkart, Brannen, Muramatsu) ist, dass amerikanische Flöten in einer anderen Liga spielen und sich jeder glücklich schätzen darf, wenn er sich eine leisten kann (meist ab 10000 Euro aufwärts). Zudem bieten die "Amerikaner" den Service mehrere Köpfe ausprobieren zu können und da gibt es ENORME Unterschiede. Hier kann jeder seinen individuellen Kopf finden (wie bei Harry Potter der Zauberstab...), was das Flötespielen extrem einfacher macht. Ich habe mich jedenfalls entschlossen zu sparen und nicht 5000 Euro sondern bis zu 10000 für eine amerikanische Flöte auszugeben.
“Faux comme une flûte” est un proverbe musical dès longtemps établi. “Je connais quelque chose de plus faux qu’une flûte, disait Mozart. – C’est? – Deux flûtes.”
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Jenna1807 » 15.08.2012, 15:36

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Super!
Meine Lehrerin spielt ja auch mit Goldplatte und die Profiversion.
Aber ob ich sooo viel Geld ausgeben kann, bezweifle ich. :wink:
Ich dachte eher an die Hälfte.
Hoffentlich komme ich zu der Veranstaltung von Flutissimo, damit ich wenigstens mal an spielen kann.
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Flutissimo » 16.08.2012, 10:24

Hallo Jenna,

Du musst uuuuuunbedingt kommen. :-) Das wird eine tolle Sache. Aktueller Stand: 130 Teilnehmer, viele Workshops die den ganzen Tag über jeweils 1 Stunde lang angeboten werden, das Ensemble Quintessenz aus Leipzig und eben die Flötenmesse mit vielen Ausstellern und nahezu allen Marken.

Ich darf nochmal betonen, wir haben für diese Veranstaltung lediglich die Organisation der Messe übernommen, die begleitend zu den Workshops für alle Teilnehmer da ist. Es handelt sich dabei nicht um eine Verkaufsveranstaltung.

www.workshoptag.de

LG.
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Altetröte » 16.08.2012, 11:49

@ Flutissimo

ist jetzt offtopic, aber ich wollte Dich etwas zu dem Flötentag fragen: muss man sich für die Workshops anmelden? Oder kann man auch einfach nur zuhören und -sehen?
Ich habe nämlich grundsätzlich auch Interesse, weiß aber nicht, ob ich es schaffe. Und werden an dem Tag auch andere Flöten von Bernhard Hammig vorgestellt? Dann könnte
ich mir die Reise in den Schwarzwald sparen :D
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Flutissimo » 17.08.2012, 11:57

@ Altetröte: Für die Workshops war eine Voranmeldung erforderlich, aber es ist sicher kein Thema am Tag der Veranstaltung sich mit in die Veranstaltungen reinzusetzen und ggf. noch mitzumachen oder zumindest zuzuschauen.

Jawoll, die Flöten von Bernhard Hammig werden auch da sein. Ggf. schafft er es sogar selbst und bringt dann natürlich eine größere Auswahl mit. Das klärt sich aber noch. Aber das was für vorrätig haben, bringen wir schonmal mit :-))
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Altetröte » 17.08.2012, 12:32

danke, flutissimo. Ihr habt von Bernhard Hammig aber "nur" die Kurukulla, oder? Die käme nämlich für mich eher nicht in Frage :D

Ja, ich hoffe schon, dass ich es schaffe, aber mein Terminkalender schaut leider übelst voll aus, deshalb wollte ich mich nicht für einen Workshop anmelden, da ich nicht garantieren kann, dass ich es terminlich unterbringen kann :(
Aber Flöten ausprobieren würde ich schon gern :mrgreen:

*ähmimmernochofftopic*
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Flutissimo » 18.08.2012, 21:59

@ Altetröte: Die Kurukulla gibt es nicht mehr. Das Nachfolgemodell ist das Modell "Mezzo". Es werden neben dieser auch Kopfstücke und B.Hammig-Flöten da sein :-)
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Altetröte » 19.08.2012, 11:29

Danke, flutissimo

leider steht nun fest, dass ich am 15. September schon anderweitige Verpflichtungen habe :(

Ich wünsche Euch einen erfolgreichen Tag und tolle Workshops!
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Sheepy_Hollow » 06.05.2013, 02:08

Hallo Jenna,

hier ein Nachtrag zu den Powell-Flöten. So wie du scheinbar von den Hammig-Flöten angetan bist verhält es sich bei mir mit Amerikanischen Expemplaren. Ich habe bisher alle möglichen Flöten probiert: von Miyazawa, Sankyo (größter Schrott ever, da war sogar ne Yamahaflöte besser...), Muramatsu, Pearl, Yamaha, Jupiter, Trevor James, Altus, Sonare, Mancke und keine der Flöten fand ich bisher so gut wie die Marken Brannen und Powell. Powell und Brannen sind meiner Meinung nach schwerer zu spielen aber geben nach viel harter Arbeit einfach alles und mehr. Übrigens muss man da etwas differenzieren: bei Powell fand ich bisher die Flöten mit gezogenen Tonkaminen am Besten wohingegen bei Brannen die gelöteten besser klingen...

Jetzt habe ich mir meinen Traum erfüllt und habe eine gebrauchte Powell Flöte gekauft (Vollsilber, Handgemacht, Inline (besser für meine dürren, langen Finger), H-Fuß). Sie ist älter als ich ^^, aber so unglaublich toll, dass ich sie nie wieder hergeben will...

Oh man das klingt jetzt aber alles pathetisch, es ist ja eigentlich blos eine Flöte, aber meiner Erfahrung nach hat jeder andere Vorlieben und es kommt dabei sehr stark auf die Anatomie des Kinns und der Hände an und welche Blasrichtung man bevorzugt.

An alle: Also tut, was uns am meisten Spaß macht: (neue) Flöte(n) spielen

LG,
Benni
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon nicki89 » 06.05.2013, 08:19

Sankyo (größter Schrott ever, da war sogar ne Yamahaflöte besser...),


Darf ich mal fragen warum? ich habe gerade viele Flöten getestet und mich für eine Sankyo entschieden. Ich bin total begeistert von der Flöte....
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon Altetröte » 06.05.2013, 09:21

Sheepy_Hollow hat geschrieben:Hallo Jenna,

hier ein Nachtrag zu den Powell-Flöten. So wie du scheinbar von den Hammig-Flöten angetan bist verhält es sich bei mir mit Amerikanischen Expemplaren. LG,
Benni


Ich glaube, hier hast Du auch etwas verwechselt
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon La musicienne » 06.05.2013, 23:56

Vielleicht findet er Sankyo deshalb "schrott", weil die Mundlochplatte bei denen in der Regel gewölbt ist, sodass eine sehr leichte Ansprache möglich ist, aber dafür hat man nur wenig Möglichkeiten mit Klangfarben zu differenzieren. Zudem ist der Ton relativ hell, was natürlich Geschmacksache ist, ob einem das gefällt oder nicht...
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Re: Erfahrungen mit Powell-Flöten

Beitragvon nicki89 » 07.05.2013, 09:10

Hell und dünn finde ich etwas anderes. Die flöte klingt echt super und alles andere als dünn...
Also Größter Schrott ever finde ich sehr hart ausgedrückt... vorallem in der Preisklasse dieser Flöten....
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