Kann das MEINE werden?




Was sind die besten Flöten? Auf welchen spielt ihr? Auf welcher würdet ihr gerne mal spielen?

Moderator: Altetröte

Kann das MEINE werden?

Beitragvon Janinonah » 16.03.2018, 00:34

Hallo zusammen,

ich bin hier neu und wieder auferstandene Hobby-Flötistin. Bis vor 20 Jahren habe ich auf meiner 411-er Yamaha 6 (?) Jahre Unterricht gehabt - nie was anderes gespielt, völlig pausiert, seit drei Monaten spiele ich fast täglich.

Jetzt hab ich meine Yamaha zum Neustart zur Wartung gebracht und durfte ein paar Flötchen anspielen. Unter anderem eine Liebe auf den ersten Blick: eine gebrauchte Mateki.

Korrigiert ihr mich (immerhin querflötistisch immernoch eine End-Jugendliche) bitte, wenn ich folgendes sage:

Ich hab noch nie so einen Klang erlebt (logisch nicht) und kann mir auch nicht vorstellen, was tolleres aus einem Flötchen rauszuholen. Das bedeutet eigentlich, ich muss sie haben. So. Jetzt das Aber:

Hammergenial bekomme ich die 2. Oktave hin
Immernoch klasse klappt die 1. Oktave
Wirklich nicht gut klappt die Ansprache der 3. Oktave, aber nur die Ansprache. Wenn der Ton dann da ist, ist er toll.

Ist das Gewöhnung? Erlernbar? Oder ist das einfach nicht meine Flöte, auch wenn sichs noch so danach anfühlt?

(Hintergrundinfos: die Mateki war die einzige gebrauchte in der Preisklasse, in der sonst nur neue mit getestet wurden. Somit müssten ja die neuen eine andere Preis- und Qualitätskategorie sein. Ist das vielleicht schon der Grund für mein Klangempfinden?)

Also, dass ich nicht missverstanden werde: ich kaufe keine Flöte nach einem 1,5stündigen Testlauf. Davor würde ich schon noch ausgiebiger vergleichen. Ich möchte von euch Erfahrenen wissen, ob man sich an eine Flöte automatisch gewöhnt, wenn man in weiten Teilen echt gute Ergebnisse erzielt.

Danke für Eure Gedanken.
Janina
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Sheepy_Hollow » 16.03.2018, 02:30

Hallo Janinonah,

meine Empfehlung ist:

1) Suche dir einen Lehrer, mit dem du 100 % zufrieden bist, weil er genau erkennt, welche Spielmethode zu dir passt. Hier ist also hauptsächlich das didaktische und nicht das künstlerische Können gefragt.
2) Spiele mindestens 1-2 Jahre bei ihm, damit du einschätzen kannst, wo die Reise für dich hingeht. Im Gegenzug kann er dir ebenfalls eine Einschätzung und vielleicht sogar Empfehlungen geben.
3) Besuche einen Ort, an dem du fast alle Marken und Modell anspielen kannst. Die beste Möglichkeit ist ein Flöten-Festival. Das nächste findet in Deutschland voraussichtlich in 3 Jahren statt. Dort kann man die Marken eruieren, die zum beigebrachten Flötenspiel und deiner Anatomie passen. (Zu mir passt zum Beispiel anatomisch keine Powell. Vielleicht habe ich zu große Hände.)
4) Mache einen Vergleich zwischen den Flöten der engeren Auswahl und entscheide dich für eine Marke.
5) Teste mehrere Flöten des gleichen Modells und suche dir das Beste aus oder suche genau das Modell gebraucht.

Ich habe letztes Jahr das Festival besucht und 4-5 Hersteller gefunden, von denen ich mir vorstellen könnte, eine Querflöte zu kaufen. Da ich davor bereits einen Kauf getätigt hatte, habe ich mich etwas geärgert (ich habe zwar eine der 5 Marken aber keine gelöteten Tonlöcher und die fand ich bei allen 5 Herstellern besser als gezogene). Ein Kauf, der zu voreilig getätigt wird, macht dich langfristig unglücklich oder arm :lol:

LG

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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon tityre » 20.03.2018, 12:08

Das ist vermutlich ein bisschen Glaubenssache.
Meine Sicht: ich möchte eine Flöte, die es mir leicht macht. Ich bin zu alt, um mich jahrelang an einer Flöte abzuarbeiten, bis ich endlich das optimale Ergebnis erreiche. Deshalb würde ich nie eine Flöte kaufen, auf der irgendetwas für mich schwierig, bzw. schwieriger als auf der alten Flöte ist.

Ich habe damals einen Termin bei Bertram in Freiburg gemacht. Die Auswahl war für mich völlig ausreichend, ich hatte sehr viel Zeit, die Beratung war ok. und es ist am Ende eine Muramatsu geworden. Die Mini-Kritikpunkte die ich an Klang und Anblasverhalten hatte, waren erledigt, als ich das Ding noch mit einem Mancke Kopf kombiniert habe.
Evtl. könnte das Dein Problem ja auch lösen. Wenn aber auch ein anderer Kopf Deine Schwierigkeiten nicht beseitigt, würde ich Abstand nehmen. Aber wie gesagt, da mag es viele geben, die das anders sehen.

Eine Flötenausstellung wäre für mich, trotz der tollen Auswahl, nichts, weil mir das einfach zu laut und zu hektisch und man terminlich so gebunden ist.
Ich war damals mit Bertram sehr zufrieden, aber hier schwärmen viele von Flutissimo, besonders von der tollen Beratung (die kannte ich damals noch nicht). Ruf doch da mal an.
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon tityre » 22.03.2018, 16:40

Schau mal unter ADAMS - European Flute Centre, die haben vom 20. - 22. April eine Flötenausstellung. Vielleicht wäre das ja was.
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Pfiffi » 25.03.2018, 20:52

Hallo zusammen,

Janinonah schrieb:

Wirklich nicht gut klappt die Ansprache der 3. Oktave, aber nur die Ansprache. Wenn der Ton dann da ist, ist er toll.

Ist das Gewöhnung? Erlernbar? Oder ist das einfach nicht meine Flöte, auch wenn sichs noch so danach anfühlt?


Ich hatte mich - auch aus Preisgründen - seinerzeit zunächst für eine Silberrohrflöte mit versilberter Mechanik entschieden und habe ähnliche Erfahrungen gemacht: erste und zweite Oktave klanglich und von der Ansprache her toll, aber die dritte Oktave wollte nicht so recht. Insbesondere die Ansprache fand ich da schwierig. Ich habe dann auf eine Vollsilberflöte gewechselt und war total hin und weg, wie "leicht" die dritte Oktave auf einmal ansprach. Ich hätte vorher nie gedacht, dass der Umstieg von einer versilberten auf eine Silbermechanik so viel ausmacht - aber es hat wohl doch was damit zu tun, dass gleiche Materialien eben auch in gleicher Weise schwingen, während Vollsilber (Rohr) und versilbertes Neusilber (Mechanik) das eben nicht tun. Nun kann ich bei Dir nicht beurteilen, ob das auch evtl. auch am Material gelegen haben könnte, oder ob Du einfach schlicht ein bisschen aus der Übung bist, aber ich gebe tityre Recht: die Flöte sollte eigentlich von Anfang an meinem Klangideal in allen Lagen nahe kommen und es mir dabei möglichst leicht machen - ohne dass ich auf eine gewisse Dynamik verzichten muss.

Also kann es nur heißen: vor dem Kauf möglichst viele Modelle testen!. Die Flötenausstellung bei Adams ist da sicher eine gute Möglichkeit. Im vergangenen Jahr war ich auf der Musikmesse in Frankfurt, aber da hätte ich keine Flöte testen wollen, denn in der Messehalle wurde soviel gespielt (auf Streichern, Blech- und Holzbläsern), dass man kaum seinen eigenen Ton gehört hat. Nur Yamaha hatte etwas abseits einen eigenen großen Stand, da wäre es mit etwas Ruhe gegangen. Ansonsten kann ich aus eigener Erfahrung Flutissimo in Sankt Augustin wärmstens empfehlen: dort nimmt man sich seeehr viel Zeit (ich war über drei Stunden dort), bekommt eine Riesenauswahl in der gewünschten Preisklasse zum Testen und an keiner Stelle wird Verkaufsdruck ausgeübt - ich fühlte mich dort einfach nur herzlich willkommen und ehrlich beraten.
Viele Grüße aus DU
:)
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Janinonah » 28.03.2018, 11:58

Ich danke Euch für Eure ausführlichen Kommentare. Ich verrate Euch - mit einem Schmunzeln und garantiert ohne, dass Eure Kommentare langfristig umsonst waren - was es geworden ist:

Ein Wilson Tennisschläger :P (ehrlich).

Sprich: meine Yamaha Silberrohr kam von der Wartung zurück und ist in einem Hammer-Zustand. Ich bin völlig verliebt und kann das Klangerlebnis beim Probespielen zumindest ohne direkten Vergleich teilweise nachstellen (natürlich nicht wirklich). Es reicht aber definitiv, um das Thema Austausch noch ein paar Jährchen zu verschieben und erstmal einen soliden Ansatz wiederzuerlangen.
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Pfiffi » 28.03.2018, 20:11

Na dann: Spiel, Satz und Ton! :D
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Sheepy_Hollow » 28.03.2018, 22:04

Pfiffi hat geschrieben:aber es hat wohl doch was damit zu tun, dass gleiche Materialien eben auch in gleicher Weise schwingen, während Vollsilber (Rohr) und versilbertes Neusilber (Mechanik) das eben nicht tun.


Das Material bei einer Metallflöte schwingt nicht. Es schwingt nur die Luftsäule im Korpus. Eventuell ist es bei einer Holzflöte anders.


Janinonah hat geschrieben:Sprich: meine Yamaha Silberrohr kam von der Wartung zurück und ist in einem Hammer-Zustand. Ich bin völlig verliebt und kann das Klangerlebnis beim Probespielen zumindest ohne direkten Vergleich teilweise nachstellen (natürlich nicht wirklich). Es reicht aber definitiv, um das Thema Austausch noch ein paar Jährchen zu verschieben und erstmal einen soliden Ansatz wiederzuerlangen.


Herzlichen Glückwunsch. Dann kannst du es ja so machen, wie ich es vorgeschlagen habe :wink:
Die Yamahas haben eine echt solide Qualität für den Preis und können bei guter Pflege und Wartung ein paar Jahre bedenkenlos verwendet werden.

Ich habe circa 9 Jahre mit Unterbrechungen auf einer Yamaha der 200er-Reihe gespielt und finde besonders den Ton/Klang sehr solide und tragend. Sobald ich aber eine gewisse Fingertechnik erreicht und einen soliden Ton/Klang entwickelt hatte, stieß ich merklich an die Grenzen des Instruments.

Diesen Punkt erreicht man aber je nach Ambitionen erst nach 3 - 7 Jahren spielen auf der Flöte und selbst dann kann man auf der Tröte spielen :lol:

LG

Sheepy

PS: Sport zu machen ist übrigens eine super Sache! Viel zu wenig wird erwähnt, dass man als Flötist(in) eine gute körperliche Kondition benötigt. Besonders Atem- und Halteapparat wollen konditioniert sein :!:
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Altepic » 13.04.2018, 23:44

Flötenkauf anders.....

Vorab... keine Empfehlung für Anfänger!!
Seit ein paar Wochen bin ich stolzer Spieler einer Powell 2100, 2003 gefertigt.
Dazu mein Powell Aurumite Kopfstück 3100 - auch aus der Powell Serie.

Das ist jetzt meine 4. Querflöte.
Die erste war vor über 40 Jahren ein chinesisches Modell - war irgendwann so hinüber, dass ich sie in der Mülltonne entsorgt habe.
Dann eine Gemeinhardt - Vollsilberrohr. Da war die Flöte irgendwann so abgespielt, dass eine Überholung sich nicht rechnet.
Die Versilberung der Klappen war wegoxidiert.. Mechanik, etc.

Dann ca. 2002 eine Yamaha471 mit dem Profi-EC-Kopftück, was sonst erst ab der 571 gibt.
Die hat mir bis heute treuen Dienst geleistet. Als Intermediate Flöte wirklich super. Tolle Ansprache, Klang, Mechanik, etc..
Sie wurde aber auch viele Jahre nicht so wirklich gefordert.

Seit vier Jahren spiele ich wieder regelmäßig (ca. tgl. 1 Std) und habe die Grenzen des Instruments erreicht.
Mechanik wurde vor zwei Jahren neu versilbert und neue Federn/Polster.

Mein Wunsch war
ein vollerer Klang
bessere Ansprache der tiefen Töne - d1 abwärts
Vollsilbermechanik (muss man nicht mehr neu versilbern lassen)
H-Fuss

Das geht dann preislich schon in den Profibereich.
So viel möchte ich dann für mein Hobby doch nicht ausgeben...

Da kommt nun eBay, Vioworld, Musicalchairs - Die einschlägigen Verkaufsportale für Instrumente.
Über Ebay habe ich das Originalkopfstück der 471 verkauft.
letztes Jahr das Aurumite Kopfstück von Powell erworben. das passte perfekt auf meine Flöte. - der Qualitätssprung im Ton, der Ansprache, die tiefen Töne........ Phänomenal...
Dann das EC Kopfstück über eBay verkauft.
Vor Kurzem dann die Powell 2100 über eBay erworben.

jetzt lasse ich meine YFL471 noch mal reinigen und verkaufe sie mit dem Silberkopfstück von Powell.
Das ist immer noch eine super Flöt un mit dem Kopfstück genial.
Meine neue (gebrauchte) Powell will ich nicht mehr hergeben.

Worauf ich dabei hinaus will.
Natürlich sollte man beim Flötenkauf "seine" Flöte finden.
Mit entsprechendem Zeitaufwand kann man sich aber heute über den so gut informieren.
Statt 8.000 bis 10.000,- € habe ich deutlich weniger als die Hälfte für ein INstrument bezahlt, was bei regelmäßiger Wartung nicht schlechter wird.
Natürlich hatte ich nicht die Möglichkeit 15 verschiedene Flöten zu testen.
Durch den Vorabkauf des Kopfstücks wollte ich aber auch noch den Rest der Flöte.
Fazit: Zeitaufwendig (ich glaube ich kann jetzt 'ne Menge Flöten je nach Alter bewerten) - für mich mehr als zufriedenstellend - nicht jedem zu empfehlen.
Man sollte sich Zeit lassen und auch auf die Gelegenheit warten.

LG Altepic
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Sheepy_Hollow » 14.04.2018, 09:59

Altepic hat geschrieben:Seit ein paar Wochen bin ich stolzer Spieler einer Powell 2100, 2003 gefertigt.
Dazu mein Powell Aurumite Kopfstück 3100 - auch aus der Powell Serie.


Herzlichen Glückwunsch zur neuen Flöte.

Altepic hat geschrieben:Vorab... keine Empfehlung für Anfänger!!


Auch nicht für Fortgeschrittene!

Altepic hat geschrieben:Natürlich hatte ich nicht die Möglichkeit 15 verschiedene Flöten zu testen.


Das ist die Denkweise, die ich ebenfalls lange hatte. Das ist aber so nicht ganz richtig. Powell kann man beim Haber (München) und bei Adams (Holland) testen, wenn ich mich nicht täusche (und nicht nur eine!)
Flötenfestivals kommen immer wieder. Musikmessen noch häufiger => Hier ist Flöten Haber immer vertreten. Bei Flutissimo oder bei Bertram in Freiburg kann man weit mehr als nur 15 Flöten testen.

Oftmals fehlt es uns nur am Wissen, wo/wie man testen kann. Ich teste, wenn möglich, jede Flöte von Flötenkollegen. Da deckt man ebenfalls viele Hersteller Modelle ab.

Ich habe mich übrigens erneut gegen Powell entschieden. Immer wenn ich Powells verglichen habe, fand ich andere Marken passender für mich. Diesen Test konntest du nicht machen.

Also Augen auf im Straßenverkehr.

LG

Sheepy
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Altepic » 14.04.2018, 22:03

Hallo Sheepy,

Ja... aber....
Ich habe ja geschrieben, daß diese Art des Flötenkaufs nicht jedem zu empfehlen ist.
Natürlich will man möglichst viele Hersteller und Modelle vergleichen.
Ich hatte vor, mir eine gebrauchte Vollsilberflöte im Internet zu suchen.
Natürlich hätte ich die von Dir empfohlenen Händler/ Flötenausstellungen .. besuchen können. Da probiere ich aber die aktuellen Flöten, die ich ja nicht kaufen will. ja, iche kenne das allles - Bertram, Flutissimo, Adams, Uezawa, Flötentage, ..... Das ist mir dann doch für mein"Hobby" zu teuer.
Also .. Kompromisse eingehen.
Ich habe in meiner "Flötenkarriere" auch schon einige Marken probiert und weiß, welche mir persönlich nicht liegen (Pearl, Miyazawa, Muramatsu)
Nachdem ich letztes Jahr schon das Powell Aurumite Kopfstück gekauft hatte, mit "enormer" Verbesserung auf meiner Yamaha, war ich natürlich schon ein wenig auf Powell fixiert. Ich weiß aus den Internet Recherchen über fast zwei Jahre, daß Powell Flöten auch nicht zu jedem Flötisten passen. Zu mir schon. Meinte mein Flötenlehrer letztens auch (Er spielt aber seit 30 Jahren Bernhard Hammig)
Kann ich mir nie leisten :(

Fazit - ich habe eine Flöte gefunden, mit der ich glücklich bin, vollen Sound habe, modulieren kann, die Töne super ansprechen, die Mechanik top ist, ......
Ich spiele ein Profiinstrument und es macht Riesenspass!
Will damit sagen, wenn man auch nicht das Optimum in der Auswahl hat, kann man doch mit etwas Glück das Richtige finden. Man darf dann nur nicht fragen, ob es "noch besser"hätte sein können.
Danke für Deinen Kommentar
LG Altepic
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Pfiffi » 15.04.2018, 01:16

Hallo zusammen,

@Altepic: dann erst einmal herzlichen Glückwunsch zur und weiterhin viel Freude mit Deiner Traumkombination!

Die folgenden Zeilen haben eigentlich nichts mehr mit dem Thread zu tun, aber einen Kommentar von Sheepy verstehe ich nicht ganz:

Sheepy_Hollow hat geschrieben:Das Material bei einer Metallflöte schwingt nicht. Es schwingt nur die Luftsäule im Korpus. Eventuell ist es bei einer Holzflöte anders.


Wenn dem so wäre, müssten ja alle Metallflöten gleich klingen, da sie absolut starr wären und nur evtl. das Mundloch einen Einfluss auf die Leichtigkeit der Ansprache hat. Warum aber klingen dann Neusilberflöten anders als Silberkopfflöten als Vollsilberflöten als Goldflöten? Natürlich "reflektiert" auch das Material die Wellen der Luftsäule unterschiedlich und gerät dabei selbst in Schwingung - oder ist es reine Einbildung, dass die Flöte bei manchen Tönen sogar fühlbar vibriert?

Nun bin ich nur Mathematiker und kein Physiker :wink: , aber dass das Material bei einer Metallflöte nicht auch in irgendeiner Weise mitschwingt, glaube ich nicht.
Viele Grüße aus DU
:)
Pfiffi
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Sheepy_Hollow » 15.04.2018, 09:53

Pfiffi hat geschrieben:Wenn dem so wäre, müssten ja alle Metallflöten gleich klingen, da sie absolut starr wären und nur evtl. das Mundloch einen Einfluss auf die Leichtigkeit der Ansprache hat. Warum aber klingen dann Neusilberflöten anders als Silberkopfflöten als Vollsilberflöten als Goldflöten? Natürlich "reflektiert" auch das Material die Wellen der Luftsäule unterschiedlich und gerät dabei selbst in Schwingung - oder ist es reine Einbildung, dass die Flöte bei manchen Tönen sogar fühlbar vibriert?

Nun bin ich nur Mathematiker und kein Physiker :wink: , aber dass das Material bei einer Metallflöte nicht auch in irgendeiner Weise mitschwingt, glaube ich nicht.


Wenn du Mathematiker bist, dann gehe ich davon aus, dass du auch Logik studiert hast, weshalb du den ersten Satz nochmal überarbeiten solltest. Diese Aussage kann in deinem Sinne nur Stimmen, wenn alle Metallflöten absolut identisch gebaut wurden, was unmöglich ist. Eventuell kann man das anhand möglichst identisch gebauter Flöten testen (dieser folgt gleich). Die Diskussion über Material einer Querflöte wurde schon ausführlich geführt und teilweise erforscht:

https://iwk.mdw.ac.at/?page_id=97&sprache=1

Die Querflöte ist nur der Resonanzraum, in dem die Luftsäule schwingt. Es geht nicht um das Material der Querflöte sondern darum, wie es verarbeitet wurde.

LG

Sheepy :D
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Pfiffi » 16.04.2018, 22:37

Hallo Sheepy,

ok, ich überarbeite den ersten Satz, er war in der Tat nicht präzise genug: :wink: (shame on me!)

Wenn dem so wäre, müssten ja alle Metallflöten gleich ansprechen, [......]

Das steht auch nicht im Widerspruch zu dem Artikel unter dem Link, den Du dankenswerterweise mitgeschickt hattest, denn der bezieht sich (wenn ich jetzt nichts übersehen habe) nur auf den Klang, nicht auf die Ansprache. Natürlich spielen hier auch Mundloch, Verarbeitung und viele andere Dinge eine Rolle - aber (und da bin ich mir ganz sicher) eben auch das Material, weil jedes Material anders resoniert und sich damit auch die Luftsäule leichter oder eben auch schwieriger zum Schwingen bringen lässt. Wenn diese Theorie stimmt, "lebt" das Material eben doch und "schwingt" mit.......

Vielleicht können wir uns ja darauf einigen :D
Viele Grüße aus DU
:)
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Re: Kann das MEINE werden?

Beitragvon Altepic » 17.04.2018, 00:03

Wer etwas tiefer in die Querflöte eingestiegeng ist, kennnt sicherlich die Studie vom Klanginstitut in Wien.
ich höre oft die Flöten auf Youtube. Dann denke ich mir manchmal, kann ich den typixhen Klang von Jamaes Galway heraushören?
... Nein.
Manchmal klingen die Flöten von anderen Musikern ähnlich oder genau so.
Auf welcher Flöte spielt er gerade?
Nagahara, muramatsu ....

Sicher physikalisch klingt nur die Luftsäule in der Flöte.
da kommen aber noch viele feinheiten dazu.
die Mechanik.
habe mal bei einer Überholung eine Schülerflöte als Ersatz gehabt, da kamen die Klappen nicht so schnell zurück, wie ich sie wieder drücken wollte.
Ansprache der Töne.....
Wer eine Handgearbeitete Flöte spielt kennt den Unterschied.
Ich habe Jahre an den tiefen Tönen gearbeitet. Immer gedaxht, du musst da noch besser werden.
Mit einer Profiflöte kommen die Töne ganz anders :D
Ich kann schnelle Läufe plötzlich noch schneller spielen.

Das sind schon riesige Unterschiede

Aber... Profiflöten sind nicht für Anfänger.
Ich brauche mit dem Aurumite Kopfstück mehr Luft., mehr Lippenbewegung
Am Anfang waren nach einer Std. spielen meine Lippen "fertig" fast bis zum Muskelkater....

LG Altepic
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