Meinung zu Pearl Flöten




Was sind die besten Flöten? Auf welchen spielt ihr? Auf welcher würdet ihr gerne mal spielen?

Moderator: Altetröte

Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon diewebbine » 15.05.2012, 10:28

Hallo, ich habe folgende Frage:

meine Tochter spielt seit 1,5 Jahren in einer Bläserklasse die Yamaha 211 und braucht nun zum Ende
der 6. Klasse eine eigene Flöte. Wir haben schon im ortsansässigen Musikhandel einige ausprobiert
(Yamaha, Jupiter, Azumi, Pearl). Meiner Tochter gefiel die Pearl ziemlich eindeutig am besten, wobei
Sie mit der Flöte ohne Silberkopf eher besser zurechtkam als mit der Vollsilberkopfflöte. Der
Verkäufer hat uns allerdings empfohlen zu überlegen, ob die Silberkopfflöte (665 E) nicht auf längere
Sicht die bessere Wahl sei.

Wir sind jetzt schon drauf und dran eine der beiden Pearl-Flöten zu kaufen. Beim Stöbern hier
im Forum habe ich allerdings entdeckt, dass jemand diesen Flöten "schwache Tiefen und schrille
Höhen" attestiert hat, was mich jetzt etwas verunsichert. Wer von Euch hat Erfahrungen mit
diesen Flöten und kann mir Tipps geben? Wäre Euch sehr dankbar.
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von Anzeige » 15.05.2012, 10:28

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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon tityre » 15.05.2012, 13:00

Du, das könnte ich gewesen sein, wobei ich auch nur die Schülerflöten kenne. Pearl hat ja auch so eine Profischiene, die habe ich noch nicht in der Hand gehabt.

Mein Problem war: Als ich die Flöte kaufte, konnte ich die hohen Töne nicht besonders gut spielen und habe hauptsächlich tiefe und mittlere Lage getestet und besonders unten war sie toll. Oben war es schrecklich, aber ich dachte, das läge an mir. Irgendwann habe ich dann gelernt, in der hohen Lage zu spielen, aber leider meine Flöte nicht :( Meine Lehrerin meinte damals, das wäre typisch Pearl und und ich habe danach nie wieder eine Pearl gespielt.
Das ist alles schon lange her und vielleicht haben sich die Flöten ja verbessert, ich hatte ja auch keinen Silberkopf.

Trotzdem sitzt das bei mir irgendwie drin und ich tendiere deswegen für Schüler eher zu Yamaha.
Die Azumis sind ein bisschen anders gestrickt: sie machen es einem sehr leicht, in allen Lagen einen schönen Ton zu produzieren und wenn man gerne noch mehr aus der Flöte herausholen will, gibt es ein Kopfstück für Fortgeschrittene.
Muss man einfach ausprobieren; ich habe die 3000er als Ersatzflöte und finde sie nach wie vor gut. Silberkopf lohnt sich aber in jedem Fall, egal welche Flöte.
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon floetenvogel » 15.05.2012, 14:23

Hallo,

in unserer Familie gibt es drei Flöten: zwei Pearl und eine Azumi. Ich selbst spiele die Pearl RE 525 und bin damit hochzufrieden. Eine meiner Töchter spielt ein Pearl Sondermodell mit Silberkopf. Die klingt nochmal schöner (was vielleicht auch daran liegt, dass meine Tochter länger und besser spielt als ich :lol: ). Auch die Azumi 2000 RE ist toll und für meine andere Tochter wie gemacht.
Deine Tochter spielt ja schon seit einiger Zeit und wenn ihr die Pearl am besten liegt, dann würde ich ihr die Entscheidung überlassen. So habe ich es mit meinen Kindern auch gemacht als der Flötenneukauf anstand und es bis heute keine Sekunde bereut.

LG Flötenvogel
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon Luvanir » 15.05.2012, 17:12

Also nach meinen Erfahrungen mit Pearl Flöten würde ich da grundsätzlich auch nicht zu diesem Hersteller raten (in Bezug auf das Schülersegment! Das Profisegment ist ein ganz anderes Thema). Sie sind zwar idR deutlich günstiger als Yamaha und Azumi aber kommen da klanglich nicht wirklich ran.

Ich finde sie haben eine sehr schwache Tiefe und eine schrille Höhe. Die Mittellage ist klanglich in Ordnung und spricht auch sehr leicht an. Das Überblasen geht auf Anhieb recht einfach.
Um aber richtig laut und kräftig zu spielen brauche ich (und auch alle Schüler von mir, die eine Pearl spielen) deutlich mehr Luft und Kraft als bei Schülerflöten anderer Hersteller. Sie klingen zwar "nett", aber sonst passiert da klanglich nicht viel. Das ist für den Anfang sicherlich in Ordnung und eine Pearl Flöte ist natürlich jeder Noname Flöte vorzuziehen. Aber grundsätzlich würde ich Schülerflöten von Yamaha, Azumi oder Sonare den Pearl Flöten vorziehen. Wobei das sicherlich auch Geschmackssache ist und es sicherlich auch viele Spieler gibt, die den Klang der Pearl Flöten mögen (mir ist er einfach zu flach, zu einfach, ausdruckslos....aber das ist meine Meinung :D ).

Dazu hatten ausnahmslos alle Schüler von mir mit ihren Pearl Flöten Schwierigkeiten. Bei einer waren ständig irgendwelche Schrauben locker. Bei einer anderen haben von Anfang an die Klappen unheimlich häufig und penetrant geschmatzt. Ständig mussten irgendwas in der Mechanik nachgestellt werden usw. Vielleicht war da auch viel Pech dabei, aber in den letzten Jahren sind da die Pearl Flöten einfach sehr negativ aufgefallen. So viele Probleme hatten wir mit Yamaha und Azumi Flöten eigentlich nicht (wobei auch da das natürlich vorkommen kann...). Das ist natürlich auch keine statistische Aussage, sondern bezieht sich nur auf meine Erfahrungen! Andere können da natürlich auch ganze andere Erfahrungen gemacht haben! Wobei mein Händler an diesem Punkt ganz klar die Azumi Flöten bevorzugt. Sie wären wohl sehr robust und sehr unkompliziert in der Reparatur.

Letztendlich ist es aber eure persönliche Entscheidung. Grundsätzlich sind alle Markeninstrument gut spielbar und man kann nicht so wahnsinnig viel falsch machen (im Vergleich jetzt mit Noname Instrumenten aus China o.ä.). Und wenn deine Tochter mit der Pearl Flöte deutlich besser zurechtkam als mit anderen Instrumenten, dann macht es auch nicht unbedingt Sinn ein anderes Instrument zu wählen.

Ein Silberkopf lohnt sich klanglich in der Regel schon und sollte daher eine Überlegung wert sein. Vor allem dann, wenn ihr länger mit dem Thema Flötenkauf "Ruhe" haben wollt. Schließlich spielt sie schon zwei Jahre. Andererseits kann man auch mit einer versilberten Flöte wirklich problemlos viele Jahre spielen und klanglich sehr viel rausholen (und es ist auch Geschmackssache was einem besser gefällt!)! Ein Silberkopf ist daher auf keinen Fall Pflicht. Letztendlich müsst ihr entscheiden wieviel Geld ihm zum jetzigen Zeitpunkt ausgeben könnt und wollt. Der Verkäufer möchte so oder so einfach die teurere Flöte verakaufen :-). Und auch hier: wenn sie mit der versilberten besser zurechtkommt, dann würde ich jetzt nicht die Silberkopfflöte kaufen.
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon Luvanir » 15.05.2012, 17:19

Aber in dem Zusammenhang eine andere wichtige Frage:
Wisst ihr schon wo eure Tochter anschließend an die Bläserklasse Unterricht haben wird?

Oft haben Lehrer auch ganz bestimmte Vorstellungen und Erwartungen in Bezug auf die Instrumente ihrer Schüler. Manche bevorzugen beispielsweise Ringklappen, andere Deckelklappen. Auch in Bezug auf den Hersteller gibt es da meist Favoriten. Und natürlich haben viele Lehrer auch Kontakte zu den Musikhäusern und bekommen daher unter Umständen Rabatte. Manche Lehrer möchten auch unbedingt zum Instrumentenkauf mitkommen.

Daher macht es vllt. auch durchaus Sinn erst Kontakt mit dem zukünftigen Lehrer aufzunehmen und sich auch in Bezug auf den Instrumentekauf beraten zu lassen. Aktuell hat deine Tochter ja auch noch ein Leihinstrument und daher dürfte der Kauf doch auch nicht eilen oder?

Und wenn ihr euch noch unsicher könnt ihr natürlich auch erst einmal ein Instrument leihen (bzw. über Mietkauf erwerben). Das bieten mittlerweile sehr viele Händler an. Da ist man dann oftmals nur für ein halbes Jahr an das Instrument gebunden und könnte sich anschließend vllt auch für ein anderes Instrument entscheiden. Zum Teil werden dann die geleisteten Mieten auch auf ein anderes Instrument angerechnet. Da gibt es aber verschiedene Modelle.
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon Christina » 16.05.2012, 12:31

Ich arbeite im Anfängerbereich sehr oft mit Pearl-Flöten, weil die bei uns seit Jahren als Vereinsflöten im Umlauf sind. Als Schülerflöten finde ich sie durchaus okay, wenn auch nicht überragend toll. Die Schwäche in der Tiefe kann ich bestätigen, da hat man es mit anderen Modellen sicher leichter. Auffallend schrill in der Höhe empfinde ich sie eigentlich nicht und wenn doch, dann lässt es sich meist durch entsprechende Verbesserung der Spieltechnik ausgleichen. Mit der Mechanik hatte ich gelegentlich das Problem, dass sich bei einzelnen Instrumenten die Schrauben der langen Achsen gelockert haben und das immer wieder. Die anderen Flöten finde ich aber recht robust, obwohl sie bei unseren Kids sicher einiges mitmachen müssen.

Klanglich gibt zumindest das einfache versilberte Modell (505 bzw. davor 501) nicht ganz viel her. Man muss sich schon arg anstrengen, damit es sich nach was anhört und besonders flexibel im Klang finde ich sie auch nicht. Aber das sind sicher Punkte, die bei einem Anfänger in den ersten Jahren zu vernachlässigen sind und eher für den fortgeschrittenen Flötisten interessant werden.

Erwähnen sollte ich vielleicht noch, dass sich bisher ausnahmslos alle meine Schüler, die mit der geliehenen Pearl angefangen haben, wenn es nach einigen Jahren an den Kauf einer eigenen Flöte ging, für ein anderes Modell entschieden haben. Das kann natürlich Zufall sein.

Wenn sich deine Tochter mit der Pearl wohl fühlt, macht ihr damit sicher nicht viel völlig falsch. Voraussichtlich erwerbt ihr damit ein Instrument, das ihr für eine ganze Weile ausreichen wird. Ich würde jetzt nicht unbedingt auf dem Silberkopf bestehen, wenn sie mit dem anderen besser klarkommt. Es besteht ja theoretisch später auch die Chance, die Flöte z.B. durch einen besseren Kopf aufzuwerten (wobei sich dann immer die Frage stellt, ob sich das bei einer Schülerflöte wirklich lohnt). Deine Tochter soll das Instrument spielen, darum ist in erster Linie wichtig, dass sie gut damit klarkommt.
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon Jenna1807 » 16.05.2012, 14:04

Als bei mir ein Flötenkauf anstand, war auch Pearl in meiner Auswahl an Flöten.
Aber komischerweise kam ich mit der überhaupt nicht klar. Auch den Klang fand ich überhaupt nicht toll.
Meine Lehrerin, die dabei war, schüttelte ebenfalls den Kopf.
Es wurde dann eine Yamaha, die zwar schwerer zu spielen war (und leider immer noch ist :twisted: ), aber einfach
toll vom Klang her ist.
Wie die sogenannten Schülerflöten, so bis 1000 € sind, weiß ich nicht.
Ich habe mich in der 2000er Euro-Klasse rumgetrieben und da fanden wir Pearl nicht so dolle.
Wenn sich aber deine Tochter damit absolut wohl fühlt, will sie vielleicht nichts anderes mehr ausprobieren. Kenne das von mir :lol:
Wenn du eine Möglichkeit hast, nimm Lehrer/in mit und probiert noch mal durch.
Leihen ist natürlich auch immer eine Option!
die Jenna
mit ihrer "Diva" Yamaha 471 H
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon diewebbine » 16.05.2012, 22:03

Also erstmal möchte ich Euch allen herzlich danken für Eure ausführlichen Infos, damit hätte
ich niemals gerechnet. Und dann noch so schnell....

Ich glaube, das muss ich erstmal alles sacken lassen. Obwohl ich schon heraushöre, dass
die Pearl zumindest nicht uneingeschränkt zu empfehlen ist. Bei den Yamaha-Modellen
scheint das anders zu sein: abgesehen von persönlichen Präferenzen haben die
Wenigsten an dieser Marke etwas auszusetzen. Das Dumme ist nur, das meine
Tochter sich momentan auf Pearl eingeschossen zu haben scheint.

Übrigens habe ich sie vorhin mal im Blindversuch bei Thomann den Klang der Pearl 665
und der Yamaha 311 vergleichen lassen. Sie fand die Pearl klanglich viel schöner (also
ohne vorher zu wissen, dass es sich um diese handelt). Ich empfand dagegen, dass
die Yamaha einen volleren Klang hat. Sprach mich persönlich mehr an. Also es bleibt
schwer, zumal ich auch ganz gerne spiele (ich habe mitgelernt, als sie anfing). Aber
natürlich sollte zuallererst sie mit der Flöte zurechtkommen. Ich pass mich dann schon
an.

Übrigens fand ich die Azumi beim Anspielen im Musikladen sehr schön. Habe aber auch
da beim Stöbern den Hinweis gefunden, dass sie "sehr hoch intoniert und man daher
in der 3. Oktave Schwierigkeiten haben könne". Auch das verunsichert mich an dieser
Stelle wieder. Ja und dann ist der Preis für das günstigste Schülermodell ja deutlich
höher als bei den anderen, die Qualität aber angeblich nicht....

Ihr gebt öfter den Hinweis, dass man den Musiklehrer zur Auswahl mitnehmen könne.
Das ist bei uns schwierig, da es sich um den Lehrer der Bläserklasse handelt, also kein
Privatlehrer.

Ich würde mich freuen, wenn noch jemand einen Tipp bzw. Kommentar hat. Kann uns
nur weiterhelfen bei der Entscheidungsfindung.
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon tityre » 17.05.2012, 07:42

Dass die Azumi in der 3. Oktave hoch intoniert, ist nichts Besonderes. Das ist bei den meisten Schülerflöten so. Das wäre für mich kein Ausschlussgrund. Ich hatte das damals ja bemängelt, aber dazu musst du wissen, dass ich normalerweise eine Muramatsu spiele und die Azumi dagegen verglichen habe; das kann man so nicht verallgemeinern.

Die hohe Oktave neigt schon von Natur aus, bei noch nicht so versierten Schülern hoch zu werden, das ist ganz normal und liegt in ansatztechnischen Problemen begründet. Es gibt dann halt "Mercedes"flöten, die das schon technisch ein bisschen abfedern, aber Schülerflöten tun das in der Regel noch nicht.
Jeder muss lernen, die hohe Oktave richtig zu intonieren und das ist meiner Meinung nach auf einer Azumi nicht schwieriger, als auf einer Yamaha. Auch darauf spielen die meisten im hohen Register erst mal zu hoch.
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon Altetröte » 17.05.2012, 14:48

Also ich spiele selbst eine Pearl Flöte, allerdings kein Schülermodell und einen anderen Kopf. Ich habe sie damals auch gegen die gleichwertige Yamaha ausgesucht und fand den Klang weicher und das ist er immer noch.
Die "Macken" der Flöte sind vorhanden, aber ich glaube, dass jede Flöte ihre Schwächen hat. Letztendlich liegt es am Spieler, was er aus der Flöte herausholen kann. Meine Pearl war sogar schon im Einsatz im Profi-Orchester, als die Flöte meiner Freundin, die dort Soloflötistin ist, kurzfristig nicht mehr spielbar war und sie hätte sie sich sicher nicht ausgeliehen, wenn es ein schlechtes Instrument wäre. Sie spricht relativ gut an, die Mechanik läuft zuverlässig und alles andere ist meiner Ansicht nach erst einmal nebensächlich. Natürlich wird man nach einigen Jahren das eine oder andere bemängeln und sicher hat sie ihre klanglichen Schwächen in der 3. Oktave, aber das hat jede Flöte und auch hier ist wieder der Kopf bwz. der Bauch :mrgreen: hinter dem Mundstück gefordert. Intonieren muß der Flötist und die dritte Oktave ist nunmal heikel. Die matte Mittellage und die fehlende Tiefe kann man durch Technik kompensieren und ich spiele im Orchester mit Altus und Yamaha Flöten zusammen und muß mich nicht dahinter verstecken; im Gegenteil. Im übrigen ist die Beurteilung von Ton und Klang sehr individuell, der eine liebt den kernigen Ton und andere mögen lieber den sanften Klang. Wenn also Deine Tochter mit der Pearl am besten zurechtkommt, dann sollte sie sie auch bekommen. Bleibt sie dem Flötenspiel treu, wird das sicher nicht ihre letzte Flöte sein und dann kann man immer noch schauen. Dann hat sich bereits Einiges gefestigt und man hat auch Vorstellungen entwickelt, wohin man kommen möchte und welches Klangideal man anstrebt.
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon tityre » 17.05.2012, 15:44

Altetröte hat geschrieben:Im übrigen ist die Beurteilung von Ton und Klang sehr individuell, der eine liebt den kernigen Ton und andere mögen lieber den sanften Klang.


Das stimmt, aber selbst das hängt meiner Meinung nach mehr am Spieler, als an der Flöte.
Mein erster Lehrer hat auch eine Pearl gespielt und hatte einen extrem kernigen Klang. Das war einfach ein spezieller Ansatz und eine spezielle Art zu spielen. Ich kann das heute noch, egal auf welcher Flöte, aber mein Klangideal hat sich verändert.
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon Sheepy_Hollow » 03.06.2012, 19:59

Ich spiele auf einer Piccolo von Pearl: PFP 165 E (Halbreformkopf: Grenadill, Korpus Grenaditte, Mechanik Neusilber - Versilbert)

Einen Vergleich habe ich mit der PFP 105 (Reform- und glatter Kopf) von Pearl, der YPC 62 von Yamaha und der YPC 62 R (Reformkopf) gezogen. Die PFP 165 E war eindeutig das Flaggschiff, weil die Intonation einzig bei der PFP 165 E akzeptabel war. Außerdem klingt sie lieblich, wie eine schöne Orgelpfeife und die Tiefe Lage ist beeindruckend kraftvoll und klar und klingt nicht wie eine asthmatische Taube, wie Trevor Wye gerne sagt.

Das ist allerdings auch das einzige Instrument von Pearl, das ich je getestet habe.

Hoffentlich hilft das irgendwie weiter.

LG,
Benni
“Faux comme une flûte” est un proverbe musical dès longtemps établi. “Je connais quelque chose de plus faux qu’une flûte, disait Mozart. – C’est? – Deux flûtes.”
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon diewebbine » 25.06.2012, 09:57

Hallo alle zusammen,

ich möchte Euch noch kurz berichten, wie unser Projekt "Querflötenkauf" letztlich entschieden wurde: Meine Tochter und ich haben uns am letzten Freitag,
für eine Azumi 2000 (also Silberkopf) entschieden! - Die Vorbehalte gegen Pearl Flöten, die ich hier und da in Euren Beiträgen raushörte, haben uns dazu
veranlasst, doch auch die Azumi beim nochmaligen Besuch im Musikladen nochmal anzuspielen, zumal ich den Preis von 999 Euro für die Azumi
AZ 2000 E auch attraktiv fand (1000 Euro war unser Limit).

Ohne vorher zu wissen, welche Sie gerade anspielt, gewann für meine Tochter diesmal die Azumi, auch und gerade weil die Ansprache so gut
klappte. Die Pearl fand sie auch nach wie vor gut, aber klanglich schien uns dann die Azumi doch ansprechender. Ich bin jetzt ganz glücklich, dass
wir beide obendrein einer Meinung waren.

Euch allen möchte ich danken für die tolle Unterstützung. Ihr habt uns sehr geholfen.
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon tityre » 25.06.2012, 12:55

Ich denke, damit fahrt ihr sicher ganz gut. Wenn Deiner Tochter die Flöte irgendwann klanglich nicht mehr reicht, könnte sie theoretisch noch beim Kopfstück einen drauf setzen und sich eins mit S-Cut holen. Somit ist das Instrument also auch noch etwas ausbaufähig.

Ich habe die Azumi (allerdings die 3000er) immer noch als Ersatzflöte und bin im Prinzip auch immer noch damit zufrieden.
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Re: Meinung zu Pearl Flöten

Beitragvon WorldO » 06.05.2016, 14:49

Die Azumis sind ein bisschen anders gestrickt: sie machen es einem sehr leicht, in allen Lagen einen schönen Ton zu produzieren und wenn man gerne noch mehr aus der Flöte herausholen will, gibt es ein Kopfstück für Fortgeschrittene. ????
lol
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