SANKYO CF 501 HANDMADE RBE




Was sind die besten Flöten? Auf welchen spielt ihr? Auf welcher würdet ihr gerne mal spielen?

Moderator: Altetröte

SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon asoana » 09.02.2009, 09:12

Guten Morgähn,

ich habe die Möglichkeit, die oben genannte Flöte am Freitag mal auszuprobieren und eventuell zu einem "günstigen" Preis zu erwerben. Hat denn schon jemand Erfahrung mit dieser Flöte?
Würde mich über Infos freuen.

Grüße Dominik
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von Anzeige » 09.02.2009, 09:12

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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon Christina » 09.02.2009, 09:33

Hallo!

Habe gerade mal fix nachgeschaut, das hier ist das gute Stück: http://www.thomann.de/de/sankyo_cf_501_handmade_rbe.htm

Auf jeden Fall eine absolute Profiflöte, mit Sicherheit ein tolles Instrument und anspielen lohnt sich auf jeden Fall! Meine Preislage wäre es (zumindest neu) nicht so ganz, außerdem stehe ich persönlich nicht so auf Flöten mit H-Fuß, aber das muss jeder selber wissen.

Hast du die gebraucht angeboten bekommen? Was soll sie denn noch kosten, wenn ich fragen darf? Dann ist natürlich entscheidend, wie alt und in welchem Zustand sie wäre ...
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Beitragvon asoana » 09.02.2009, 10:13

Ich habe leider noch recht wenige Infos über die Querflöte. Sie ist gebraucht, soll 3000 Euro kosten und wurde von einer jetzigen Studentin gespielt, die sich eine bessere gekauft hat. Geld spielt bei dieser wohl keine Rolle. Soweit ich mich noch erinnern kann, hat die Querflöte eine Generalüberholung hinter sich. Interessenten gibt es viele, von daher wird sie mir wohl eher verwehrt bleiben...höchstens ich gebe ihr noch etwas Trinkgeld mit.
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon Christina » 09.02.2009, 12:14

Garantiert eine prima Flöte. Aber 3000,- sind auch immer noch eine Menge Geld (so etwa in dem Preisrahmen lag meine neue Flöte jetzt) und du solltest dich ernsthaft fragen, ob es das denn nun wirklich sein muss. Soweit ich weiß, hast du doch ein gutes Instrument, das dir für deine Zwecke auf jeden Fall noch einige Jahre reichen sollte. Und die Profiflöten sind nicht unbedingt leichter spielbar für einen Anfänger.

Trotzdem, ausprobieren würde ich sie an deiner Stelle schon, und wenn es nur dafür ist, mal einen Eindruck von dem vermutlich völlig anderen Spielgefühl zu beommen... :wink:
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon La musicienne » 09.02.2009, 19:45

Oh mann, wenn ich das lese, werde ich schon ganz neidisch :?
Ich muss mich immer noch mit meiner "Anfänger" Yamaha zurfrieden geben...
Mein Lehrer hat mir schon paar mal geraten, mir mit meinen Eltern zu überlegen, eine bessere Flöte anzuschaffen,...aber die sind ja alle sooo teuer :(
Ich kenn einige Flötisten, die eine Sankyo besitzen, also sicher ne gute Wahl vor allem für Fortgeschrittene.

gruß la musicienne
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon asoana » 10.02.2009, 09:23

Guten morgen,

Danke schon mal für die vielen Antworten.

"Anfängerinstrumente" sind ja gut und schön, kurbeln auch wunderbar die Wirtschaft an.

ABER! Grenze ich mich nicht in der stufenlosen Entwicklung ein?
Ich bin ein Mensch, der mit gutem Gewissen behauptet...."ich bin nur so gut wie mein Instrument". Wenn ich jetzt z.B. mit einer 8 € Blockflöte spielen würde, wäre der Klang durchaus so grauenhaft, dass ich mich, außer in der Schnelligkeit, kaum von kleinen Flötenspielern unterscheiden würde. Der Klang wäre immer mit Nebengeräuschen und es könnte keine Dynamik erzeugt werden. Dies verglichen mit einer Palisanderblockflöte, würde der Unterschied doch so stark sein, dass einige Leute alleine durchs Zuhören schon an ein anderes Instrument glauben würden.
Selber durfte ich die Yamaha 211 mid der Yamaha 371 vergleichen. Hier ist der Unterschied ebenfalls extrem. Ich möchte nicht behaupten, dass eine Yamaha 211 schlecht klingt....solistisch ohne andere Instrumente ist sie ja echt nett.
Sobald ich aber mit anderen Instrumenten....Gesang spielen muss, werden die Unterschiede mehr als deutlich. Und nein, es sind nicht die anderen die Schuld sind. Wie oft ist es mir schon passiert, dass ich an meinen Fähigkeiten gezweifelt habe, bei einem Instrument, dass ich schon Jahrelang spiele, und an irgendeinem Punkt nicht mehr weiterkomme. Dieser Punkt kommt übrigends je mehr Instumente man spielt immer früher. Auch die Yamaha 371...die ich ja spiele hält keine konstante Klangfarbe. Ich weiß nicht, ab wann die erreichbar ist, aber ich denke doch...wie bei allen anderen Instrumenten auch, dass eine konstante Klangfarbe nicht mit einer industriell gefertigten Flöte geschaffen werden kann.

LG Dominik

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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon La musicienne » 10.02.2009, 12:20

Klar, deine Argumente sind schon verständlich.

Ich hab erstens weil ich nur eine Schülerin bin und zweitens aus finanziellen Gründen mit einer Yamaha 311 angefangen. SIe war sicher keine Billigflöte von Aldi, ist aber trotzdem eine Anfänger bzw. Schülerflöte eben. Sie ist meine erste eigene Flöte und ich spiel sie seit ca. 4 Jahren. Und schon jetzt lassen sich Abnutzungserscheinungen feststellen, die sich auch durch eine Generalüberholung nicht beheben ließen...find ich eigentlich schade. Mein Lehrer meint dann noch, die Töne in der mittlern Lage würden teilweise nicht so optimal klingen, aber das liege an der Flöte. Ich sei anscheinend über sie hinausgewachsen oder so ähnlich.
Trotzdem kann man tonlich viel aus ihr herausholen...ich bin schon manchmal gefragt worden, was für eine tolle Flöte ich hätte, musste aber jedesmal verlegen erklären, dass es eine 0-8-15 Schülerflöte ist. :?
Manchmal bereue ich schon, dass ich nicht von Anfang an eine bessere genommen hab. Aber ich hab das damals ja auch nicht entschieden, sondern hauptsächlich mein Lehrer (natürlich mit Absprache meiner Eltern und mir).

Insofern hast du natürlich schon Recht, lieber gleich eine etwas bessere Flöte zu kaufen, dann wirst du sicher nicht so schnell an den Punkt kommen, an dem ich jetzt vielleicht bin. Bedenken sollte man auch, dass Profiflöten keine oder nur wenige Fehler verzeihen. Und das ist am Anfang bestimmt nicht einfach, aber dann wird man wenigstens gleich von Anfang an zu einer guten Technik gezwungen. :wink:

lg la musicienne
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon Christina » 10.02.2009, 14:13

Es ist halt so, dass Schülerflöten speziell auf die Bedürfnisse eines Anfängers abgestimmt sind. Sie sprechen leicht an, man muss nicht so genau blasen wie bei einer Profiflöte, wie La musicienne schon sagte, kleine Fehler werden da eher verziehen. Alle diese Faktoren sehe ich für einen Einsteiger erstmal eher positiv, weil man ziemlich bald zu relativ guten Ergebnissen kommt. Das finde ich wichtiger als die klanglichen Vorteile, die eine bessere Flöte zweifellos hat, die ein Anfänger aber ohnehin noch nicht ausnutzen könnte. Die normalen Schülerflöten sind von der Qualität her so, dass sie einem ganz normalen Hobbyflötisten im Normalfall über Jahre absolut ausreichen. Der Klang einer Flöte hängt zu einem ganz ganz großen Teil vom Spieler ab. Ein wirklich guter Flötist wird auch auf einer simplen Yamaha 211 gut klingen, auch wenn er sich dabei sicher etwas mehr anstrengen muss als bei seiner Profiflöte. Einem Anfänger dagegen kann ich die tollste Flöte in die Hand geben und er wird immer nach Anfänger klingen...

Ein weiterer Punkt, den ich wichtig finde, ist, dass sich die Spielgewohnheiten und Klangvorstellungen über die Jahre verändern. Ich stelle heute völlig andere Ansprüche an mein Instrument, als ich es vor 20 Jahren bei meiner ersten Flöte getan habe. Diese Entwicklung ist völlig normal. Auch deshalb finde ich es sinnvoll, das erste Instrument in einem vernünftigen Preisrahmen zu wählen. Irgendwann wird immer der Punkt kommen, wo man was besseres oder vielleicht auch nur anderes haben will und für diese Entwicklung sollte man sich noch etwas Spielraum lassen.

Letztlich muss diese Entscheidung natürlich jeder für sich selber treffen. Ganz bestimmt will ich auch niemanden davon abhalten, mehrere tausend Euros für eine Flöte auszugeben. Ich denke aber, beim Kauf einer Flöte sollte man sich ganz deutlich klarmachen, wofür man das Instrument braucht, welche Ansprüche an sich selber und die Flöte man stellt und ob für diesen Bedarf der Preis gerechtfertigt ist.
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon asoana » 10.02.2009, 16:25

Danke La musicienne und Christina für eure langen, vor allem sehr interessanten Antworten. Ihr habt mir genau die Infos gegeben, die ich wollte. Ich werde am Freitag meine Entscheidung nach dem Klang des Instrumentes fällen. Wenn es mir gefällt, dann kauf ichs, und wenn ich nicht mal vernünftige Töne rausbringe oder ich den Unterschied zu meiner jetztigen nicht mal bemerke, wäre ich ja ein Narr so viel Geld auszugeben. Vielen Dank für die Mühe, ihr habt mir sehr geholfen.

LG Dominik
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon asoana » 14.02.2009, 20:19

:D die Querflöte ist genial. Sie hatte aber noch eine andere Sankyo dabei, für die ebenfalls mein Herz schlägt, und die durchaus billiger ist. Auf jeden Fall nicht mit meiner Yamaha vergleichbar. 1 2 3 meins :) Ach ja sie sind leichter zu spielen....um einiges leichter sogar.
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon Luvanir » 15.02.2009, 01:20

Also ich muss La Musicienne und Christina in allen Punkten absolut recht geben.

Schülerflöte kontra Profiflöte: Meine "Profiflöte" (Yamaha 674 um 2400€......) ist zwar leichter anzuspielen, die Tiefe kommt deutlich besser und sie klingt zunächst auch besser, aber sie ist dennoch deutlich schwieriger zu spielen als ihr Vorgänger (Yamaha 411, abgesehen vom Material entsprechend 211), sie verzeiht keine Fehler mehr. Wenn ich einen Ton unsauber anspiele, klingt er auch unsauber. Meine Alte war da viel gutmütiger. Aber das ist mir alles natürlich nicht am ersten Tag aufgefallen, da war ich nur einfach begeistert. Aber nach und nach merkt man einfach die Unterschiede, positive wie, zunächst auch, negative.
Natürlich kann man von einem fortgeschritten Spieler erwarten das er damit fertig wird, einem Anfänger würde ich sie dennoch nicht in die Hand geben (eben aus den von Christina genannten Gründen).

Ganz wichtiger Punkt denn schon Christina nannte, gerade am Anfang hat man oft noch nicht so konkrete Klangvorstellungen wie zu einem späteren Zeitpunkt. Nach ein paar Jahren kann sich das gewaltig ändern (ging zumindest mir so, von meinen Beginnen mit 11 bis heute, und wird sich sicher noch bis zum Ende des Studiums ändern) und unter Umständen bereut man dann den Kauf der teuren Flöte.

Und letztendlich ist jede Flöte nur so gut wie ihr Spieler. Natürlich erleichtert vielleicht die bessere Flöte ein schöneres Spiel, wenn ich aber wirklich gut bin spiel ich auf jeder Schülerflöte sehr sehr gut (und die Zuhörer hören keinen qualitativen Unterschied). Wer einen Profi mal auf einer Schülerflöte spielen gehört hat, weiß was ich meine (bezieht auch Blockflöten ein, natürlich unter der Vorraussetzung das das Instrument in einem einwandfreien Zustand ist und brauchbar intoniert, aber von dem Bereich reden wir bei einer Schülerquerflöte auch). Ich hab mir meine jetztige Flöte auch gekauft um mit ihr besser zu werden (vor Semesterbeginn...), heute würde ich lieber bei meiner Alten bleiben. Ich weiß das das Geld nicht unbedingt die sinnvollste Investition war. Ich muss an mir arbeiten, nicht am Wert meines Instrumentes. Natürlich erleichtert mir meine Flöte vielleicht einen gewissen Farbenwechsel, aber was bringt das wenn ich ihn eigentlich noch gar nicht kann? Und ohne jetzt alle über einen Kamm scheren zu wollen, sind wir mal ehrlich, im Laienbereich reden wir vorrangig von so elementaren Dingen, das eine Profiflöte im Regelfall außer Diskussion stehen sollte.

Natürlich ist es letztendlich immer die eigene Entscheidung was man mit seinem Geld anstellt und was meint haben zu müssen, aber vor allem im Laienbereich beobachte ich gerade eine regelrechte Materialschlacht. Statt in guten Unterricht Geld und Zeit zu stecken kauft man sich ein teures Instrument, mal ehrlich, was soll das längerfristig bringen? (Ich behaupte nicht, dass das Instrument nicht eine klangliche Verbesserung bringt, sondern finde nur die Verbesserung der eigenen Fähigkeiten als die sinnvollere Investition).

Ich bin bei mir im Studiengang was den Preis des Instrumentes angeht ganz oben dabei, die meisten Komilitonen von mir spielen einfache Schülerflöten (viele jene altbekannte Yamaha 211) und die Leute spielen gut. Wenn ich mit meiner Flöte das machen könnte, was die zum Teil aus ihren rausbringen wäre ich schon froh.

Und letztendlich darf man auch nicht vergessen für was man das Instrument selber braucht, bzw. wo die eigenen Grenzen liegen.

So, und warum spielen dann Profis Profiflöten? (wohlgemerkt selten von der Stange sondern meist speziell für sie gebaut....)
- der Name des Instruments zieht auch dort (ich weiß von einer Studentin die nicht mehr weitergelassen wurde auf Wettbewerben weil sie nur eine Yamaha 411 spielte), ebenso wie das Material
- Erwartungen der Orchester
- Profiflöten sind den Bedürfnissen von Profis angepasst, das schließt vor allem die Mechanik ein (feine Unterschiede die einem Laien aber nicht auffallen), sie muss natürlich einwandfrei laufen und auch dem Gebrauch angemessen sein
- Profiflöten klingen im Regelfall charakterisitscher als Schülerflöten, sind eben nicht von der Stange sondern Handgemacht. Aber natürlich muss man den Unterschied eben auch erst hörbar machen können (bzw. in den Griff bekommen)
- Profis setzen ihre Flöten ganz anderere Belastungen aus als Laien (allein schon an reiner Spielzeit)
- letztendlich, um sich klanglich zu verbessern udn ihren eigenen Tonvorstellungen so nah wie möglich zu kommen

Das sind natürlich alles nur meine Erfahrungen und meine Meinung. Und die hat sich eben durch das Studium bei mir eben stark geändert, sonst hätte ich mir nicht vor dem Studium die teure Flöte gekauft :D heute würde ich es eben anders machen.

Letztendlich spricht natürlich gegen die teure Flöte genauso wenig oder viel wie gegen ein teures Auto, teure Ski etc. Wenn man sichs leisten kann und leisten will dann ist das sicherlich eine schöne Sache und auch sicherlich ein absoluter Motivationsschub.
Und Sankyo gehört sicherlich zu diesen schönen Flöten, auch wenn es letztendlich Geschmackssache ist. Prinzipiell kann man bei diesen Flöte nichts falsch machen außer den eigenen Geschmack nicht zu treffen. Gut sind Flöten dieser Preisklasse alle. Ebenso die Frage H-Fuß ja/nein ist ja letztendlich nur Geschmackssache.
Ich weiß nur aus der Erfahrung meiner Dozentin, dass Sankyo Flöte sehr robust sind und wohl kaum Probleme bereiten, aber klanglich nicht ganz so viel Möglichkeiten bieten wie andere Hersteller (obwohl das natürlich in den Bereich des eigenen Geschmacks reinspielt). Daher würde ich, wenn ich schon bereit bin für eine Flöte so viel Geld auszugeben andere Flöten der gleichen Preisklasse anspielen und vergleichen. Da gibt es genug namhafte Hersteller die sicher mindestens genauso gute Instrumente bauen und nachher ärgert man sich vielleicht wenn man dann die "falsche" Flöte gekauft hat.
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon asoana » 15.02.2009, 14:31

Hallo Luvnair,

Also erstmal an alle, die meinen ich würde doch zu viel Geld für eine Querflöte ausgeben.... es wird die Sankyo CF 201R. Die kostet zwischen 2300 und 2700 Euro....variert bei den Händlern.
Da ich mich durchaus ein bisschen missverstanden fühle, möchte ich euch nahelegen, dass ich durchaus eine Klangvorstellung habe.
Ich spiele und singe seit 8 Jahren in einem durchaus erfolgreichen Chor. Hierbei pflege ich alle meine Instumente zu spielen, sowie die Stücke und die Instrumentenauswahl zu bestimmen.
Auch weiß ich, wobei meine Instrumente zur Anwendung kommen, und woarauf ich achten muss speziell im Zusammenklang mit anderen Instrumenten. Die Yamaha 371 ist eben durchgefallen...diese Meinung habe ich mir nicht nur durch selbiges spielen, sondern auch durch Zuhören anderer, weitaus erfahrener Querflötenspieler/innen, gebildet. Was ein H-Fuß ist, steht überall, hab ich auch schon ausprobiert und da mich die Klangveränderung nicht weiter stört, sondern die praktische Ergänzung des doch wichtigen weiteren Tons geradezu begeistert, als sehr gut empfunden. Meine Vorstellungen sind durchaus speziell nach den Bedürfnissen des Chores gerichtet. Ja ich bin Anfänger in Querflöten spielen. In all den anderen Instrumenten nicht. Mischt man Blockflöte, Saxophon zusammen, hatt man die Grifftabelle der Querflöte. Nimmt man das Wissen aus allen Instrumenten, hat man das Basiswissen, zum spielen. Hatt man die Atemtechnik der Stimmbildung, muss man nur noch auf die Feinheiten der Lippen achten. Dies wird durch eine sehr gute Lehrerin unterstützt. Noch mal zur Verdeutlichung, auch wenn ich Anfänger bin, ist die IV. Sonate von Hendel doch kein Hinderniss, diese zu spielen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass eine teuere Flöte nicht unbedingt die leichtere ist, mein Ziel der Querflöte ist aber die Endanwendung, nicht nur dass üben selbst. Ich werde nicht mehr bei Jugend musiziert vorspielen, sondern bei Jugendgottesdiensten, Hochzeiten sowie auch Beerdigungen, sowie diversen kleineren Veranstaltungen.

Dass eine Profiflöte keine Fehler verzeiht....nun denn meine Geige tut es auch nicht.

schönen Sonntag

Dominik
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon Christina » 15.02.2009, 15:24

Sorry, Dominik, ich glaube nicht, dass dich hier jemand angreifen oder auch nur deine musikalischen Fähigkeiten anzweifeln wollte. Du hast nach unseren Meinungen bezüglich einer Flöte gefragt und nichts anderes haben wir hier abgegeben. Die endgültige Entscheidung kannst und sollst nur du alleine treffen - und hast das ja offensichtlich auch bereits für dich getan.

Wenn du meinst, dass du für Veranstaltungen wie Hochzeiten und Gottesdienste eine Flöte für knapp 3000,- brauchst, so ist das deine Sache. Ich persönlich denke nicht, dass in dem Rahmen die Unterschiede zu einer gewöhnlichen Schülerflöte wirklich zum Tragen kommen können oder das ein Zuhörer diesen Unterschied auch nur ansatzweise bemerken würde.

Auch deine Klangvorstellung will dir niemand absprechen. Wir haben lediglich zu bedenken gegeben, dass sich die Klangvorstellung und somit auch die Ansprüche, die man an ein Instrument stellt, mit zunehmender Erfahrung verändern. Du spielst erst seit kurzem Flöte und auch wenn du einige Erfahrung mit anderen Instrumenten hast, muss man sich an den Klang, die Möglichkeiten der Tongestaltung doch erst gewöhnen. Selber spielen ist halt was anderes, als nur irgendwelchen Flötisten zuhören. Und von daher kann es gut sein, dass du in 5 oder 10 Jahren wieder vor einer ähnlichen Entscheidung stehst, weil du dann wieder der Meinung bist, dass dein Instrument deine Klangvorstellungen nicht mehr optimal umsetzen kann. So war es auf jeden Fall bei mir.

Was das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten angeht, weiß ich absolut nicht, was genau dich da an deiner Yamaha so stört - ich kenne eine Menge Flötisten, die da mit ganz normalen Schülerinstrumenten einwandfrei spielen, egal ob mit Chor, Klavier, im kleinen Ensemble oder im Orchester. Zusammenspiel und Intonation sind ganz stark vom Flötisten und dessen Technik und Erfahrung abhängig und ich wage zu behaupten, dass ich das mit meiner ersten Pearl 501 oder mit der Jupiter DiMedici, die ich bis vor wenigen Wochen gespielt habe, ganz genau so gut hinbekomme, wie mit der Altus, die ich jetzt habe oder irgendeiner Profiflöte (vorausgesetzt ich hatte Zeit, mich an das Instrument zu gewöhnen).

Aber egal, wenn du dich für die Sankyo entschieden hast, ist das mit Sicherheit ein gutes Instrument und ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg damit.
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon Luvanir » 15.02.2009, 15:56

Hallo Dominik,

natürlich wollte ich dich nicht persönlich angreifen oder deine musikalischen Fähigkeiten in Frage stellen. Wir haben dir nur unsere Meinung und unsere Erfahrung geschildert. Und wenn ein Anfänger eine so teure Querflöte kauft, macht mich das meistens einfach stutzig. Normalerweise hat er ja eben nicht die Erfahrung um ein solches Instrument tatsächlich bewerten und einschätzen zu können (natürlich gibt es immer Ausnahmen von der Regel).

Natürlich hast du auch die Klangvorstellung, wie eine Querflöte klingen sollte. Das was wir meinten sind mehr die Feinheiten die sich nach einigen Jahren erst herausbilden (nicht nur bezogen auf den Klang, sondern auch auf Klappenstellung, Gängikeit der Mechanik, einfach das "Gefühl" auf dem Instrument etc.). Das alles ändert sich mit den Jahren und der Erfahrung einfach.

Auch bezweifle ich eben wie Christina, das beim Begleiten von Gottestdiensten o.ä. der Unterschied zwischen einer Profiflöte und einer Schülerflöte wirklich zum Tragen kommt. Und 2700€ sind, wie ich finde, für eine Flöte immer noch ein Haufen Geld.

Was die an der 371 nicht gefallen hat, kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen (kannst du da konkreter werden?). Sie ist normalerweise mehr als nur ein solides Schülerinstrument, macht normalerweise von der Intonation her nicht mehr Probleme als andere Flöten und lässt sich eigentlich überall problemlos einsetzen. Wie schon gesagt, einige Komilitonen von mir studieren Querflöte mit nicht besseren Instrumenten.

Aber natürlich von mir aus auch viel Spaß und Erfolg mit deiner neuen Flöte!
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Re: SANKYO CF 501 HANDMADE RBE

Beitragvon asoana » 15.02.2009, 18:17

Seis drum, die Frage war speziell auf die Flöte gerichtet, um eben genau dieser Situation auszuweichen. Mit der Yamaha kann ich leben, mid der Sankyo besser. 2300€ für ein Instrument empfinde ich als nicht zu viel, und wenn sie mir irgendwann nicht mehr gefällt, werde ich mir eine andere kaufen. Die Unterschiede zwischen Profiflöten und Anfängerflöten habt ich mir verdeutlicht, finde ich klasse und dafür möchte ich mich bedanken. Zu beurteilen, ob dieses Instrument für mich speziell geeignet ist, ist in der Ferne schwierig wenn nicht sogar unmöglich zu beurteilen und war auch nicht gefragt...dafür habe ich ja meine Qerflötenlehrerin. Die Frage ob man beim Begleiten von Gottesdiensten den Unterschied zwischen Profi-, und Schülerflöten merkt, möchte ich mit ja und nein beantworten. Für sehr viele gilt dass nein und für die, dies interessiert gilt dass Ja. Sankyo hat eine komplett andere Klangfarbe, die sich besser für die Stücke, die wir spielen, eignet. Wie auch immer, danke für die Mithilfe....jetzt wird wieder geübt....geredet wurde schon genug. :D

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