Traumflöte?




Was sind die besten Flöten? Auf welchen spielt ihr? Auf welcher würdet ihr gerne mal spielen?

Moderator: Altetröte

Re: Traumflöte?

Beitragvon Mozartine » 11.07.2016, 08:48

Mir liegt das Mundstück der Muramatsu recht gut.

@tityre: Was hast Du anstattdessen für ein Mundstück?
Muramatsu DS (H-Fuß, dickwandig)
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von Anzeige » 11.07.2016, 08:48

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Re: Traumflöte?

Beitragvon Sirodhh » 27.07.2016, 13:35

Liebes Forum,

Ich lese zwar schon seit 2 Jahren mit, konnte mich aber nie einloggen. Somit bin ich neu hier. Ich habe schon probiert, mich unter "das bin ich" vorzustellen, was leider noch nicht klappte, aber ich bleib am Ball...

Hier aber meine Frage zum Thema "Traumflöte":

Ich bin Spaeteinsteigerin (56) und spiele seit 2 Jahren (Pearl 665 mit Forza- Silber- Kopfstück - also schon eine wirklch gute Floete)

Naturgemäß spiele ich noch recht stümperhaft, aber mit viel Freude. Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Pearl zufrieden, aber in der letzte Zeit ist sie mir zu schrill und oft tun mir selber beim Üben in der oberen Oktave die Ohren weh....
Da ich grad etwas Geld zur Verfügung habe, bin ich jetzt auf der Suche nach DER Traumflöte! Mir schwebt ein weicher, voller, samtiger Klang vor und ich war sicher, mit einer Muramatsu glücklich werden zu können, zumal mein erster Lehrer ein absoluter Muramatsu- Fan war! - aber nachdem ich jetzt schon 2 Muramatsu Exs hier hatte, bin ich total frustriert und ratlos. Ich kriege da kaum sichere und saubere Toene raus, es klingt meist sehr gepresst und das Spielen ist höllisch anstrengend. Immer wieder greife ich dann doch wieder zur Pearl und denke, dass die eigentlich doch nicht schlechter ist, als die Muramatsu. Inzwischen höre ich auch vermehrt, dass viele Muramatsu- Spieler andere Köpfe nutzen, - da frag ich mich, was denn an der Muramatsu so toll ist. Vielleicht brauch ich nur einen anderen Kopf auf meine Pearl? Wäre das dann die Traumflöte? Oder muss ich mich nur eine Weile anstrengen und an die Muramatsu gewöhnen und werde dann mit Traumklang belohnt?
Auf einer Miyazawa habe ich auch mal gespielt - das ging ganz leicht und machte Spaß, aber der Ton ist eben auch einiges dünner und längst nicht so schön voll, wie ich mir das wünsche.
Auch viele andere gängige Marken habe ich ausprobiert, aber meine Pearl hat die Latte schon recht hoch gehängt...
Mittlerweile fürchte ich, dass ich einfach mehr üben und meinen Ansatz verbessern muss und die Flöte momentan noch sehr nachrangig ist...
Was meint ihr? Kann man überhaupt eine Traumflöte finden, wenn man noch nicht traumhaft spielt?????

Nächste Woche hab ich noch einen Termin mit Flutissimo. Die sind ja wirklich total nett, aber ich habe grad etwas die Orientierung verloren. Kann man nach 30 Minuten merken, ob die Flöte richtig ist? Merkt man das nicht erst nach langer Zeit, nachdem man sich auf der Flöte eingespielt hat? Eine Anfängerfloete kann superleicht ansprechen, dadurch im ersten Moment toll wirken, und dann doch auf Dauer nicht ausreichen...
Was haltet ihr von Holzfloeten/ Holzkoepfen? Vielleicht kommen die meinem Klangideal entgegen, aber taugen die als Standardinstrument????

Vielen Dank für Eure Geduld beim Lesen meiner Bedenken,
Würde mich über Kommentare und Anregungen freuen

Sirodhh
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Re: Traumflöte?

Beitragvon La musicienne » 27.07.2016, 14:18

Hallo Sirodhh, herzlich Willkommen im Forum! :)
Tendenziell ist es schon so, dass Muramatsu Flöten meist einen vollen, samtigen und weichen Klang haben.
Aber wie du schon bemerkt hast, ist so eine Muramatsu eine Diva und spricht nicht ganz so leicht an wie eine Pearl und man muss mehr arbeiten, bis ein wirklich schöner Ton rauskommt. Besonders die Schülerinstrumente von Pearl sprechen nach meinem Empfinden sehr leicht an und die Mundlochplatte hat bei den meisten Modellen auch eine andere Wölbung, die zwar die Ansprache erleichtert aber einem später eher weniger Freiheit gibt, den Klang zu gestalten, finde ich.
Sirodhh hat geschrieben:Oder muss ich mich nur eine Weile anstrengen und an die Muramatsu gewöhnen und werde dann mit Traumklang belohnt?
Das kann sein, muss aber nicht. Nicht alle Flötisten kommen mit Muramatsu klar.
Sirodhh hat geschrieben:Was meint ihr? Kann man überhaupt eine Traumflöte finden, wenn man noch nicht traumhaft spielt?????
Wie schon ganz oft hier im Forum geschrieben wurde :wink: Nimm auf jeden Fall deinen Lehrer mit zum Flötenausprobieren.
Sirodhh hat geschrieben:Was haltet ihr von Holzfloeten/ Holzkoepfen? Vielleicht kommen die meinem Klangideal entgegen, aber taugen die als Standardinstrument????
Klar, vorallem im Profibereich gibt es einige Flötisten, die auf Holzflöten spielen. Allerdings sind die recht teuer. Die Kombination Silberflöte mit Holzkopf geht auch, wobei ein Holzkopf nicht zu jeder Flöte passt. Ob das deinem Klangideal entspricht, musst du einfach ausprobieren. Holz klingt meist nicht so durchdringend und mischt sich sehr gut mit anderen Instrumenten (bei Kammermusik oder im Orchester). Viel Spaß beim Probieren! :wink:
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Re: Traumflöte?

Beitragvon Sirodhh » 27.07.2016, 16:08

Danke für die Antworten!
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Re: Traumflöte?

Beitragvon tityre » 27.07.2016, 22:20

Auf meiner Muramatsu war ich vom ersten Moment an zuhause. Wenn Du so damit kämpfen musst, würde ich die nicht nehmen. Bei mir keine Spur von Diva; das ist wahrscheinlich bei jedem anders.

Gerade als Späteinsteiger hat man ja nicht mehr 20 Jahre Zeit, DEN Ton zu finden. Da will ich eine Flöte, die es mir leicht macht und die trotzdem Potential hat. Ein anderes Kopfstück kann die Flöte optimieren, aber ich finde, die Flöte selbst muss erst mal so, wie sie ist zu mir passen. Und dann setze ich mit dem Kopf ein ggfs. I-Tüpfelchen drauf.
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Re: Traumflöte?

Beitragvon La musicienne » 27.07.2016, 22:49

Ja, ich würde auch keine Flöte kaufen, bei der ich weiß, dass ich sofort ein anderes Kopfstück brauche, weil es mir sonst nicht gefällt.
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Re: Traumflöte?

Beitragvon Sheepy_Hollow » 27.07.2016, 23:44

Sirodhh hat geschrieben:Mir schwebt ein weicher, voller, samtiger Klang vor und ich war sicher, mit einer Muramatsu glücklich werden zu können


Hallo Sirodhh,

herzlich Willkommen hier im Forum. Wenn ich die Klangeigenschaften voll und samtig höre, muss ich an Powell Conversatory, Powell Traditional und an Muramatsu DS denken. Diese Flöten gibt es auch gebraucht am Markt. Hier meine Sammlung an Gebrauchtkauf-Plattformen:

23776610nx818/querfloeten-f9/gebrauchtkauf-plattformen-t1336.html

Sirodhh hat geschrieben:Was meint ihr? Kann man überhaupt eine Traumflöte finden, wenn man noch nicht traumhaft spielt?????


Eine Traumflöte kann man durchaus schon früh finden, aber während man noch dabei ist, das Instrument zu meistern, können sich die persönlichen Anforderungen an das Instrument noch stark verändern. Vor fünf Jahren hätte ich mich noch für eine Brannen-Flöte entschieden (konnte sie mir aber nicht leisten), jetzt ist es eine Burkart geworden. Andererseits kann ein gutes Instrument den Spieler stark bei Fortschritten unterstützen. Was sagt denn dein Lehrer dazu?

Grüße

Sheepy
“Faux comme une flûte” est un proverbe musical dès longtemps établi. “Je connais quelque chose de plus faux qu’une flûte, disait Mozart. – C’est? – Deux flûtes.”
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Re: Traumflöte?

Beitragvon Sirodhh » 29.07.2016, 11:54

Danke für die netten und ausführlichen Antworten. Ich werde tatsächlich nochmal ganz ergebnisoffen neu gucken... Ich war wohl einfach kopfmäßig zu sehr auf Muramatsu fixiert.
Bis dahin fühle ich mich im Moment auf meiner Pearl sehr wohl...

LG
Sirodhh
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Re: Traumflöte?

Beitragvon Pfiffi » 30.07.2016, 02:27

Liebe Sierodhh,

erstmal auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Ich bin ja auch Späteinsteiger (habe mit 48 angefangen, jetzt sind die 50 voll) und die Freude am Musizieren ist nach wie vor groß.

Das mit der Traumflöte ist so eine Sache: die "Richtige" findest Du wohl nur bei einer recht großen Auswahl und mit sehr viel Zeit (an einem Tag, denn Du kannst ja nicht alle Flöten monatelang ausprobieren).

Du hast geschrieben, dass Du kommende Woche auch einen Termin bei Flutissimo hast. Ich weiß nicht, ob Du in der Hauptstelle in St. Augustin bist oder ob einer der regionalen Vertreter zu Dir kommt. Ich kann nur sagen: ich habe meine Yamaha 777H dort gekauft, habe mehr als 4 Stunden mit dem Ausprobieren von ca. 20 Flöten in St. Augustin verbracht und war am Ende ganz sicher, meine Traumflöte gefunden zu haben. Ich war baff, wie groß die klanglichen Unterschiede zwischen Flöten gleicher Preisklasse waren und wie groß auch die Unterschiede in der Ansprache - gerade auch in der 3. Oktave. Ich habe mich dann von Oktave zu Oktave durch alle Flöten gehangelt, immer wieder mal neu ausprobiert, aber am Ende war der Favorit absolut klar und ich hatte (und habe bis heute) keine Zweifel: DAS ist meine Flöte. Nimm Dir zu dem Termin auch ein paar Stücke mit, bei denen Du Dir sehr sicher bist, und spiele sie auf den unterschiedlichen Flöten, denn wenn Du Dich nicht auf Technik konzentrieren musst, kannst Du die klanglichen Unterschiede besser wahrnehmen.

Ich freue mich jetzt schon auf Deinen Bericht von diesem Termin und wünsche Dir, dass Du mindestens die gleich guten Erfahrungen mit Flutissimo machst wie ich. Ich finde das Konzept immer noch einzigartig, und bei keinem anderen Händler hatte ich ein größeres Angebot zum Ausprobieren.
Viele Grüße aus DU
:)
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Re: Traumflöte?

Beitragvon Oktavius » 18.01.2017, 00:16

Nach 3 Fehlkäufen bei ebay-Kleinanz. und einem Besuch bei Flutissimo hat sich meine Meinung bestätigt: Im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten im Bereich um die 1000.- Euro ist die 665er Pearl mit Silberkopf die beste in Ansprache und Klang - also meine Traumflöte !
Jetzt wird eisern gespart und in einem halben Jahr ist es dann soweit. . .
LG Oktavius.
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Re: Traumflöte?

Beitragvon Pfiffi » 18.01.2017, 01:23

Hallo Oktavius,

dann gratuliere ich erstmal ganz herzlich, dass Du Deine Wahl treffen konntest.Wie viele Flöten hast Du denn bei Flutissimo testen können? Und hast Du ebenso große Unterschiede bei den einzelnen Fabrikaten erlebt wie ich vor einem guten Jahr?
Viele Grüße aus DU
:)
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Re: Traumflöte?

Beitragvon Oktavius » 24.01.2017, 04:51

Hallo pfiffi, habe Deine Nachricht erst jetzt gesehen. Bin gerade ein bischen sauer, hatte Dir so einen schönen Text erstellt und dann ist alles zusammengebrochen und der Text ist weg.
Deshalb jetzt (entschuldige bitte) eine Kurzfassung: Ca. 12 Flöten getestet (Tomasi, Koge, Yamaha, Azumi, Viento, Altus, u.a.), teils versilbert oder mit Silberkopf. Die Pearl hat sich als die beste erwiesen. Freue mich, daß ich diesen ausgiebigen Test machen konnte. Ende Feb. hole ich mir die Pearl 505 (versilbert) und zum Jahresende die Pearl 665 mit Silberkopf.
Bei der Auswahl hatte ich vor allem auf Klang und Ansprache geachtet - die Pearl war einfach die beste für mich. Die Unterschiede zwischen den Marken sind riesig.
Der Unterschied zwischen versilbert und Silber ist auch bei der Pearl noch recht groß. Hauptsache, erst mal eine vernünftige Flöte zum Üben (meine Yamaha ist auch Schrott - Polster sind durch).
Entschuldige die Kürze, bin gerade genervt.
Bis demnächst LG Oktavius.
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Re: Traumflöte?

Beitragvon Pfiffi » 25.01.2017, 01:21

Hallo Oktavius,

na, um 4.51 Uhr würde bei mir auch so manches zusammenbrechen :wink:

Danke für Deine auch so ausführliche Rückmeldung. Das bestätigt meinen "positiven Verdacht", dass die Leute bei Flutissimo wirklich daran interessiert sind, im Rahmen eines Budgets die beste Lösung zu finden, und den Beratungsumfang eben nicht an die Höhe des Budgets anpassen. Ich habe mich dort wirklich wohl und sehr gut beraten gefühlt.

Was ich nicht ganz verstehe (aber das ist am Ende Deine Entscheidung!!!): warum kaufst Du jetzt eine versilberte Variante und dann in 11 Monaten eine mit Silberkopf? Wäre es keine Überlegung wert, sich entweder für die 11 Monate ein Instrument zu mieten oder eine gebrauchte Flöte zu kaufen?
Viele Grüße aus DU
:)
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Re: Traumflöte?

Beitragvon joy » 25.01.2017, 14:45

Pfiffi hat geschrieben:Was ich nicht ganz verstehe (aber das ist am Ende Deine Entscheidung!!!): warum kaufst Du jetzt eine versilberte Variante und dann in 11 Monaten eine mit Silberkopf? Wäre es keine Überlegung wert, sich entweder für die 11 Monate ein Instrument zu mieten oder eine gebrauchte Flöte zu kaufen?


So ungefähr dachte ich auch. Oder erstmal die versilberte Flöte etwas länger spielen und währenddessen auf eine viel bessere Flöte sparen.
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Re: Traumflöte?

Beitragvon Oktavius » 02.05.2017, 09:09

Antworte erst jetzt auf Eure Beiträge, hatte viel zu tun (unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht)
Ich will zwei Flöten haben, weil ich mich nicht wohl dabei fühlen würde, nur die "Gute" überallhin mit raus zu nehmen.
So fange ich jetzt mit der pearl für 570.- Euro an und kann damit auch mal irgendwo hingehen, wo es z.B. verraucht ist oder wo mal ein paar Tropfen vom Himmel fallen. Auf die "Gute" für 1000.- Euro werde ich dann total aufpassen und sie nicht solchen Situationen aussetzen.
Ist vielleicht ein bischen verrückt, aber ich fühl mich wirklich besser dabei.
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