Ich habe eben mal die Dissertation von Michael Jäger gelesen, auf den Doringo hingewiesen hat. Es ist wirklich interessant, dass die subjektive Wahrnehmung keine Unterschiede zwischen verschiedenen Materialien erkennt. Und das, obwohl bei der wissenschaftlichen Versuchsanordnung doch zumindest zwischen Silber- (bzw. geringwertigeren Materialien) und Goldköpfen Resonanzunterschiede feststellbar waren.
Ich spiele nun seit 3 Jahren und meine Lehrerin verordnet mir stets Stücke, an denen ich richtig arbeiten muss. Nachdem ich neulich mal wieder gefrustet war (es war "Gute Nacht" aus der Winterreise von Schubert), habe ich mir Stücke rausgesucht, an denen ich mir vor einem und vor zwei Jahren die Zähne ausgebissen hatte. Und siehe da: die waren sowas von easy! Da war mein Frust schnell vorbei, weil ich endlich meine Fortschritte bemerkt habe.
Also wird vermutlich ein James Galway auf einer lausigen Billigtröte immer noch Töne erzeugen, von denen ich noch lange träumen werde. Und ob mit oder ohne Klangbrücke, bin immer ich es, die die Töne erzeugt.
Leider wird mich diese bahnbrechende Erkenntnis wohl nicht dauerhaft von meinem Drang befreien, doch immer noch in schönem Zubehör oder einer besseren Flöte das viel schönere Ergebnis zu erhoffen.
Liebe Grüße
Maristella