Anfänger und das C




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Anfänger und das C

Beitragvon MoMi » 20.12.2017, 19:55

Hallo zusammen,
ich spiele jetzt seit ein paar Wochen Querflöte (inkl. Unterricht) und habe super viel Spaß dabei. Da ich früher Block- und Altflöte gespielt habe, sind Noten und die Griffe der Tonleiter auf der Querflöte theoretisch kein Problem. Aber eben nur theoretisch. Die Töne vom hohen C (ich weiß noch nicht so genau wie das bei der Querflöte heißt) bis zum E runter sind kein Problem. Aus das D treffe ich. Das tiefe C allerdings bekomme ich irgendwie nicht richtig hin. Wenn es erklingt, dann ganz sachte. Sobald ich lauter spielen möchte, bricht der Ton. Was mache ich falsch? Bzw. könnt ihr mir Tipps geben, wie ich das C besser hinbekomme?

Ganz lieben Dank im Voraus!!!
MoMi
 
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von Anzeige » 20.12.2017, 19:55

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Re: Anfänger und das C

Beitragvon Musiquer » 21.12.2017, 15:20

Hallo MoMi!
Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Einstieg ins Querflötenspielen! Ich hab eine ähnliche Geschichte wie Du: als Kind Blockflöte gelernt (auch Sopran- und Alt-), später dann viele Jahre Geigenunterricht und mit fast 40 Jahren endlich zur Querflöte gekommen! Das ist jetzt 15 Jahre her, in denen ich viel Zeit mit der QF verbracht habe und viel Freude hatte, - gelegentlich auch etwas Frust.

Die tiefen Töne sind auf der Querflöte vom Ansatz her ziemlich schwierig und kommen wohl deshalb in den meisten Querflötenschulen als letztes, bevor man sich der dritten Oktave zuwendet.
Wenn das c1 bei Dir nach drei Wochen Querflötenspielen noch nicht so klappt, brauchst Du Dir also keine Sorgen zu machen.

Für die tiefen Töne gilt: gute Stütze, vorsichtig blasen, gute Lippenspannung.
Dem c1 kannst Du Dich annähern, wenn Du vom g1 langsam gebunden abwärts spielst: g1 - f1 - e1 - d1 - c1 und dabei langsam den Bauch anspannst und mit geringer Intensität bläst. Das c1 wird nur klingen, wenn vorher schon das d1 stabil war.
Es kann dabei auch helfen, wenn du den kleinen Finger nicht behutsam auf die Klappe setzt, sondern mit dem Finger etwas ausholst und dann leicht auf die Klappe schlägst.
Wenns nach häufigem Probieren immer wieder noch nicht klappt, dann mach Dir keine Sorgen, lass es für ein paar Wochen ruhen und probier es dann wieder von Neuem!

Übrigens:
Das "tiefe" c heißt c1 (die Töne darüber heißen d1, e1, ...bis zum h1)
das nächsthöhere c (im dritten Zwischenraum der Notenlinien) heißt c2. Die Töne darüber heißen d2, e2, ... bis zum h2.
Das nächsthöhere c (auf der zweiten Hilfslinie über dem Liniensystem) heißt c3. Darüber kommt die "dritte Oktave" d3, e3, ... bis h3
Das höchste c, das man auf der Querflöte spielen kann, steht über der 5. Hilfslinie und heißt c4. Ist nur etwas für ziemlich Fortgeschrittene.

Ich wünsch Dir viel Freude und Erfolg weiter!
Grüße von Musiquer
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Re: Anfänger und das C

Beitragvon tityre » 21.12.2017, 17:14

Nach ein paar Wochen ist es wirklich noch arg früh, also Geduld und erst in ein paar Monaten noch mal probieren.

Da ich aber prinzipiell nie Geduld habe :mrgreen: , kannst Du folgende Tipps versuchen:

- mit warmer Luft spielen
- Luftstrom nach unten richten, in die Füße spielen
- Gesichtsmuskulatur und Ansatz locker halten, aber gut vom Bauch her stützen
- Rachen entspannen (Übung: singen und spielen)

Du siehst, ich mache das anders als Musiquer, der Lippenspannung empfiehlt. Ich würde auch gut darauf achten, den Ansatz nicht in die Breite zu ziehen. Für mich liegt bei tiefen Tönen wirklich das Hauptaugenmerk auf Lockerheit.

Darüber hinaus hilft es auch manchmal, die rechte Hand etwas zu kippen (zum Flötenende hin), sodass der kleine Finger Cis-Klappe und C-Rolle nicht mittig, sondern an der Außenkante niederdrückt.

Berichte mal, ob etwas davon funktioniert hat.
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Re: Anfänger und das C

Beitragvon MoMi » 21.12.2017, 18:43

Vielen lieben Dank für eure Tipps. Ich werde beides mal probieren und dann berichten, ob es geklappt hat.

Heute hat das c1 (Danke - ich habe also schon gelernt, dass das tiefe c - c1 heißt) schon ganz gut geklappt. Ich habe es mal mit der entspannten Variante probiert. Es ist allerdings viel leiser als die anderen Töne.
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Re: Anfänger und das C

Beitragvon MoMi » 21.12.2017, 18:45

Vielleicht könnt ihr mir auch noch einen Tipp geben, was die Einatmung betrifft. Ich höre mich dabei wohl gruselig an. ......(als hätte ich Asthma)
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Re: Anfänger und das C

Beitragvon tityre » 21.12.2017, 20:11

Das ist die Sache mit dem entspannten Rachen. Wenn man da verkrampft, entstehen diese asthmatischen Geräusche.

Die Atemtechnik selbst kann man sehr schön im Liegen spüren. Ruhig auch mal im Liegen spielen, auch wenn das vom Ansatz her vielleicht etwas irritierend ist.
Oder mal an eine Wand lehnen und versuchen, mit der Einatmung den Zwischenraum zwischen Rücken und Wand zu füllen.
Auch gut: abends in den Fernsehsessel fläzen; da kann man eigentlich nur mit dem Bauch atmen.
Ach ja: beim Lachen atmest Du auch automatisch richtig.

Ich finde, gerade am Anfang sollte man sich Zeit nehmen zum Atmen. Ich übe manchmal so, dass ich an jeder Atempause einen ganzen Takt pausiere, den ich dann dazu nutze, mich zu entspannen (besonders den Nacken) und den Atem einfach einströmen zu lassen. Auch eine andere Mundstellung könnte helfen, also z.B. bewusst ein "o" zu formen und dabei den Kiefer fallen zu lassen. Gerade, wenn es schnell gehen muss, neigt man dazu, eng zu machen.
Man kann das im Übemodus ruhig mal übertreiben, das heißt ja nicht, dass man für immer und ewig so atmen muss.
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