Legato in die zweite Oktave




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Legato in die zweite Oktave

Beitragvon Betse » 16.03.2017, 19:57

Hallo, nachdem ich mich einmal schnell bei "Das sind wir" vorgestellt habe, hier mein Anliegen. Bei dem Stück, das ich derzeit übe, soll ich von a' zu g'' hochbinden und das hört sich noch nicht wirklich gut an. Ich drücke dann das g'' bzw. bei den Variationen der Figur auch das f'' bzw b'' aus dem Bauch nach oben. Wenn ich viel "Druck" gebe, kommt der Ton dann auch, aber das Ganze hört sich nicht sehr zart an, wie ich mir das eigentlich vorstelle. Ich habe auch schon versucht, mit dem Ansatz etwas zu experimentieren, aber es funktioniert einfach nicht wirklich zuverlässig. Häufig ist, wenn ich versuche den Übergang etwas "filigraner" zu gestalten, zunächst noch der Ton aus der ersten Oktave zu hören, bevor die zweite Oktave "anspringt". Wenn ich die Töne in der zweiten Oktave mit Zungenstoß spiele, kommen sie in der Regel zuverlässig. Vielleicht kann mir jemand von euch auf die Sprünge helfen, meine nächste Unterichtsstunde ist erst in zwei Wochen. Ich versuche das jetzt schon ein paar Tage, hatte aber noch keinen echten Durchbruch.Viele Grüße Betse
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von Anzeige » 16.03.2017, 19:57

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Re: Legato in die zweite Oktave

Beitragvon Aspi » 16.03.2017, 20:38

Hallo,
die Lehrer hier können dir sicher noch bessere Tipps geben. Ich kann nur schreiben, wie ich es machen würde. Ich würde die Passage zerlegen, erst mal immer nur 2 Töne binden, wenn das gut geht 3 usw. Das von verschiedenen Tönen ausgehend.
Auch abwärts würde ich die Töne so üben. Dabei schauen, wie sich Ansatz, Luftgeschwindigkeit, Anblaswinkel verändern, damit die Töne gut und richtig klingen.
Und vor allen Dingen, hab Geduld mit dir selber, es braucht, bis das alles so klingt wie bei den Profis.
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Re: Legato in die zweite Oktave

Beitragvon Betse » 17.03.2017, 09:49

Hallo Aspi, danke für deine Antwort. Dann werde es mal in Angriff nehmen, mich langsam und systematischer an die Sache heranzutasten. Ich war halt etwas frustriert, weil ich das Gefühl hatte, jedesmal wieder bei Null anzufangen, ohne erkennbaren Fortschritt vom einem zum anderen Mal.
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Re: Legato in die zweite Oktave

Beitragvon Ferdi » 17.03.2017, 11:28

Hallo Betse!

Ich bin ja selbst "bekennender" Anfänger und von daher vielleicht nicht der geeignete Ratgeber.
Da ich aber (natürlich) mit dem gleichen (und ähnlichen) Problemen kämpfe, will ich dich gerne wissen lassen, wie ich derzeit versuche, diese "großen" Sprünge auch legato hinzubekommen:

Ich fange nicht gleich mit dem Sprung a' - g'' an (die Septime, wenn ich mich nicht irre), sondern fange mit einem kleinen Intervall, also a' - c'' an (Terz?), dann a' - d'' bis hin zum Ziel a' - g'' respektive dann auch dem legato Oktavsprung.
Das trainiert Lippenformung und Luftstrom ziemlich gut ...
8)

Gruß,
Ferdi
p.s.: wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer inhaltliche Fehler findet mache mich lernen daraus, bitte schön.
LG
Ferdi

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Re: Legato in die zweite Oktave

Beitragvon Aspi » 17.03.2017, 11:47

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil :? Jetzt habe ich erst begriffen, was du meinst. Ich dachte, du willst die Töne von a' bis g'' hoch binden.
Beim gebundenen Sprung von a' zu g'' musst du mit der Luftgeschwindigkeit arbeiten, also Lippenspalt kleiner, Luftgeschwindigkeit höher. Das ist aber auch gar nicht so einfach sauber hinzukriegen.
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Re: Legato in die zweite Oktave

Beitragvon Sheepy_Hollow » 17.03.2017, 19:50

Aspi hat geschrieben:Beim gebundenen Sprung von a' zu g'' musst du mit der Luftgeschwindigkeit arbeiten, also Lippenspalt kleiner, Luftgeschwindigkeit höher. Das ist aber auch gar nicht so einfach sauber hinzukriegen.


Ich versuche meine Lippen nicht anzuspannen. Im Gegenteil: ich entspanne beim Sprung in die Mittellage die gesamte Gesichtsmuskulatur. Dafür fahre ich die "Stütze" weiter nach oben und spüre beinahe, wie sie gegen den Brustkorb drückt (dort, wo die Rippen aufeinander treffen).

Na ja wenn ich Klassik spiele, dann Forme ich im Mund ein Ü und gehe doch eeetwas mit der Unterlippe nach vorne, um die Intonation weiter auszugleichen, weil das g'' natürlich leiser sein soll als das a'. Dabei "zwicke" ich aber den Klang nicht unnötig ab, indem ich die Lippen aufeinander drücke. Mit der Zunge verkleinere ich den Mundraum zusätzlich etwas, ohne den Hals mit dem Zungengrund zu verschließen.

Ich übe das wie folgt:

G'' laut beginnen und leiser werden. Dabei die Intonation halten (so wie du es von deinem Leherer gehört hast). Dann a' üben, bis er laut, kurz und deutlich erklingt. Dann beides vermischen (ergo lautes a' und leises, gut intonierendes g'' binden).

Ist hart und ich kann es besser beschreiben als machen :D aber Übung macht den Meister..

Viel Erfolg!!!
“Faux comme une flûte” est un proverbe musical dès longtemps établi. “Je connais quelque chose de plus faux qu’une flûte, disait Mozart. – C’est? – Deux flûtes.”
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Re: Legato in die zweite Oktave

Beitragvon Aspi » 17.03.2017, 20:26

Sheepy_Hollow hat geschrieben:Ich versuche meine Lippen nicht anzuspannen.


Ich spanne die Lippen auch nicht an. Es ist alles so komplex und schwer zu beschreiben. Die Lippen kommen in der 2. Oktave etwas vor, das mache ich nicht bewusst, es geschieht durch den etwas erhöhten Blasdruck (Stütze). Dadurch wird auch der Lippenspalt etwas schmaler und der Blaswinkel wird flacher.
Am besten ist es wirklich, das mit einem Lehrer zu üben, der genau schaut, was man da macht.
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Re: Legato in die zweite Oktave

Beitragvon Betse » 18.03.2017, 16:43

Hallo, danke euch erstmal für die Tipps. ich habe gestern und heute mal versucht, etwas davon umzusetzen. Ich versuche es jetzt mit etwas verkleinertem Lippenspalt und indem ich die Luft erstmal in den lockeren Mundraum lasse und von da versuche dosiert rauszulassen. Wenn ich mir das im Spiegel angucke, pusten sich dabei die Wangen etwas auf. Das bringt beim Binden von a' auf g'' und beim Binden von g' auf f'' schon eine Verbesserung. Vielleicht krieg ich es so hin, werde es auf jeden Fall noch mal mit meiner Lehrerin besprechen.
LG Betse
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Re: Legato in die zweite Oktave

Beitragvon Bella07 » 18.03.2017, 19:40

Hallo Betse
Hallo zusammen

Ich übe mit meinen Schülern grundsätzlich und fast von Anfang an jede Menge Oktaven. Das heißt z. B. a1 auf a2 gebunden und umgekehrt. Das benötigt am Anfang sehr viel Zeit und Übung und hört sich auch nicht so toll an. Wenn die Schüler das dann drauf haben ist so eine Septime in der Regel das kleinere Problem und geht dann recht schnell.

Das mit der Lippenstellung und der Luftgeschwindigkeit stimmt natürlich auch alles und muss mit beachtet werden :D .

Viele Grüße
Bella
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