Rhythmik - Anfänge




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Rhythmik - Anfänge

Beitragvon edelweis » 21.10.2014, 22:51

Hallo Zusammen.

Ich habe erst vor knapp zwei Monaten mit der Querflöte angefangen und habe mal eine Frage. Wahrscheinlich ein typisches Anfänger Problem? Im Moment muss ich mich noch auf so viele Dinge gleichzeitig konzentrieren (Ansatz, Notenlesen, Atmung usw.) und habe dadurch das Problem, dass ich nicht auch noch mitzählen kann. Mit dem Fuss oder Metronom als "Takthillfe" funktioniert gar nicht. Vielleicht habt Ihr ja einen Tipp für mich?
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Re: Rhythmik - Anfänge

Beitragvon Aspi » 22.10.2014, 09:59

Wenn es für mich schwierig wird, erarbeite ich mir den Rhythmus erst mal ohne Flöte.
Den Takt mit dem Fuß zu klopfen bereitet mir auch Schwierigkeiten, da passt sich der Fuß meinem Spiel an und nicht umgekehrt. Mit Metronom geht das besser. Das kannst Du mit einfachen Rhythmen später üben.
Hast Du Unterricht?
Mein Rat wäre, wenn Du ein neues Stück einübst, konzentriere dich erst mal auf die Noten und wenn die sitzen, nimm Dir den Rhythmus vor. Alles auf einmal ist wirklich schwierig.
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Re: Rhythmik - Anfänge

Beitragvon Altetröte » 22.10.2014, 16:13

Aspi hat geschrieben:Mein Rat wäre, wenn Du ein neues Stück einübst, konzentriere dich erst mal auf die Noten und wenn die sitzen, nimm Dir den Rhythmus vor. Alles auf einmal ist wirklich schwierig.


Das würde ich nicht empfehlen. Besser wirklich erst ohne Flöte den Rhythmus üben, entweder Klatschen oder Singen. Ich finde es auch immer hilfreich, die Notenwerte in die kleinste notierte Einheit zu zerlegen und dann zu zählen. Ist der kleinste Wert also eine Achtel Note, dann zähle ich erst einmal das ganze Stück in Achteln. Da Du den Rhythmus ja als schwieriger empfindest als die Töne, solltest Du auch mit dem schwierigeren Teil beginnen. Mein Lehrer z.B. achtet auch beim Blattspiel oder bei technischen Übungen immer darauf, dass ich von Anfang an rhythmisch spiele und ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass es wirklich eher der falsche Rhythmus ist, der mich aus dem Stück schmeißt, als falsche Töne... Also lieber umgekehrt üben, erst Rhythmus, dann Töne.
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Re: Rhythmik - Anfänge

Beitragvon Aspi » 22.10.2014, 17:19

Hallo Altetröte,

ich schaue jetzt auch immer erst nach dem Rhythmus. Aber wenn ich an meine Anfänge zurückdenke, da habe ich mir immer erst die Noten angeschaut. Was nützt der schönste Rhythmus, wenn ich dann stocke, weil ich überlegen muss, wie der Ton gegriffen und angeblasen wird.
Ich meinte auch, den Rhythmus und die Töne einzeln verinnerlichen, dann zusammenführen. In welcher Reihenfolge hängt vielleicht auch davon ab, was dem Spieler am meisten Schwierigkeiten macht.
Was meinen denn die Lehrer dazu?

LG Aspi
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Re: Rhythmik - Anfänge

Beitragvon Altetröte » 22.10.2014, 18:17

Ich glaube, mein Lehrer hat immer mehr auf den Rhythmus geachtet, bzw. immer wieder betont, dass beim Üben daheim auch der Rhythmus unbedingt eingehalten werden muss. Ich gebe zu, dass ich das oft habe schlabbern lassen, weil ich auch immer dachte, die Griffe und Fingertechnik seien wichtiger, das sehe ich heute anders. Ich nehme inzwischen sofort das Metronom dazu, wenn ich merke, dass ich aus dem Puls fliege und ja, manchmal lasse ich mir auch die Triolen von meinem Gerät "vorspielen", damit ich sie exakt spiele...
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Re: Rhythmik - Anfänge

Beitragvon La musicienne » 22.10.2014, 23:37

edelweis hat geschrieben:Vielleicht habt Ihr ja einen Tipp für mich?
Was sehr effektiv ist: Dirigieren und dann den Rhythmus sprechen. Dann bekommt man ins Bewusstsein, welche Schläge im Takt schwerer oder leichter sind und man muss einen eigenes Metrum finden. Wenn das klappt, müsste es mit der Flöte dann auf jeden Fall gehen.
Oder lasse dir den Rhythmus von jemandem vorsprechen (und du sprichst nach). Vielleicht liegt dir das mehr, als auf visuelle Art. :wink:
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