Transkriptionen von Klavier/Geige, etc. spielen




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Transkriptionen von Klavier/Geige, etc. spielen

Beitragvon Altepic » 07.11.2019, 21:54

Pahud und andere Flötisten empfehlen in Interviews immer wieder, Transkriptionen von anderen Instrumenten auf der Flöte zu spielen.

Interessanterweise bin ich derzeit folgende Stücke am üben:

Rondo in d von Mozart- Transkription von Geige
Toccata & Fuge von Bach - Transkription von Orgel
Fantaisie Chromatique von Bach - Transkription von Klavier/Cembalo.

Die letzten zwei sind in einer Printausgabe.

Da erspare ich mir die klassischen Etüden und die exercise journaliers...
Das habe ich alles darin. Ich kann eh pro Tag im Schnitt max. 1 Std. üben.

Wer kennt die Stücke, spielt Transkriptionen?
Mein Lehrer fragte mich - wie wollen Sie klingen? - Cembalo, Orgel, Geige. Klavier?
Ich sagte wie Flöte!

Ich würde gerne Meinungen dazu hören

LG Altepic
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von Anzeige » 07.11.2019, 21:54

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Re: Transkriptionen von Klavier/Geige, etc. spielen

Beitragvon Thore123 » 08.11.2019, 18:25

Ich spiele ganz gerne Transkriptionen von Geige für Flöte, aber die sind teilweise dermaßen schwer (Ich sag nur Mendelssohn's Violinkonzert in E-Moll nach der Kadenz des ersten Satzes), dass ich doch lieber auf Originalliteratur zurückgreifen, liegt zuweilen besser von den Griffen :lol:
Technisch sind manche Stücke echt empfehlenswert und vorallem klingen auch viele absolut atemberaubend (Jasmine Choi's Violin arrangements sind hervorragend).
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Re: Transkriptionen von Klavier/Geige, etc. spielen

Beitragvon Musiquer » 09.11.2019, 11:53

Ich bin kein Spezialist für Transkriptionen, spiele aber öfters zur Entspannung "alles, was mir unter die Finger kommt", und da sind oft Stücke dabei, die ursprünglich für andere Instrumente geschrieben wurden, auch oft Arien, denn die Flöte ist doch ein dem Gesang sehr verwandtes Instrument...

Auch wenn es oft nicht gut in den Fingern liegt oder atemtechnisch anstrengend ist, betrachte ich es nicht nur technisch, sondern auch musikalisch als Gewinn, die Musik anderer Instrumente kennenzulernen. Z.B. finde ich es eine extreme Herausforderung, den "Schwan" von C. Saint-Saens auf der Flöte überzeugend hinzukriegen.

Was ich auch gerne spiele, sind die Arien aus den Kantaten und Oratorien von JSB. Ursprünglich bin ich darauf gekommen, als ich die Flauto-obliggado- Stimmen geübt habe. Mit einer Freundin habe ich die Arien dann als Duo gespielt, wobei einer die Gesangsstimme gespielt hat... (Ist strenggenommen keine Transskription, weil ja nichts umgeschrieben wurde).

An manchen Transkriptionen bin ich allerdings auch gescheitert oder habe sie nicht zu Ende geübt:
Kreutzer-Etüden (Von Geige für Flöte transkribiert von Paul Meisen)
Cello-Suiten von JSB
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Re: Transkriptionen von Klavier/Geige, etc. spielen

Beitragvon Altepic » 09.11.2019, 22:20

Ich übe jetzt nicht explizit Transkriptionen, Musiquer - Du hast Recht, es erweitert das musikalische Spektrum. Auch das Verständnis für manch andere Stücke. Für mich ist es auch ein ausloten der eigenen technischen Fähigkeiten und Grenzen.
Als Amateur entwickel ich mich ja nicht wie ein Musikstudent weiter, sondern im Schneckentempo.
Die Feststellung, daß ich mich weiter entwickelt habe reicht mir ja auch schon
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Re: Transkriptionen von Klavier/Geige, etc. spielen

Beitragvon Thore123 » 09.11.2019, 22:44

Ich finde, dass man auch regelmäßiger Transkriptionen im Konzert spielen kann, weil es meiner Meinung nach super interessant ist solche Stücke mal anders als im Standard zu erleben, vorallem, weil man sich ja sowieso damit auseinandersetzen muss, wenn man sie spielt.
Dann kann man die auch richtig einüben, sofern man die Noten hat und einen das Stück auch soweit reizt, damit es auch einen nachhaltigen Effekt für die Technik hat.
Wie gesagt, ist das meine Meinung dazu, ich mache es aber selbst oft auch nicht so, weil ich als Schüler nicht mal eben Noten für 20€-30€ kaufen kann, wenn ich die nicht unbedingt brauche :lol:
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Re: Transkriptionen von Klavier/Geige, etc. spielen

Beitragvon Altetröte » 10.11.2019, 16:56

So arg viel Originalliteratur für die Flöte gibt es ja nicht, vieles davon sind ja schon Bearbeitungen, aber man merkt halt oft, dass es ursprünglich für ein anderes Instrument geschrieben wurde, weil es einfach sackschwer ist, vielfach jedenfalls. Und oft wurden die Stücke von den Meisterflötisten selbst transkribiert und sind deshalb von den Anforderungen sehr hoch.
Aber um es kurz zu machen: die einfacheren Bearbeitungen spiele ich auch gern, die schweren finde ich für mich allerdings frustrierend, weil ich dann sehr schnell wieder merke, was ich alles nicht kann ...
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