Umstieg geschlossene auf Ringklappen




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Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon FragendQuerflöte » 08.10.2011, 14:15

So nun nerve ich noch mal mit einem neuen Thema:

Nun da ich mit euch ausgiebig nach einer neuen Flöte gesucht habe, ist mein neues Schätzchen eine tolle Muramatsu geworden.
Auch hat dieses gute Stück Ringklappen, auf die ich natürlich Stück für Stück umsteigen möchte.

Nun meine Frage, hat das jemand schon mal gemacht und kann mir ein paar Tipps geben?

Ich dachte daran, jede Woche einen Stöpsel weniger zu nehmen, oder soll ich doch gleich alle rausnehmen, um mich schneller dran zu gewöhnen?
Also ich hab schon mal ohne probiert und das geht schon irgendwie im ganz langsamen Tempo, klingt momentan aber vor allem bei den Läufen ziemlich schnell ganz furchtbar (einige Töne kommen halt nicht bzw. nur so gehaucht, weil ich nicht ordentlich abdecke, speziell die jeweils unteren Stöpsel beider Hände sind problematisch)... habe halt 14 Jahre auf geschlossenen Klappen gespielt...
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon Christina » 08.10.2011, 15:42

Ich habe damals privat zum Üben direkt ganz offen gespielt. Da ist es ja egal, wenn mal ein Ton daneben geht und so korrogiert man auch die Fingerhaltung am schnellsten. Bei Orchesterproben u.ä. hatte ich noch einige Zeit jeweils die Stöpsel für die Ringklappen drin, zum Schluss aber mehr aus "psychologischen" Gründen :wink:
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon Altetröte » 08.10.2011, 17:02

Ich habe sofort ohne Stöpsel gespielt und das bis heute beibehalten. Ab und zu habe ich die Klappe von meinem Problemfinger zugestöpselt (4. rechts) aber jedesmal ganz schnell wieder aufgemacht, weil es im Normalfall nicht am Finger lag, wenn es quietschte. Jetzt passiert es nur ab und zu beim c1, dass es rumpelt, weil ich nicht sauber greife. Es erzieht ungemein zum korrekten Greifen, die Chance solltest Du nutzen!
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon Tanja » 08.10.2011, 17:39

Mich hat damals beim Umstieg auf Ringklappen meine Lehrerin angeleitet - vielleicht fragst du auch mal deinen Lehrer... Sie hat mir damals geraten, direkt links am Mittel- und Ringfinger und rechts beim Mittelfinger die Stöpsel zu entfernen, weil die Umstellung dort am leichtesten fällt. So konnte ich direkt ohne groß Probleme drauflos spielen. Etwa zwei Wochen später habe ich dann die anderen Stöpsel entfernt. Ich muss sagen, auf diese Weise hat die Umstellung mir eigentlich gar keine groden Probleme bereitet. :)
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon FragendQuerflöte » 08.10.2011, 18:13

Das klingt super. Also ich habe heute natürlich erst mal mit Stöpseln gespielt, um mich erst mal an die neue Flöte zu gewöhnen. Sie ist total toll *schwärm* Ich kann viele Sachen machen, bei denen ich bei meiner vorherigen Flöte vorsichtiger sein musste, weil der Ton wegkrachen konnte. Aber sowas wie Otavsprünge geht wesentlich einfacher und ich kann im forte immer noch ein forte draufsetzen, einfach toll! :mrgreen:
Dann habe ich den Stöpsel links am Ringfinger weggelassen. Ab morgen werde ich das mal so ausprobieren, wie du Tanja das vorgeschlagen hast und die anderen zwei auch weglassen. Mal sehen, ob das klappt. Ich will ja nicht nur üben, dass ich das mit den Löchern hinbekomme, sondern muss ja auch die Stücke ordentlich drauf bekommen. Ich hoffe das klappt. Und Freitag werde ich mal mit meinem Lehrer reden. Aber ich denke, deine Idee nach 2 Wochen den Rest wegzulassen, werde ich ausprobieren. Danke!
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon La musicienne » 08.10.2011, 23:00

Ich hab Stück für Stück auf Ringklappen umgestellt. Also einen nach dem anderen Stöpsel rausgemacht. Ich hab wenn ich mich richtig erinnere mit der linken Hand angefangen. Meine Lehrer haben mich zwar belächelt deswegen, aber ich dann ist es wenigstens auch sauber nachher und man weiß sofort, an welchem Finger es liegt, wenn es rauscht.
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen - und noch ein Prob

Beitragvon FragendQuerflöte » 10.10.2011, 07:26

So gestern habe ich einfach mal alle Varianten ausprobiert: 3 Stöpsel raus, alle Stöpsel raus und festgestellt, dass bis auf c1 eigentlich auch alles ohne Stöpsel geht, ich muss mich nur ordentlich einspielen und konzentrieren. Und dann habe ich Tonübungen gemacht c2-c1, h1-c1.... und Stück für Stück kommt diese Verbindung auch.

Nun habe ich noch ein anderes Problem (hat nichts mit den Stöpseln zu tun, da es auch wenn alle Klappen geschlossen sind auftritt) und zwar fängt nach einiger Zeit mein rechter kleiner Finger ganz schlimm an zu schmerzen. Die Tage davor fiel mir das auch schon auf, aber es wird mit jedem Tag schlimmer. Was ich probiert habe: natürlich Fuß drehen, Kopf etwas drehen (dass dadurch die Handhaltung anders wird) und den Daumen irgendwie anders einstellen, dass die Belastung für den Ringfinger sich verschiebt - Nichts hilf :( Hab mal die Fußstücke verglichen, das war bei der Yamaha 211 angeschrägt und ist nun gerade, auch ist der Abstand zwischen Mittel- und Fußstück bei der Muramatsu etwas enger. Zum Schluss habe ich mein altes Etüdenheft aus Musikschulzeiten geschnappt und ganz langsame Übungen gemacht, so dass der Schmerz erträglich war, aber ich weiß nicht, was ich noch machen könnte, um den kleinen Finger zu entlasten habt ihr vielleicht eine Idee???
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon Altetröte » 10.10.2011, 07:47

Ich kann mir zwar beim besten Willen nicht vorstellen, was Du mit einem angeschrägten Fußstück meinst, aber das Problem mit dem kleinen Finger haben viele Flötisten.
Am wichtigsten ist: locker bleiben und sofort aufhören, wenn Du merkst, dass Du dich verkrampfst!

Mir hat eine Übung von Trevor Wye sehr geholfen: Du greifst das Cis1, indem Du direkt die Cis-Klappe drückst und nicht über die Verbindung der Dis-Klappe rollst. Das dehnt den kleinen Finger und macht ihn beweglicher. In einem der Hefte sind auch Übungen dazu; ich weiß aber jetzt nicht auswendig in welchem, vermutlich Technik.
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon FragendQuerflöte » 10.10.2011, 18:18

OK, da bin ich ja beruhigt, dass das noch anderen so geht. Ich hatte das Problem bisher noch nie (und ich spiele immerhin schon über 14 Jahre) und dachte, ich mache irgendwas falsch. War auch vorhin in der Hochschule und habe mir die Trevor Wye-Hefte aus der Bibo besorgt, mal sehen, ob das dann besser wird.
Hatte nur Angst, dass ich mir gleich irgendwas falsch einübe.
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon gti_flöte » 09.09.2013, 14:51

Hallo,
ich krame dieses "alte" Thema hervor, weil ich von geschlossenen auf Ringklappen umgestiegen bin.
Ich habe euch ja schon in dem Thema "kann man auch zu schnell lernen" etwas genervt, also dachte ich, manch einen Lehrer unter euch interessiert vielleicht mein Vorankommen oder andere überlegen gerade den Umstieg. Meine Lehrerin meinte, "richtiges" Flötenspiel hat auf alle Fälle Ringklappen. Na gut, wollte ich lieber gleich als später umsteigen und nicht nur die gleiche Flöte wie bisher, nur mit anderen Klappen kaufen (bisher habe ich eine Yamaha 311), sondern ich wollte auch etwas Verbesserung, sprich ein Silberrohr.
Im Lieblingsgeschäft habe ich mich dann für eine Yamaha 674 entschieden, es ist ein Ausläufer und ich habe einen unschlagbaren Preis bekommen.
Zu Hause ging das Üben los: gleich ohne Stöpsel ;-) es hat 2 Stunden gedauert, dann war das Umgewöhnen durch. Sie hat einen Klang zum Niederknien und ich bereue den Umstieg nicht. C1 war der einzige Ton, an dem man gemerkt hat, dass ich anfangs nicht korrekt geschlossen habe.
Liebe Grüsse von Gabi aus München
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon Christina » 09.09.2013, 15:22

Hey, das hört sich doch gut an! Dann erst mal Glückwunsch zur neuen Flöte. Da wirst du sicher lange Freude dran haben.

Meine Erfahrung ist auch, dass man den Umstieg relativ problemlos hinbekommt, wenn man schon vorher auf eine einigermaßen gescheite Fingerhaltung geachtet hat.

Zum c1 kann ich dir den Tipp geben, dass es leichter ist, wenn man das rechte Handgelenk bei dem Ton leicht nach außen drückt (blöd beschrieben ... ich hoffe, du verstehst, was ich meine).
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon gti_flöte » 09.09.2013, 16:03

Danke Christina, ja, Freude macht es riesig und ich dachte mir, ob ich jetzt das Geld verschwende oder in 3 Jahren ist ja fast egal :)
Mittlerweile geht das C1 schon gut, der Klang ist der Wahnsinn! Nach oben hatte ich dagegen das Gefühl, da geht sehr viel mehr als auf meiner alten Flöte: ich bin gerade bei B3, das geht auf der neuen sofort, bei der alten muss ich mich per Tonübung "anschleichen".
Jetzt merke ich, dass meine Lehrerin auf Haltung viel Wert gelegt hat.
Getraut habe ich mich, weil ich auf ihrer alten Pearl mit Ringklappen ganz gut zurecht kam, hingegen auf ihrer Muramatsu bekomme ich nur schwer Töne raus, wahrscheinlich ist da das Mundstück anders geformt.
Liebe Grüsse von Gabi aus München
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon Zauberfloete » 09.10.2013, 15:00

darf ich euch mal fragen, was generell besser ist? ring oder geschlossene Klappen? und was ist der Vorteil des besseren?
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon Sheepy_Hollow » 09.10.2013, 15:32

Ob eines davon wirklich besser ist wage ich zu bezweifeln. Man hat einfach persönliche Präferenzen.

Ich persönlich mag Ringklappen lieber, weil eine bessere Fingerstellung forciert wird und man spürt die Luftsäule in der Flöte. Außerdem sind vierteltöne möglich.

Andererseits muss man die Löcher schon ganz genau abdecken, damit alle Töne reibungslos ansprechen (besonders die Tiefe Lage) was frustrierend sein kann.
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Re: Umstieg geschlossene auf Ringklappen

Beitragvon tityre » 09.10.2013, 15:43

Bei offenen Klappen bekommt man mehr Feedback, außerdem mag ich einfach das Gefühl an den Fingern. Beides hat Auswirkungen auf mein Spiel, was dadurch evtl. "besser" wird. Da das bei jedem Spieler so sein wird, wird man wohl nie sagen können, ob es möglich ist, das objektiv zu hören. Ich glaube nicht (man schaue sich nur mal an, wie viele Klappen überhaupt offen sind).

Man wird zu einer korrekteren Fingerhaltung gezwungen, was ein Vorteil sein kann. Es gibt aber auch Leute, mit einer schrecklichen Fingerhaltung, die dennoch toll spielen.

Wenn man es nicht braucht, kommen Stöpsel rein und fertig. Umgekehrt kannst Du aus geschlossenen Klappen keine offenen machen, deshalb würde ich immer eine Flöte mit offenen Klappen nehmen.
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