Polster austauschen




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Polster austauschen

Beitragvon Altepic » 25.07.2018, 23:41

Frage an die ambitionierten Flötisten....

....wie lange halten bei Euch die Polster.... bzw. wie oft lasst ihr eine Generalüberholung Eurer Flöte machen.

Habt Ihr mal die Spielstd. auf der Flöte bis zur Überholung gerechnet, die Jahre, wann die Polster nicht mehr decken.
Lasst Ihr regelmässig die Polster austauschen?
Wie macht sich der Polsterverschleiß bei Euch bemerkbar?

Ich spiele seit April eine Powell Flöte 2100. -15 Jahre alt.
Da hatte ich plötzlich nach einiger Zeit spielen Probleme das dis'' sauber zu spielen. Das ging nur noch mit "exaktem" Griff bei Läufen.
Komischerweise habe ich 3 Wochen später keine Probleme mehr damit. Ich denke aber, dass die Polster abgenutzt sind und nach einiger Zeit spielen Feuchtigkeit ziehen. Das war bei meiner Yamaha 471 auch so nach entsprechendem Gebrauch. - Generalüberholung, und alles läuft wieder.
Welche Erfahrungen habt Ihr mit abgespielten Polstern?

LG Altepic
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Re: Polster austauschen

Beitragvon E-Mechanik » 26.07.2018, 08:17

Also zumindest meine erste Flöte aus dem Jahr 1990 (Yamaha 311, auf der hab ich bis 2000 ziemlich viel gespielt) deckt heute noch mit der Erstausstattung perfekt. Mittlerweile hat sie meine Tochter geerbt...
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Re: Polster austauschen

Beitragvon Musiquer » 26.07.2018, 19:17

Hallo Altepic!

Seit Nov 2007 spiele ich eine Powell Signature.
Bei ca. 400 Spielstunden pro Jahr habe ich sie vor fünf Jahren (also nach ca. 2000 Spielstunden) zum ersten Mal überholen lassen, weil die Polster sichtbar runtergespielt waren und ich einfach deutlich mehr Druck ausüben musste um die Klappen sicher zu schließen. Das Phänomen war konstant vorhanden und nicht vom Ansatz abhängig. Nach der Überholung ging alles wieder leicht und super präzise.
Jetzt - nach weiteren fünfeinhalb Jahren - machen sich die Symptome wieder bemerkbar, wobei ich in diesen zweiten fünfeinhalb Jahren eher mehr gespielt habe. Also steht wohl wieder eine Generalüberholung an.

Bei meinem Lehrer - einem Orchesterflötisten - der sicher sehr viel mehr Spielstunden pro Jahr hat, zahlt das Theater alle zwei Jahre eine Generalüberholung.

Da schließen sich bei mir gleich noch ein paar Fragen an:
Die Generalüberholung dauert drei Wochen und kann bei meinem Flötenbauer nicht in den Sommerferien gemacht werden, denn in dieser Zeit sind die Berufsflötisten dran. Beim letzten Mal bekam ich für die Zeit der Überholung eine Ersatzflöte ausgeliehen (Miyazawa, Silberrohr). Ist das üblich? Oder muss man sich für solche Fälle eine Ersatzflöte zulegen? Während der Schulzeit brauche ich ja eine Flöte zum Unterrichten!

In welcher Spanne bewegen sich die Kosten für eine Generalüberholung? Vor fünf Jahren hab ich ca. 800 Euro incl. Polster bezahlt. Jetzt hab ich von einer Bekannten erfahren, dass sie bei einem anderen Flötenbauer für das Gleiche nur 350 Euro bezahlen muss. Kann das sein? Oder muss man davon ausgehen, dass der zweite Flötenbauer weniger macht? Oder billigere Polster einbaut?
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Re: Polster austauschen

Beitragvon Altepic » 26.07.2018, 21:13

Danke für die schnellen Antworten.

Hallo Musiquer,
ich komme auch auf etwa 350-400 Spielstd. pro Jahr.
Meine Yamaha hat nach grob 2500 Spielstd. neue Polster gebraucht.
Ich frage das deshalb, weil man an den Polstern keine Abnutzung sieht. Irgendwann ist die Fischhaut aber durch un die Polster ziehen Feuchtigkeit und quellen auf..

Meine Powell habe ich erst seit April.
Normalerweise sind da Staubinger Polster drauf. Lt Verkäufer sind auf meiner aber andere und er hat mir auch einen Satz Ersatz Polster aus USA mitgeschickt.
Ich lasse nach den Sommerferien erst mal 2 Polster austauschen. ggf müssen alle ausgetauscht werden.

Ich bekomme bei Reparaturen vom Instrumentenbauer auch immer eine Ersatzflöte.

Ein Satz Standard-Polster liegt bei ca. 40-50 €
Straubinger Polster oder gute Pisoni Polster über 100 €

Habe vor 2 Jahren meine YFL 471 generalüberholen lassen - inkl. Neuversilberung der Mechanik.
Kosten ca. 800 € - Bernhard Hammig wollte dafür ca. 1100-1300 €
Atelier UEZAWA in München wird wohl auch in der höheren Kategorie liegen. Der betreut wohl sehr viele Profiflöten.
Da gibt es schon Preisunterschiede, die wohl von der Qualität des Instruments abhängen.
600-800 ist eigentlich derzeit der Richtpreis für Überholungen
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Re: Polster austauschen

Beitragvon James Blond » 02.08.2018, 21:24

Hallo Altepic,

langsam mache ich mir ebenfalls Gedanken um die Polster meiner Powell.

Ich hatte sie gebraucht gekauft und erst vor 2 Jahren generalüberholen lassen, sämtliche Polster erneuert mit Straubingerpads - und jetzt, nach ca 1500 Spielstunden sind bereits die ersten Polster schon wieder perforiert: e - dis - cis. Das sind allerdings nicht die Klappen, die bei mir den höchsten Andruck und die meiste Feuchtigkeit auszuhalten haben. Ich habe mir daraufhin einmal alle Kamine genauer angeschaut, der obere Kaminrand ist nicht nach außen abgerundet, sondern auch noch etwas zugespitzt. Das ist wohl der Preis für die perlenden Glissandi! :)

Ich habe darauf hin ein wenig gegoogelt und bin auf folgendes gestoßen:

https://www.8notes.com/f/25_227174.asp

Ob das damit etwas zu tun haben könnte, weiß ich aber nicht, ich habe ja keine 2100, sondern eine Aurumite, doch vielleicht betrifft es auch die anderen Modelle mit soldered tone holes ?

Grüße
JB
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Re: Polster austauschen

Beitragvon Sheepy_Hollow » 03.08.2018, 16:19

James Blond hat geschrieben:Hallo Altepic,

langsam mache ich mir ebenfalls Gedanken um die Polster meiner Powell.

Ich hatte sie gebraucht gekauft und erst vor 2 Jahren generalüberholen lassen, sämtliche Polster erneuert mit Straubingerpads - und jetzt, nach ca 1500 Spielstunden sind bereits die ersten Polster schon wieder perforiert: e - dis - cis. Das sind allerdings nicht die Klappen, die bei mir den höchsten Andruck und die meiste Feuchtigkeit auszuhalten haben. Ich habe mir daraufhin einmal alle Kamine genauer angeschaut, der obere Kaminrand ist nicht nach außen abgerundet, sondern auch noch etwas zugespitzt. Das ist wohl der Preis für die perlenden Glissandi! :)

Ich habe darauf hin ein wenig gegoogelt und bin auf folgendes gestoßen:

https://www.8notes.com/f/25_227174.asp

Ob das damit etwas zu tun haben könnte, weiß ich aber nicht, ich habe ja keine 2100, sondern eine Aurumite, doch vielleicht betrifft es auch die anderen Modelle mit soldered tone holes ?

Grüße
JB


Hallo JB,

das ist ein interessanter Beitrag. Ich hatte ja eine Powell Commercial, die mit Pisoni Pads (Pendant zu Straubinger) ausgerüstet wurden durch Flöten Haber. Leider war die Flöte nicht sonderlich dafür geeignet, weil die Polster nicht dicht waren. Das lag aber eher an der Flöte als an den Polstern. Das könnte ein allgemeines Powell-Problem sein, dass sie nicht ordentlich decken, da falsch konstruiert. Ich bin meine Powell und meine Sonare deswegen schnell wieder losgeworden.

Perforationen sind eigentlich normal bei den genannten Klappen. Es deutet darauf hin, dass entweder diese Klappen besonders häufig betätigt wurden oder, dass der Druck, den du auf die Kamine ausübst, nicht ideal ist. Gerade bei deinen genannten Klappen drückt man oft zu fest um sicherzustellen, dass die Flöte auch abdichtet. Bei Straubingern ist das nicht notwendig sondern eher fatal, weil du sie schell zerstören kannst mit zu viel Kraft. Hier würde ich dir das Buch Technik von Trevor Wye oder das Original, aus dem er abgeschrieben hat (Gaubert/Taffanel) empfehlen. Damit schonst du deine Finger, deine Flöte und am Ende auch deinen Geldbeutel.

Dein Flötenbauer wird dir dann hoffentlich sagen, ob er die drei Polster wirklich austauschen muss, oder ob sie vielleicht nur schmutzig sind. Meine Burkart (?mit Pisoni Pads?) wurde länger beansprucht und die Polster sind noch immer in einem guten Zustand. Ich lasse sie aber mindestens einmal im Jahr von Uesawa regulieren.

LG

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“Faux comme une flûte” est un proverbe musical dès longtemps établi. “Je connais quelque chose de plus faux qu’une flûte, disait Mozart. – C’est? – Deux flûtes.”
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