Ansatz Traversflöte




Wie setzt man am besten an? Gibt es DEN Ansatz? Diskussionen, Antworten und Fragen!

Moderator: Muri

Ansatz Traversflöte

Beitragvon Leo DiLemma » 05.12.2019, 11:15

Ich stelle mich erst einmal vor.

Mein Name ist Leo und ich bin 65 Jahre alt. Vor 30 Jahren habe ich (zusammen mit meiner damals 10 jährigen Tochter) ein Jahr Querflötenunterricht erhalten und dabei auch gute Erfolge erzielt. Leider (für uns) hat unsere Lehrerin damals eine Festanstellung in einer entfernten Musikschule bekommen und mußte den Unterricht beenden. Mit zwei weiteren Lehrerinnen konnten wir uns nicht anfreunden. Ergo, das wars dann.

Vor 15 Jahren habe ich mir aus einer Laune heraus eine Traversflöte gekauft und ein wenig darauf herumprobiert. Zu jener Zeit war ich jedoch noch mit Beruf, Familie und anderen sozialen Zusammenhängen voll ausgelastet und konnte nicht die nötige Zeit für das Instrument aufbringen.

Jetzt als Ruheständler habe ich vor zwei Monaten wieder angefangen und habe viel Spaß aber auch viel Frust dabei.

Vorab: Die Flöte ist in Ordnung, zwei professionelle Barock-Flötisten haben unabhängig voneinander das Instrument gespielt und für sehr gut und einfach zu spielen befunden.

Mein Problem ist der Ansatz. Der Ton ist meist starkt verrauscht und der Luftbedarf groß. Da ich auch Saxophon spiele sollte hinsichtlich Atmung und Luft eigentlich alles klar sein. Wie schon geschrieben ist der Ton MEISTENS schlecht. Manchmal, für einige Töne oder auch einige Takte, klingt alles voll rund und klar.

Meine Frage an die Erfahrenen unter euch:
Macht es überhaupt Sinn in meinem Alter noch anzufangen oder sind die Lippen einfach nicht mehr in der Lage sich entsprechend zu organisieren? Oder dauert es nur länger?
Hoffnung macht mir ja, dass es mitunter gut klingt - allerdings sind diese Phasen nur kurz und scheinen sich auch nicht zu stabilisieren.

Noch eine Frage zum Üben an sich.
Würdet ihr schwerpunktmäßig eher am Ton arbeiten oder am Repertoire? Ich halte es so, dass ich beides praktiziere (die Finger wollen ja auch konditioniert werden).

Da sicherlich der Rat kommen wird, ich solle mir einen LehrerIn suchen: Das geht nicht! Dafür sind die finanziellen Mittel einfach nicht mehr vorhanden.

Würde mich sehr freuen, wenn ich hier einige Ratschläge erhalten würde.

Liebe Grüße, Leo
Leo DiLemma
 
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Re: Ansatz Traversflöte

Beitragvon Aspi » 05.12.2019, 22:41

Hallo Leo,

zuerst einmal, man ist nie zu alt. Du willst ja sicher kein Virtuose werden. Ich bin jetzt 65 und habe auch erst vor einigen Jahre mit der Querflöte angefangen.

Zur Traversflöte kann ich nicht viel sagen, aber die Art der Tonerzeugung ist ja ähnlich. Einen guten klaren Ton zu erzeugen, braucht seine Zeit. Wenn der Ton verrauscht ist und du viel Luft verbrauchst, ist der Ansatz nicht richtig fokussiert. Ist am Anfang alles normal. Ich habe mit meiner Lehrerin lange an meinem Ansatz rumgebastelt, weil meine Lippen den klassischen Ansatz nicht zulassen. Ich würde dir dringend empfehlen, mal einen erfahrenen Flötisten raufschauen zu lassen, wenn du regelmäßigen Unterricht nicht nehmen kannst. Das ganz alleine richtig hinzubekommen sehe ich als schwierig bis aussichtslos an. Es wäre wirklich schade, wenn du aus Frust dieses schöne Hobby wieder aufgeben würdest.

Du könntest auch mal bei einer Musikschule anfragen, oft kann man einzelne Stunden kaufen. Was ist mit den beiden, die die Flöte getestet haben? Können die nicht deinen Ansatz mal anschauen?`
Aspi
 
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Re: Ansatz Traversflöte

Beitragvon Musiquer » 06.12.2019, 07:11

Kann Aspi nur in allem zustimmen.

Ich spiele auch nicht Traversflöte, aber spiele und unterrichte seit vielen Jahren Querflöte.
Der Ansatz von Sax und QF/TF lässt sich meiner Meinung nach nicht vergleichen. Allenfalls die Atemtechnik.

In dem anderen Thread suchst du eine TF. Warum, wenn du eine offensichtlich gute hast? Investiere das Geld lieber in Unterricht.
Musiquer
 
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Re: Ansatz Traversflöte

Beitragvon Altepic » 08.12.2019, 21:54

Hallo Leo,
ich schließe mich der Meinung von Aspi und Musiquer an.
Zum Atem möchte ich aber noch etwas anmerken.
Ja, wenn Du Sax oder Klarinette spielst hast Du die Sax-Atmung drauf.
Bei der Flöte hast Du aber keinen Blaswiederstand... - d.h. die Luft geht einfach so mal weg, wenn Du den Luftstrom nicht kontrollierst.
Flötisten müssen wie Sänger atmen. Das mußt Du lernen.

Was den Ansatz betrifft - nicht aufgeben - der kommt!!
...und immer beim Anblasen mit den Lippen spielen.
Auch bewußt mal unsaubere Töne spielen und bei den sauberen verharren und versuchen, die zu reproduzieren.
Ich nenne das bei meinem Schüler mit den Lippen den Ton rühren!

Deeen Ansatz gibt es auf der Flöte nicht. (schau mal auf Youtube den Ansatz von Dennis Bouriakof an - So würde ich keinenen Ton rausbringen.
Der Ansatz ist sehr individuell. Natürlich kann ein Lehrer da viele Hilfen geben!!!

Viel Spaß beim Üben
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